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Dienstag, Juli 16, 2024

„…sie trägt den ewigen Jugendkeim in sich“

Lesestoff

Franz Schuberts „Große C-Dur Symphonie“ mit dem Orchester des Passauer Konzertvereins

(von Tobias Schmidt)

„Die Symphonie hat denn unter uns gewirkt wie nach den Beethoven’schen keine noch. Künstler und Kunstfreunde vereinigten sich zu ihrem Preise, und vom Meister, der sie auf das Sorgfältigste einstudiert, daß es prächtig zu vernehmen war, hörte ich einige Worte sprechen, die ich Schubert hätte bringen mögen, als vielleicht höchste Freudenbotschaft für ihn. Jahre werden vielleicht vergehen, ehe sie sich in Deutschland heimisch gemacht hat; daß sie vergessen, übersehen werde, ist kein Bangen da; sie trägt den ewigen Jugendkeim in sich.“

So schrieb der Komponist Robert Schumann 1840 in der Neuen Zeitschrift für Musik begeistert über die Große C-Dur Symphonie von Franz Schubert. Im Deutschverzeichnis trägt sie die Nummer 944; die Einsortierung unter die vollendeten und unvollendeten Schubert-Sinfonien als „Nr. 8“ besteht noch nicht sehr lange. Etwa 1825 in Reaktion auf Ludwig van Beethovens späte Sinfonien entstanden, war sie zu schwer und zu groß dimensioniert für den Musiknachwuchs befunden worden, weshalb die Partitur zunächst im Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien verschwand.

Schuberts älterer Bruder Ferdinand gab sie gemeinsam mit Schumann dem Verlag Breitkopf & Härtel. Die Uraufführung des etwa einstündigen Orchesterwerks folgte schließlich am 21. März 1839, also zehneinhalb Jahre nach Franz Schuberts frühem Tod, im Leipziger Gewandhaus unter Leitung von Felix Mendelssohn-Bartholdy (dem im Text erwähnten „Meister“).

Im einhundertsten Jahr seines Bestehens will der Passauer Konzertverein diesen musikhistorischen Meilenstein auch dem Passauer Publikum bei einem Konzert am Samstag, 6. April um 19 Uhr im Großen Rathaussaal der Stadt Passau näher bringen. Der musikalische Leiter Dr. Markus Eberhardt wird den ersten Teil des Abends daher als Gesprächskonzert gestalten, in dem er einerseits wesentliche Charakteristika der Sinfonie anhand von Klangbeispielen erläutert und andererseits auch Bezüge zu anderen Werken aufzeigt. Nach der Pause erklingt das Werk gespielt vom Orchester des Passauer Konzertvereins schließlich komplett.

Karten zu 18,- beziehungsweise 15,- Euro an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie an der Abendkasse.  

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