Gesundheitsausgaben der Pflegeversicherung in Bayern haben sich verdoppelt

Neue Zahlen zu Gesundheitsausgaben in den Ländern

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik meldet, stiegen die Gesundheitsausgaben in Bayern von 2018 bis 2019 um 4,8 Prozent auf rund 64 Milliarden Euro. Der Anstieg der Gesundheitsausgaben pro Einwohner in Bayern betrug 4,3 Prozent.

Der größte Ausgabenträger der bayerischen Gesundheitsausgaben war mit einem Anteil von 54,2 Prozent die gesetzliche Krankenversicherung, gefolgt von den privaten Haushalten und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck (15,8 Prozent) und der privaten Krankenversicherung (9,9 Prozent).

Von 2018 bis 2019 stiegen die Ausgaben der sozialen Pflegeversicherung (6,9 Prozent) und der gesetzlichen Krankenversicherung (6,5 Prozent) in überdurchschnittlichem Maße, was die besondere Bedeutung dieser Ausgabenträger schon vor der Corona-Pandemie unterstrich. Deutlich geringer als im Durchschnitt stiegen die Ausgaben hingegen bei der privaten Krankenversicherung (0,9 Prozent) und der gesetzlichen Rentenversicherung (1,2 Prozent).

In den zehn Jahren vor der Corona-Pandemie war ein überdurchschnittlicher Wachstumstrend besonders bei der sozialen Pflegeversicherung zu beobachten: Hier stiegen die Gesundheitsausgaben in Bayern um 104,2 Prozent, während das Wachstum über alle Ausgabenträger hinweg 47,0 Prozent betrug. Das starke Wachstum der Gesundheitsausgaben in der Pflege kann zum großen Teil auf den demografischen Wandel und die damit einhergehende Alterung der Gesellschaft zurückgeführt werden.

Die geringste Steigerung der bayerischen Gesundheitsausgaben von 2009 bis 2019 war mit 22,3 Prozent bei der gesetzlichen Rentenversicherung zu verzeichnen.