Fahrsicherheitstraining mit Ex-Formel 1 Pilot Christian Danner

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    „Aufregend, interessant und vor allem lehrreich“

    Selm / Passau / Haidmühle / Hauzenberg. Kürzlich durften zwei Rettungsdienst-Mitarbeiter der Malteser bei einem Fahrsicherheitstraining der ganz besonderen Art dabei sein – ihr Trainer war kein Geringerer als der frühere Formel 1-Rennprofi Christian Danner.

    Nicht nur Regina Scherz aus Haidmühle und ihr Kollege Daniel Steininger aus Hauzenberg sind ganz begeistert von dieser wohl einmaligen Gelegenheit. Denn nur zehn Rettungsdienstler aus ganz Deutschland konnten teilnehmen. Auch Rettungsdienst-Leiter Werner Kloiber freut sich sehr, dass seine beiden Mitarbeiter diese Chance bekommen haben. „Sie waren das einzige Team aus Bayern. Wir sind sehr stolz und finden es super, dass sie dabei sein konnten. Sie haben ganz bestimmt einen tollen Eindruck hinterlassen“, erklärte er nach deren Rückkehr.

    Auf den ersten Blick passen Rettungswagen und Formel 1 wohl nicht zusammen. Doch, wenn es um das Beherrschen des Fahrzeugs in schwierigen Situationen geht, dann doch. Wenn die Retter einerseits unter Zeitdruck schnell, andererseits aber auch verlässlich und sicher zum Patienten kommen sollen, sind die Fahrerinnen und Fahrer gefordert. Fahrtrainings gehören zur Aus- und Fortbildung von Malteser Rettungskräften dazu. Doch ein Training mit Ex-Formel 1-Rennfahrer Christian Danner ist schon die Ausnahme.

    So gab es vom Profi für die Teilnehmenden wertvolle Tipps und das Vermitteln von Sicherheit beim Führen von kleinen und großen Fahrzeugen. Auf der Strecke eines Forschungs- und Technologiezentrums in Selm/Münsterland setzte sich Danner neben die Retter am Steuer. Sitzposition, Lenkradhaltung und vieles mehr müssen im Fall der Fälle passen.

    Eine der Übungen bestand darin, ganz schnell auf Wasserfontänen zu reagieren (Foto: Malteser)

    Christian Danner lobte die Professionalität der Frauen und Männer im Rettungsdienst. „Die Stresssituation beim Fahren im Rettungsfahrzeug, wo es um Leben und Tod gehen kann, ist ganz anders als normales Fahren. Und danach gilt es, Kranke und Verunglückte sofort zu versorgen. Ich habe riesigen Respekt davor, wie die Rettungskräfte damit so gut klarkommen.“

    Zu Hause wieder angekommen, berichtet Regina Scherz: „Achteinhalb Stunden Anreise und zehn Stunden Heimreise mit dem Zug waren anstrengend, aber der Mühe wert. Die Malteser Deutschland haben sich da etwas wirklich Tolles einfallen lassen.“ Die Trainingsstrecke allgemein sei schon eindrucksvoll gewesen, und das Training mit Christian Danner habe riesigen Spaß gemacht. „Es war aufregend, interessant und vor allem auch lehrreich. Mit seinen Tipps und Tricks hat er uns nicht nur auf der Trainingsstrecke unterstützt, sondern auch unsere Fertigkeiten in Gefahrensituationen bei zukünftigen Einsatzfahrten erweitert“, so die Notfallsanitäterin weiter.

    Sie weiß nun: „Bereits Kleinigkeiten haben bei Gefahrbremsungen großen Einfluss. Es war sehr interessant und auch wichtig, mit Einsatzfahrzeugen an Grenzen zu gehen, zu sehen, wie die Fahrzeuge reagieren und was man dann tun kann. Bei Herrn Danner hat man gemerkt, dass er sein Wissen gerne und mit Leidenschaft an andere weitergibt.“

    Man habe während der drei Tage auch deutlich die Wertschätzung und das Interesse der Malteser gegenüber ihren Mitarbeitern gespürt, wie etwa bei persönlichen Gesprächen mit dem Vizepräsidenten Albrecht Prinz von Croÿ, dem Leiter Notfallvorsorge Markus Bensmann oder dem Referenten Rettungsdienst Nordrhein-Westfalen Jan Finke. „Aber auch die Gespräche und der Informationsaustausch mit Malteser Rettungsdienstlern aus anderen Bundesländern waren interessant und man merkte, dass wir trotz manchen Dialektbarrieren eine Malteser Familie sind“, betont Regina Scherz.

    Auch Daniel Steininger wird die drei Tage in bester Erinnerung behalten. „Mir persönlich hat es sehr viel gebracht. Man konnte etwas ausprobieren mit dem Rettungswagen, wie Bremsmanöver auf rutschiger Fahrbahn oder Ausweichmanöver. So lernt man, wie die Fahrzeuge in gewissen Situationen reagieren.“ Er berichtet auch von einer Übung, bei der Wasserfontänen von unten kamen. „Wir wussten nicht, wann und mussten dann ganz schnell reagieren. Für den Alltag im Rettungswagen waren diese Übungen sehr hilfreich.“

    Auch der Rettungssanitäter lobt Christian Danner und seine Kompetenz: „Er hat sehr gut erklärt, wie man am besten reagiert, bremst und lenkt und was im Gehirn abläuft, wenn bestimmte Situationen auftreten. Er war sehr darauf bedacht, dass er uns etwas beibringen kann und hat sich gefreut, dass er sein Wissen an Rettungsdienstler weitergeben kann. Das war sehr interessant. Man weiß jetzt besser damit umzugehen und fühlt sich damit insgesamt auch sicherer.“

    Regina Scherz und Daniel Steininger mit dem Ex-Formel 1-Piloten Christian Danner (Foto: Malteser)

    Christian Danner habe den Teilnehmern auch den Rat gegeben, ihre Erfahrungen aus dem Sicherheitstraining auch mit ihren Kollegen zu Hause zu kommunizieren. „Damit auch sie etwas davon mitnehmen können“, sagt Daniel Steininger. Auch sein Fazit lautet: „Das war definitiv die 700 Kilometer Fahrt von Passau wert.“

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