DGB Deggendorf fordert Solidarität ein

"Mit Abstand z'amhalten", der DGB-Kreisverband Deggendorf fordert Solidarität ein (Foto: DGB)

Deggendorf. Für den DGB-Kreisverband Deggendorf steht fest, dass wir nur solidarisch aus der Krise kommen. Gemäß dem Motto „mit Abstand z’amhalten“ appellierten die Gewerkschafter:innen, den Begriff der Solidarität ernst zu nehmen.

Noch hat uns die Corona-Krisse fest im Griff, und nur gemeinsam werden wir die Krise überwinden. Solidarität ist unser Kitt als Gesellschaft. Die Notwendigkeit eines aktiven Staates und der sozialen Sicherungssysteme wurde für viele Menschen so sichtbar, wie seit vielen Jahren nicht mehr.

Thomas Müller, Vorsitzender DGB-Kreisverband Deggendorf

Weiter forderte Müller: „Millionen Menschen sind in Kurzarbeit und viele bangen um ihre Jobs. Ob die Solo-Selbstständigen, Veranstaltungstechniker:innen, der Einzelhandel, Künsterlinnen und Künstler und viele andere mehr stehen kurz vor der Insolvenz. Hier müssen die staatlichen Unterstützungen endlich zielgerichtet und auch unbürokratisch greifen. Wir wollen keine leeren Innenstädte, und wir wollen auch ein Kunst- und Kulturangebot nach der Pandemie. Wir müssen also durch verschiedene Maßnahmen jene unterstützen, die unsere Hilfe brauchen. Natürlich steht die Gesundheit aller an erster Stelle, deshalb müssen wir vernünftig mit der Situation umgehen. Solange diese Menschen ihre Berufe aufgrund des Infektionsgeschehens nicht ausüben können, brauchen sie unsere Solidarität.“

Im weiteren Verlauf wurden der verschleppte Impfstart, die fehlende Digitalisierung an Schulen und die Überlastung der Eltern, das komplizierte Verfahren, um überhaupt Wirtschaftshilfen beantragen zu können, kritisiert. „Bei großen Unternehmen ist es kein Problem, auf die Schnelle ein paar Milliarden zur Verfügung zu stellen, aber der kleine Händler muss monatelang auf das Geld warten, wenn er denn überhaupt anspruchsberechtigt ist“, ergänzte Susanne Ritzinger.

Andreas Schmal, Geschäftsführer der DGB-Region Niederbayern richtete den Blick auf die Situation der Beschäftigten im Gesundheitswesen: „Unser Gesundheitssystem musste und muss weiterhin gewaltige Belastungen stemmen. Die Hauptlast tragen dabei die Beschäftigten. Es hat sich gezeigt, dass die Privatisierungen der vergangenen Jahre der falsche Weg waren und die öffentliche Daseinsvorsorge Krisen stemmen kann und muss. Alle im Gesundheitssystem Beschäftigten haben während der Pandemie Großartiges geleistet, und das muss endlich Anerkennung finden. Nicht nur im Entgelt, sondern vor allem auch durch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen durch mehr Personal!“