Hinaus aus der Stadt und hinein in die Natur: Das Regensburger Land, das die Metropole des Mittelalters umgibt, ist längst mehr als ein Geheimtipp für einen unvergesslichen Urlaub auf zwei Rädern. Foto: obx-news/TVO/Bauer

Ostbayerns Städte: Genussradeln durch große Geschichte und unberührte Natur

Regensburg (obx) – Entspannt durch duftende Wacholderheiden gleiten, durch unberührte Flusstäler touren, beeindruckende Felsformationen erleben, Mitteleuropas längstem Strom auf seiner sanft-fließenden Reise folgen oder die Spuren römischer Geschichte bequem auf zwei Rädern erleben: Vor den Toren von Ostbayerns Zentren ist ein Radparadies von unvergleichlicher Vielfalt entstanden. Zahlreiche gut ausgebaute und bestens beschilderte Routen verbinden große Geschichte, Natur, Kultur und Genuss zum einzigartigen Erlebnis – und lassen die Herzen von immer mehr Radfahrern höher schlagen.Der Bayerische Jura vor den Toren der Stadt Amberg.

Es ist eine Landschaft, bei der man ins Träumen gerät: malerische Flusstäler, duftende Wacholderheiden, bunte Blumenwiesen, schattige Wälder, beeindruckende Fels-Riesen und der Duft von Thymian und Salbei. Eine Szenerie, die an südlichere, mediterrane Gefilde erinnert, an Toskana oder Provence. Doch diese Toskana liegt gut 1.000 Kilometer vom Mittelmeer entfernt und ist bei Touristen längst kein Geheimtipp mehr: der Bayerische Jura vor den Toren der Stadt Amberg.

Der insgesamt knapp 300 Kilometer lange „Fünf-Flüsse-Radweg“, der als Genussroute durch das Herz Bayerns führt, begeistert Natur- und Kulturliebhaber gleichermaßen mit seinem einzigartigen Urlaubsflair, den historischen Schätzen rechts und links des Weges, seinem Verlauf entlang der idyllischen und teils felsenumsäumten Flüsse und den vielen gemütlichen Einkehrmöglichkeiten. Der Vilstalradweg und anspruchsvollere Routen wie der Schweppermannradweg, der bis nach Böhmen führende Radfernweg Euregio Egrensis und Rundtouren wie die um den Naturpark Hirschwald ergänzen das Amberger Radl-Angebot. Amberg selbst bietet mit seinem mittelalterlichen Flair viele Möglichkeiten, den Tag nach ausgedehnten Touren in besonderer Atmosphäre ausklingen zu lassen oder bei Kultur, Kunst und Kulinarik auch einfach einmal einen Tag Pause einzulegen. Mehr Infos: tourismus.amberg.de

Regensburg: Erlebnis-Radtouren „im Schatten der Domtürme“

Die UNESCO-Welterbestadt Regensburg gilt heute als die am besten erhaltene mittelalterliche Großstadt Deutschlands. Die lebendigen eng verwinkelten Altstadtgassen, die bis heute erlebbare römische Vergangenheit, der Dom und die Steinerne Brücke begeistern als Meisterwerke des Mittelalters Touristen aus aller Welt. In diesem Jahr macht Regensburg mit seiner groß angelegten Kampagne „#Endlich Regensburg“ Besuchern Lust, die Stadt nach Corona neu zu entdecken. Eines der Highlights 2021: die Bayerische Landesausstellung „Götterdämmerung II – Die letzten Monarchen“, die die Spuren europäischer Herrscherfamilien nachzeichnet. 

Hinaus aus der Stadt und hinein in die Natur: Das Regensburger Land, das die Metropole des Mittelalters umgibt, ist längst mehr als ein Geheimtipp für einen unvergesslichen Urlaub auf zwei Rädern. Als natürliches, fast unberührtes Flusstal schlängelt sich das Tal der Schwarzen Laber durch den Bayerischen Jura: Sie mündet in Sinzing bei Regensburg in die Donau. Neben der Radpassage entlang der Schwarzen Laber gibt es im Regensburger Land zahlreiche weitere Flusstouren, die sich optimal für einen Tagesausflug oder auch einen Kurzurlaub eignen: So laufen beispielsweise die Radwege an Naab und Regen sternförmig auf Regensburg zu. Auch der Donauradweg – er führt von Regensburg aus weiter nach Straubing und Passau bis nach Wien – verläuft durch das Regensburger Land. Besuchermagnete wie die berühmte Walhalla, der Donaudurchbruch bei Weltenburg oder die Befreiungshalle Kelheim liegen am Wegesrand.  Mehr Infos: regensburg.tourismus.de

