Was passiert mit Kadavern im Wald?

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    Führung mit Aas-Experte Christian von Hoermann am 16. Oktober 2021

    Glashütte. Ein besonderes Thema steht bei der Führungsreihe Nationalpark exklusiv am Samstag, 16. Oktober 2021 auf dem Programm. Es geht um Aas im Wald. „Tierische Kadaver sind wahre Hotspots der Biodiversität“, sagt Aas-Experte Christian Hoermann, der alle Interessierten mitnimmt auf eine Tour in der Nähe des Felswandergebiets.

    Forscher „stolpern“ nur selten über größere Wildtierkadaver. Deswegen blieben die Effekte von Aas in der Wissenschaft lange verborgen. Dabei sind dort faszinierende Lebensgemeinschaften anzutreffen. Im Nationalpark besteht die Möglichkeit, die tierische Zersetzung vom Anfang bis zum Ende zu verfolgen und die Diversität der Aasbesucher vom Bakterium über die Pilze und Insekten bis hin zu den Beutegreifern wie Luchs und Wolf zu erfassen. Dazu wurden Luderplätze etabliert, an denen ganzjährig Wildtierkadaver ausgelegt und im Rahmen von Forschungsprojekten beprobt werden. Bei einem Besuch einer dieser Orte erfahren die Teilnehmer der Führung auch spannende Geschichten über fliegen- und ameisentötende Pilze.

    Treffpunkt für die knapp dreistündige, kostenlose Führung ist am Samstag, 16. Oktober um 14 Uhr in der Nähe des Jugendwaldheims bei Glashütte. Feste Wanderschuhe und wetterfeste Kleidung ist notwendig. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung beim Nationalpark-Führungsservice (0800 0776650) möglichst frühzeitig erforderlich. Dabei wird auch der genaue Treffpunkt mitgeteilt. Um die Abstandsregelungen einhalten zu können, ist die Teilnehmerzahl auf 20 Personen beschränkt. Die üblichen und aktuellen Hygienevorschriften müssen eingehalten werden.

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