App 'stocky'; Planungsmöglichkeiten (Quelle: Campus Grafenau)

Weniger Lebensmittel landen im Müll

App „stocky“ hilft im Haushalt

Grafenau. Das Kompetenzzentrum für Ernährung hat gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik sowie dem Technologie Campus Grafenau die Smartphone-App „stocky“ entwickelt.

Wissen wir, wie viele Lebensmittelvorräte wir derzeit gerade zu Hause haben? Wer macht sich einen Einkaufszettel? Was könnte man mit den Vorräten, die sich noch im Haus befinden, kochen? Wie muss man bestimmte Lebensmittel lagern? Diese und weitere Fragen stellt man sicherlich öfters im Laufe des Jahres. Früher haben viele Familien ein handgeschriebenes Haushaltsbuch benutzt, um eine Übersicht über ihre Ausgaben zu behalten. „stocky“ bietet viele Möglichkeiten, um derartige Fragen zu beantworten. Man muss nicht alle Möglichkeiten der App nutzen, aber man kann es, meint Dr. Michael Scholz vom Campus Deggendorf im Videogespräch.

Vielleicht reden wir deshalb einfach mal über Dinge, die möglich sind: All die Vorräte, die man gerade verfügbar hat, kann man in die App einbuchen. Die App gibt dann Tipps, wie man die verschiedenen Nahrungsmittel lagern sollte und macht Vorschläge, was man kochen könnte. Im nächsten Schritt ist es möglich, einen Einkaufszettel zu erstellen. Eine Verknüpfung zwischen Lebensmittelbestand und Einkaufszettel – kein Problem!

Verbraucht man Lebensmittel zum Kochen aus dem eingebuchten Bestand, dann ist eine Abbuchung der verwendeten Bestände machbar. So weiß man immer, was man (noch) zur Verfügung hat. Ein Speiseplan für die laufende Woche erstellen, ist ebenfalls kein Problem. Natürlich hat man viele Rezepte einfach so im Kopf, weshalb die App auch manuelle Korrekturen zulässt. Manch einer wird jetzt vielleicht sagen, dass der Zeitaufwand für die Nutzung all dieser Möglichkeiten erheblich ist. Doch es liegt an jedem Benutzer selbst, welche Teile der Software man brauchen will. Denn vielleicht reicht es schon, wenn man damit einen digitalen Einkaufszettel erstellen kann.

Aber warum das Ganze, die Frage an Michael Scholz. Diese Frage ist sicherlich berechtigt, meint Scholz. Aber wenn man einen Überblick über seine Lebensmittel hat, dann kauft man nicht doppelt ein, achtet auf das Haltbarkeitsdatum und stellt fest, dass man aus Restbeständen gleichfalls was Gutes kochen kann. Fazit; es werden weniger Lebensmittel weggeworfen, und es wird dabei auch Geld gespart. Je mehr Menschen die App nutzen, desto weniger Lebensmittel werden entsorgt oder verdorben, schließt Michael Scholz vom Campus.

Laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung landen jährlich pro Haushalt 109 Kilogramm Lebensmittel im Müll. Das ist sicherlich nicht wenig. Ressourcen zu verschwenden, werden wir uns in Zukunft immer weniger leisten können – da kann uns sicherlich moderne (digitale) Technik weiterhelfen.

Mehr Details zur App kann man im Internet nachlesen unter www.stocky-app.de. Die App ist kostenlos. Runterladen kann man sie im Apple App Store oder im Google Play Store.