Auf dem Tisch stillt er mit exotischen Accessoires das Fernweh (Foto: Blumen - 1000 gute Gründe)

Die ideale Zimmerpflanze

… ist pflegeleicht, gesund und grün. 5 Gründe, die den Bogenhanf zur neuen Trendpflanze machen

Straelen. Wohn man auch schaut – auf den angesagten Interiobildern in Blogs und Zeitschriften gehören Zimmerpflanzen heute immer dazu. Aber nicht jeder möchte oder kann sich so intensiv um seine grüne Dekoration kümmern. Der Bogenhanf (Sansevieria) ist deshalb eine der neuen Trendpflanzen. Sein ausdrucksstarker Wuchs, die leichte Pflege, dazu noch luftverbessernde Eigenschaften: Es gibt wahrscheinlich 1000 gute Gründe, sich einen Bogenhanf ins Haus zu holen – hier kommen die Top 5 davon.

Nicht durstig

Bogenhanf ist eine Pflanze aus der Familie der Sukkulenten, stammt aus den Wüstengegenden Westafrikas und ist entsprechend genügsam. Da sie Wasser in ihren Blättern speichert, darf man auch ruhig mal das Gießen vergessen, ohne dass die Pflanze es übelnimmt. Tatsächlich ist wenig Wasser hier besser als zu viel – Staunässe kann die Wurzeln faulen lassen, in den Blatttrichtern sollte deshalb ebenfalls keine Nässe stehen bleiben. Um die Blätter zu entstauben, eignet sich daher ein trockenes oder leicht feuchtes Staubtuch besser, als eine Brause.

Nicht hungrig

Auch sonst sind die Ansprüche von Bogenhanf gering: Dünger braucht er nur selten, am besten einmal monatlich etwas Kakteendünger sparsam dosiert, aber nur von März bis Oktober. Frisch umgetopften Exemplaren reichen sogar die Nährstoffe in der Erde für bestimmt ein Jahr völlig aus. Dabei sollte man die Sansevieria gar nicht so oft umtopfen: Erst wenn die Wurzeln den Topf schon fast sprengen, ist es Zeit für die nächste Topfgröße.

Die Blätter können je nach Sorte verschiedene Zeichnungen haben. Generell wird Bogenhanf in der Sonne eher heller (Foto: Blumen – 1000 gute Gründe)

Fühlt sich drinnen wohl

Als Wüstenpflanze kommt Bogenhanf mit fast jedem Standort im Haus klar. Sonnige, warme Plätze mag er besonders gern, aber auch weiter weg vom Fenster oder in einer schattigeren Zimmerecke wächst er noch zufriedenstellend. Trockene Heizungsluft, die für viele andere Zimmerpflanzen oft ein Problem ist, stört den Bogenhanf nicht. Das Einzige, was er nicht verträgt: Temperaturen unter 15 Grad – aber die haben wir im Haus ohnehin selten.

Sorgt für gutes Klima – sogar nachts!

Die Sansevieria gilt als effektiver Luftverbesserer. Sie filtert Schadstoffe wie Formaldehyd oder Benzol aus der Raumluft und gibt dabei Sauerstoff ab. Da sie sogar nachts Sauerstoff produziert, eignet sie sich auch gut fürs Schlafzimmer.

Passt zu allem

Die Bogenhanf-Arten haben zwar grundsätzlich einen ähnlichen Wuchs, dennoch gibt es viele Formen und Farben. Für eine formale Gestaltung eignen sich zum Beispiel die straff nach oben wachsenden Arten mit einem runden Durchmesser. Natürlicher wirken die Formen mit teilweise gedrehten flachen Blättern. Silbrige Blätter passen gut zu einem eleganten Stil, gemusterte lockern die Einrichtung auf. Die kleinen Arten machen sich auch gut auf dem Tisch, zum Beispiel mit einer maritimen Dekoration mit Muscheln oder exotischen Accessoires. Große Kübelpflanzen – die Blätter können bis zu einem Meter hoch wachsen und die Pflanze legt im Umfang immer weiter zu, wenn man sie nicht teilt – machen sich auf dem Boden vor einem Fenster oder einer Wand gut.

Bogenhanf fügt sich mit seinem satten Grün gut in eine moderne Einrichtung ein (Foto: Blumen – 1000 gute Gründe)

Und noch ein Bonus: Wenn sich die Sansevieria an ihrem Platz wohlfühlt, kann sie sogar blühen. Die weißen Blüten erscheinen dann an einem eigenen schmalen Zweig und duften intensiv. Etwas aufpassen sollte man allerdings mit dem klebrigen Saft, den sie abgeben. Bei so vielen Vorteilen gibt es natürlich auch einen kleinen Wermutstropfen: Bogenhanf ist leider giftig. Mit kleinen Kindern und auch Haustieren, die sich gerne an Pflanzen vergreifen, sollte man also vorsichtig sein.

Welche tollen Zimmerpflanzen es noch gibt und wie man sie am besten in Szene setzt, wissen die grünen Expertinnen und Experten der Initiative „Blumen – 1000 gute Gründe“. Unter www.1000gutegruende.de findet man jede Menge Pflanzenportraits und Do-It-Yourself-Ideen rund um Blumen und Pflanzen.