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Donnerstag, Juli 18, 2024

Wie ein Raugraf den Glühwein in Sachsen erfand

Lesestoff

„Man mische und erhitze es“

(DJD). Schlittenfahren, Plätzchenduft und Lichterglanz – all das erheitert uns im Winter. Und wenn es draußen stürmt und schneit, wenn wir über den Weihnachtsmarkt bummeln oder durch die weiße Landschaft wandern, erwärmt ein Getränk Jahr für Jahr die Körper und Herzen: der Glühwein. Ob mit oder ohne Alkohol, weiß oder rot, vollmundig oder fruchtig, ist er hierzulande in aller Munde. Doch woher kommt er? Eine Spur führt ins Elbtal und fast 190 Jahre zurück.

Raugraf von Wackerbarth und seine genussvolle Idee

Im sächsischen Elbtal liegt eine der kleinsten und schönsten Weinregionen Deutschlands. Seit mehr als 850 Jahren prägt der Wein hier sowohl die Landschaft als auch das Leben und bringt dabei so manch genussvolle Entdeckung hervor. Auf Schloss Wackerbarth, im Herzen der Sächsischen Weinstraße gelegen, entstand aus Ideenreichtum und Geschick im Winter 1834 etwas Besonderes: August Raugraf von Wackerbarth suchte im verschneiten Radebeul nach einem wärmenden Getränk. Er nahm weißen sächsischen Wein und fügte Safran, Anis, Granatapfel und weitere exotische Gewürze hinzu. Dann erhitzte er die Flüssigkeit. Ein Geistesblitz, der uns heute noch beglückt. Denn vor etwa zehn Jahren entdeckte man das lange verschollene historische Rezept des Raugrafen im Sächsischen Staatsarchiv in Dresden. Nach eingehender Prüfung durch Historiker war klar, dass es sich dabei um das älteste bekannte Glühweinrezept Deutschlands handelt.

Mit neuem Leben erfüllt

Die Winzer von Schloss Wackerbarth begannen sofort, diese vergessene Tradition wieder aufleben zu lassen. Behutsam passten sie die alte Rezeptur an den heutigen Geschmack an. Aus ausgewähltem sächsischen Weißwein, Traubensaft und fein würzenden Zutaten schufen sie ein feinfruchtiges Wintergetränk mit erlesenem Geschmack. Das Ergebnis ist heute unter dem Namen „Wackerbarths Weiß & Heiß“ bekannt und weit über die Grenzen des Elbtals hinaus bei Weinfreunden und Genießern gefragt. Aber auch vor Ort in aller Munde: Ob bei „Wein & Licht“ oder dem „Manufakturzauber“-Weihnachtsmarkt, die Kombination aus traditionsreichen Wintergetränken und Europas erstem Erlebnisweingut verspricht wahrlich einen Genuss für alle Sinne. So verwandeln die Radebeuler Winzer unter anderem von November bis Februar ihr Weingut und die angrenzenden Weinberge abends in eine strahlende Welt aus Licht, Musik und Genuss. Groß und Klein können dann das romantische Ensemble und ein buntes Kulturprogramm erleben. Kleiner Tipp: Als Weihnachtsgeschenk oder für das eigene Festessen sind die edlen Weine, Sekt-Spezialitäten und wärmenden Gaumenfreuden aus dem Hause Wackerbarth unter shop.schloss-wackerbarth.de erhältlich.

Im winterlichen Ambiente braucht es nur noch eins: Ein Getränk, das Körper und Herz erwärmt. Foto: DJD/Schloss Wackerbarth/Gabriele Hanke
„Man mische und erhitze…“: Das älteste bekannte Glühweinrezept Deutschlands stammt aus dem Jahr 1834. Foto: DJD/Schloss Wackerbarth/So geht sächsisch. – S. Arlt
In winterlicher Atmosphäre wärmende Gaumenfreuden genießen: zum Beispiel auf Schloss Wackerbarth. Foto: DJD/Schloss Wackerbarth/Norbert Millauer
Der Erfinder des Glühweins: August Raugraf von Wackerbarth. Foto: DJD/Schloss Wackerbarth
Für „Wackerbarths Weiß & Heiß“ wurde das älteste bekannte Glühweinrezept Deutschlands behutsam an den heutigen Geschmack angepasst. Foto: DJD/Schloss Wackerbarth/Martin Förster
Europas erstes Erlebnisweingut leuchtet im Winter im Lichterglanz. Foto: DJD/Schloss Wackerbarth/Rene Jungnickel
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