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Montag, Juli 15, 2024

Von neun S-Pedelecs erweisen sich acht als „gut“

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S-Pedelecs, schnelle E-Bikes, die mit Motorunterstützung Maximalgeschwindigkeiten zwischen 40 und 45 km/h erreichen, ermöglichen es Pendlern auch längere Strecken zu bewältigen. Wie gut sie tatsächlich sind, hat der Schweizer Automobilclub TCS untersucht. Neun Modelle wurden auf Fahreigenschaften, Handhabung, Antriebssystem, Bremsen und Beleuchtung sowie Qualität getestet. Das Gesamtergebnis fällt weitgehend positiv aus.

In Deutschland wurden laut Zweirad-Industrie-Verband im Jahr 2020 rund 9800 S-Pedelecs verkauft, in der Schweiz waren es im gleichen Zeitraum 25.400 Stück. Der Grund dafür liegt in den rechtlichen Gegebenheiten der deutschen Straßenverkehrsordnung, die hierzulande die Nutzung von S-Pedelecs etwas einschränkt. Es ist beispielsweise in Deutschland verboten, damit Radwege zu nutzen, auch außerorts.

Die Tester vergaben achtmal die Note „gut“, nur ein Rad wurde mit „befriedigend“ bewertet. Testsieger ist das Charger3 Mix Touring HS 2022 von Riese & Müller. Die gute Ausstattung und der hohe Fahrkomfort überzeugen, außerdem verfügt das schnelle E-Bike über gute Bremsen und sehr gute Beleuchtung, inklusive Fern- und Bremslicht. Testverlierer ist das X-Speed von Klever. Das vom Design her auffälligste S-Pedelec zeigt Schwächen bei der Motorenunterstützung. Der Antrieb setzt verzögert ein und hat einen langen Nachlauf. Die Anfahrt an einem steilen Berg gelingt nur mit Mühe, die Bremsen liegen nicht auf dem Niveau der restlichen Modelle im Test, und der Akku lässt sich nur mühsam entnehmen.

Note „befriedigend“: S-Pedelec Klever X-Speed (Foto: Autoren-Union Mobilität/TCS)

Generell zeigt der Test, dass die S-Pedelecs vor allem für Pendelstrecken bis 20 Kilometer gut geeignet sind. Diese Distanz lässt sich ohne übermäßige körperliche Anstrengung bewältigen. Bei längeren Strecken kann aber eine Ladepause nötig sein. Akku-Reichweiten von 50 Kilometern wären daher für eine optimale Nutzung von Vorteil, um auch genügend Strom für den Rückweg zu haben, meint der TCS. Für Fahrten ausschließlich im städtischen Umfeld kann ein langsameres E-Bike bis 25 km/h durch das ständige Stop-and-Go ähnlich schnell sein, bei deutlich geringeren Anschaffungskosten, denn S-Pedelecs haben ihren Preis. Im Test beginnen die günstigsten Modelle bei etwa 4200 Euro.

Wer sich ein S-Pedelec kaufen möchte, sollte unbedingt sein Fahrprofil und die Nutzungsgegebenheiten im Blick haben, rät der ADAC. In Deutschland dürfen die S-Pedelecs nicht auf Fahrradwegen gefahren werden, auch Anhänger für Kinder sind nicht zugelassen. Außerdem braucht ein S-Pedelec eine Kfz-Haftpflichtversicherung, also ein Versicherungskennzeichen und damit den Führerschein der Klasse AM ab 15 Jahren. Auch ein geeigneter Schutzhelm ist vorgeschrieben. (aum)

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