„Runder Tisch Klassenfahrten“ konstituiert sich

Bayerisches Jugendherbergswerk initiiert regelmäßiges Fachforum zur Weiterentwicklung des außerschulischen Lernsettings „Klassenfahrten“ | Schulfahrten als soziales Bindeglied während und nach der Pandemie

München. Auf Initiative des Landesverbands Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) fand am 16. März 2021 das erste Treffen der Mitglieder des „Runden Tischs Klassenfahrten“ statt. Das DJH hatte alle Vertreter:innen der Schulfamilie eingeladen, um über kurz-, mittel- und langfristige Herausforderungen und Perspektiven des außerschulischen Lernorts Jugendherberge zu beraten und konkrete Pläne zum baldmöglichen Re-Start dieser Fahrten zu entwickeln.

Am ersten Treffen hatten Vertreter:innen von insgesamt 14 Organisationen teilgenommen – darunter die Spitzen der Lehrer- und Elternverbände in Bayern, der Landesschülerrat sowie der Bayerische Jugendring und die Verbände der Schulleitungen.

Einigkeit bestand unter den Teilnehmenden in der Einschätzung, dass Klassenfahrten ein unverzichtbarer und dringend notwendiger Bestandteil der Bildungsbiografie von Kindern und Jugendlichen sind. „Die seit 12 Monaten anhaltende Pandemie hat die Bedeutung von sozialem Lernen, von Begegnung und selbstgestalteten Räumen exponentiell erhöht. Heranwachsende sehnen sich nach Gemeinschaft und Erlebnissen unter Gleichaltrigen. Deshalb und vor dem Hintergrund der deutlich gestiegenen Gefahr psycho-sozialer und körperlichen Folgeschäden der Corona-Maßnahmen müssen nun die politisch Verantwortlichen umgehend Bedingungen schaffen, die diese wertvollen Bildungs- und Begegnungsfahrten schnellstmöglich zulassen“, so Klaus Umbach, Präsident des DJH Bayern.

Während des Treffens wurde zudem deutlich, dass das pandemische Geschehen für Ängste innerhalb der Schülerschaft, unter Pädagog:innen und bei Eltern sorgt, die alle Verbände ernst nehmen. In jedem Fall hat der Schutz vor Ansteckungen und einer weiteren Ausbreitung des Virus Priorität. Gleichzeitig nternehmen die Jugendherbergen in Bayern alles, um durch erprobte und erfolgreiche Hygienekonzepte mögliche Gefährdungen auszuschließen.

Der „Runde Tisch Klassenfahrten“ spricht sich gegenüber der Landespolitik mit Nachdruck dafür aus, dass Kinder und Jugendliche baldmöglichst wieder die Chance auf Klassenfahrten haben müssen, die pädagogisch betreut und hygienetechnisch abgesichert sind. Dazu wird in den kommenden Wochen ein Stufenplan erarbeitet, in welcher Form diese Klassenfahrten ab Pfingsten wieder möglich sind. Denkbar sind zudem eintägige Formate (ohne Übernachtung), später sollen mehrtägige Klassenfahrten folgen, die es ermöglichen, die gesamte Bandbreite von Themen und Methoden des sozialen Lernens und der Partizipation zu erleben.

Der „Runde Tisch Klassenfahrten“ wird zunächst zweimal jährlich zusammenkommen, um zeitnah aktuelle Fragestellungen des außerschulischen Lernens im Kontext von Schülerfahrten zu besprechen.