MdL Manfred Eibl (Foto: Abgeordnetenbüro Eibl)

MdL Manfred Eibl fordert Strategiewechsel in Bayerns Corona-Politik

München / Perlesreut. Über das Erreichen einer Kehrtwende hinsichtlich der Eindämmung der Pandemie im Freistaat zeigt sich MdL Manfred Eibl erfreut. „Uns ist es gemeinsam gelungen, auch die dritte Corona-Welle erfolgreich zu brechen – und all das dank eines gewaltigen Kraftakts der Menschen in unserem Lande, aufgrund des von unserer Bayernkoalition auf den Weg gebrachten Maßnahmenbündels und insbesondere angesichts des immer rasanteren Impffortschritts. Dieser Teilerfolg muss nun dafür genutzt werden, sukzessive eine Rückkehr von Staat und Gesellschaft zu Normalität und Freiheit zu organisieren. Dabei gilt es, ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten, aber auch so viel Normalität wie möglich zu schaffen“, so der Landtagsabgeordnete Eibl.

Eibl sieht die Staatsregierung in der Pflicht, einen Weg zu beschreiten, der Sicherheit und Normalität bestmöglich unter einen Hut bringt und ein gutes Leben mit Corona ermöglicht, bis die Pandemie final überwunden werden kann. „Ich fordere dazu ganz klar einen Strategiewechsel, der die Abkehr vom Inzidenzwert als zentrale Bemessungsgrundlage für das Pandemiegeschehen vorsieht. Ich sehe dies als zentralen Erfolgsfaktor für ein gelingendes Krisenmanagement vor allem in unserer grenznahen Region. Es macht keinen Sinn, weiter die Besonderheiten und Realitäten im Bayerischen Wald, insbesondere in den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau außen vor zu lassen, wie die letzten Monate geschehen. Das Ziel unseres Handelns darf sich nicht nach mathematischen Kennzahlen richten, sondern nach der Lebenswirklichkeit unserer Bürgerinnen und Bürger.“

Und Eibl weiter: „Angesichts des immer schnelleren Impffortschritts verliert der Inzidenzwert täglich weiter an Aussagekraft, was den vergangenen Kurs, der sich am Inzidenzwert ausgerichtet hat, weiter ad absurdum führt. Um gut durch den nahenden Sommer zu kommen, müssen wir unser Sensorium für das Pandemiegeschehen deshalb zwingend erweitern. Selbstverständlich müssen schwere Verläufe sowie Todesfälle weiterhin verhindert und Corona besiegt werden – aber auch die unzumutbaren Zustände für unseren Einzelhandel, unsere Gastronomie und unseren Tourismus müssen endlich gesehen und beendet werden. Nur so können Insolvenzen verhindert und unsere Lebensqualität in unserer Region sichergestellt werden.“

Nach Ansicht Eibls bedarf es daher in den nächsten Wochen eines Strategiewechsels der bayerischen Corona-Politik, die sich aus ihrer singulären Fokussierung auf den Inzidenwert lösen soll. Dies hat Manfred Eibl und die Freien Wähler bereits im Februar in ihrem Bayernplan gefordert und zwischenzeitlich Rückenwind diverser Experten für diese Idee erhalten. Der Abgeordnete der Freie Wähler Landtagsfraktion, Manfred Eibl sieht zuverischtlich auf das Ergebnis der vom Bayerischen Landtag beauftragten Prüfung der Staatsregierung hinsichtlich einer Ergänzung des Inzidenwertes.

„Im Vertrauen auf die bewährten Expertinnen und Experten im Bayerischen Gesundheitsministerium erhoffe ich mir wertvolle Hinweise zur Weiterentwicklung des Instrumentariums unserer Bayernkoalition im gemeinsamen Kampf gegen Corona.
Basierend auf dieser Expertise wollen wir konkrete Vorschläge dafür unterbreiten, wie Staat und Gesellschaft in den nächsten Wochen sukzessive aus der alleinigen Fokussierung auf die Inzidenzzahl finden.“
Ich sehe uns in der Pflicht, verantwortungsbewusste Perspektiven aufzuzeigen, die einen Rückweg zur Normalität zulassen. Dies erscheint mir für unsere Schulen und unser Kultur- und Wirtschaftsgeschehen unerlässlich – für viele unserer regionalen Unternehmen in Handel, Gastronomie und Tourismus überlebenswichtig“, so Manfred Eibl asbschließend.