In Straubing in die Antike radeln 

Flusslandschaft und Geschichte, Gäuboden und Römerschatz: Straubing bietet ebenfalls vielfältigste Möglichkeiten für Ausflüge mit dem Rad. In Begleitung fachkundiger Gästeführer radeln Touristen auf den Spuren von mehr als sieben Jahrtausenden Geschichte. Die Routen durch die Gäubodenstadt sind eine Zeitreise auf zwei Rädern und reichen zurück bis in die Antike: So bietet beispielsweise ein Abstecher in das Gäubodenmuseum Gelegenheit, in die Zeit von vor 2.000 Jahren einzutauchen. Damals war der ostbayerische und oberösterreichische Donauraum für die Römer wichtigste Verteidigungslinie gegen germanische Stämme. Die Tour „Donau im Wandel“ zeigt, wie sich der Lauf von Mitteleuropas längstem Strom im Laufe der Jahrhunderte immer wieder veränderte – zuletzt durch den Bau des Rhein-Main-Donau-Kanals, der an der Schleuse Straubing endet. 
Optimal eignet sich Straubing auch als Ausgangspunkt für Touren in den nahen Bayerischen Wald, Europas größtes Wald-Natur-Schutzgebiet. „Eingebauter Rückenwind“ unterstützt die Besucher beim Anstieg hinauf auf das „Grüne Dach Europas“ – E-Bikes machen es möglich. Begeisterte Elektroradfahrer finden in Straubing beste Voraussetzungen für einen kurzen oder auch ausgedehnten Aufenthalt. Seit Kurzem gibt es direkt im Stadtzentrum einen Akku-Ladeschrank. Darin können die Radler den Akku des E-Bikes anschließen und kostenlos laden. Außerdem hat auch das Gepäck darin Platz. Einem unbeschwerten Bummel durch Straubing steht damit nichts mehr im Wege. Mehr Infos: www.straubing.de/tourismus

Flusslandschaft und Geschichte, Gäuboden und Römerschatz: Straubing bietet ebenfalls vielfältigste Möglichkeiten für Ausflüge mit dem Rad. Foto: obx-news/TVO

Dingolfing: Radeln entlang der „Lebensader“ Isar

Die idyllische Lage inmitten einer alten Kulturlandschaft, herrlicher Natur und an der „Lebensader“ Isar machen auch die Stadt Dingolfing zum perfekten Ausgangspunkt für Radtouren. Diese führen mal in leicht hügeliges Gelände, mal bleiben sie dicht am Fluss oder führen durch den Wald. Sie alle sind familienfreundlich und punkten mit Ruhe, Idylle und viel Grün. Faszinierendes Fluss-Erlebnis vereint unter anderem der beliebte knapp 300 Kilometer lange Isar-Radweg, der im Herzen Dingolfings Outdoor- und Stadtgefühl miteinander verbindet: Insbesondere der renaturierte Bereich zwischen alter und neuer Isarbrücke lässt die Ursprünglichkeit des Flusses zum Vorschein kommen und lädt zum Entspannen und Verweilen ein.  

Auf vier jeweils fünf bis acht Kilometer langen Radtouren können Besucher die Umgebung der „Tuchmacher“-Metropole des Mittelalters erkunden: Sie alle begeistern mit beeindruckenden Panorama-Aussichten – zum Teil über das gesamte Isartal. Als besonderer Geheimtipp gilt der Platz rund um die Kirche St. Leonhard in Oberdingolfing. Weithin sichtbar erhebt sie sich über den Dächern der Stadt an der Isar. Mehr Infos: www.dingolfing.de

Die idyllische Lage inmitten einer alten Kulturlandschaft, herrlicher Natur und an der „Lebensader“ Isar machen auch die Stadt Dingolfing zum perfekten Ausgangspunkt für Radtouren. Foto: obx-news/TVO/Daxl-Eiglsperger

Drei-Flüsse-Stadt Passau: „Radler-Metropole“ im Herzen Europas

Passau liegt nicht nur am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz, sondern ist auch Kreuzungspunkt zweier der beliebtesten Fernradwege im Herzen Europas: des 517 Kilometer langen Innradwegs und des mit allen Etappen von der Quelle bis zur Mündung mehr als 1.200 Kilometer umfassenden Donauradwegs. Dieser führt aus Regensburg kommend unter anderem weiter bis nach Wien und Budapest. 

Passau ist zudem Start- oder Endpunkt der Niederbayerntour Passau-Regensburg. Die Drei-Flüsse-Stadt ist heute für viele Urlauber auf zwei Rädern beliebte „Radlerrast“ ganz nach dem Motto „Nach Passau radeln – und ein paar Tage bleiben“. Passau begeistert mit seinen gemütlichen, oft besonders fahrradfreundlichen Unterkünften, seiner charmant-malerischen Altstadt, seinen Cafés und seiner Geschichte. Mehr Informationen: https://tourismus.passau.de/freizeit-sport/radfahren/

Mit der Bahn anreisen

Ostbayerns Städte bieten viele Möglichkeiten, Entdecker- und Genießertouren auf zwei Rädern mit einer nachhaltigen Anreise zu verbinden: Schnelle, preisgünstige und umweltfreundliche Mobilität eröffnen die Verbindungen mit den bayerischen Bahnen. So können beispielsweise mit dem Bayern-Ticket bis zu fünf Personen einen Tag lang quer durch den Freistaat reisen und die Gegend erkunden. Grundpreis für das Bayern-Ticket sind 25 Euro, jeder zusätzliche Mitfahrer zahlt sieben Euro. Auch die Mitnahme von Fahrrädern ist für sechs Euro für eine Fahrrad-Tageskarte auf vielen Strecken problemlos möglich. Die Planung ist bequem von zuhause möglich: Das Portal „Bayern-Fahrplan“ stellt als komfortable Online-Fahrplanauskunft umfassende Informationen für den öffentlichen Nahverkehr in Bayern und darüber hinaus bereit. Infos: www.bayern-fahrplan.de und www.bahnland-bayern.de/bayern-ticket