Passaus Wirtschaft trifft auf Kommunalpolitik: Herausforderungen anpacken

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    Unternehmer aus Stadt und Landkreis tauschen sich mit OB und Landrat aus

    Passau. Die regionalen Unternehmen haben die Corona-Krise weitgehend gut gemeistert, stehen jetzt aber über alle Branchen hinweg vor zahlreichen bereits bekannten wie auch neuen Herausforderungen. Bei einem von der IHK Niederbayern organisierten Treffen von Unternehmern aus Stadt und Landkreis Passau mit Oberbürgermeister Jürgen Dupper und Landrat Raimund Kneidinger vergangene Woche, standen besonders der Personalmangel, die Zukunft der Ortszentren und das Regionalmarketing im Fokus.

    Die Unternehmer schilderten die aktuelle Situation in ihren Betrieben als durchaus zufriedenstellend. In der Industrie sind die Auftragsbücher gut gefüllt, allerdings dämpfen große Schwierigkeiten in der Beschaffung und die explodierenden Energiepreise die Stimmung. Auch die Vertreter aus Handel, Gastronomie oder Hotellerie berichteten von einem Aufwärtstrend. Die Folgen von Materialknappheit, Lieferengpässen, Mitarbeitermangel und hohen Energiepreisen schlagen aber auch in diesen Branchen voll durch. Von der künftigen Bundesregierung forderten die Wirtschaftsvertreter daher schnell verlässliche Rahmenbedingungen sowie eine nachhaltige, digitale und wettbewerbsfördernde Wirtschaftspolitik. IHK-Präsident Thomas Leebmann appellierte an die Unternehmer, in dieser herausfordernden Zeit kreativ und flexibel zu bleiben sowie, wo möglich, auch regional zu agieren. „Die IHK wird künftig den Austausch mit Politikern auf allen Ebenen noch verstärken, um konkrete Lösungen für die Anliegen der Wirtschaft zu finden“, sagte Leebmann.

    IHK-Hauptgeschäftsführer Alexander Schreiner rückte beim Thema Fachkräftemangel vor allem die Berufsausbildung in den Mittelpunkt, um dem zunehmenden Nachwuchskräftemangel zu begegnen. Landrat Kneidinger verwies auf die „Zusatzkampagne“ des Regionalmanagements von Stadt und Landkreis, die zeigen soll, welche Vorzüge die Region für Arbeitnehmer bietet – vom bezahlbaren Wohnen und Bauen über eine erfolgreiche Firmenstruktur bis hin zu vielfältigen Bildungsmöglichkeiten. Dieser Ansatz, der online unter der Adresse www.wirtschaftsregion-passau.de sichtbar wird, solle weiterverfolgt und noch intensiviert werden.

    Zu einer attraktiven Region gehörten auch attraktive Zentren, betonte Oberbürgermeister Dupper. Das Zusammenspiel von Handel, Gastronomie, unterschiedlichen Dienstleistern sowie Kultur und Events mache eine lebendige Innenstadt aus. Diese Struktur solle noch stärker gefördert werden. Gerade die Corona-Krise habe den Wandel in der Innenstadt beschleunigt und verschärft, betonte auch Schreiner – hier müsse aktiv gegengesteuert werden. „Dazu gehört, den ansässigen Betrieben, ihren Mitarbeitenden und deren Berufen wieder mehr Wertschätzung entgegenzubringen. Diese leistungsstarken Unternehmen müssen in den Innenstädten gehalten werden“, bekräftigte IHK-Präsident Leebmann. Einigen Nachholbedarf sehen die Unternehmen in der Region außerdem bei Themen wie einem leistungsfähigen Straßennetz, der E-Ladeinfrastruktur, der Überbürokratisierung oder der Flächennutzung. Beschleunigte und vereinfachte Planungs- und Genehmigungsverfahren sind hier eine zentrale Forderung der Wirtschaft auch an die Lokalpolitik.

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