Eier sortieren – ergonomisch und gesund

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    Auf die Haltung kommt es an. Das ist die Devise bei stehenden Tätigkeiten in der grünen Branche. So ist auch im Legehennen-Betrieb bei länger dauernden Sortier- und Abpackarbeiten auf eine gesunde und ergonomische Körperhaltung zu achten. Denn sie hat Einfluss auf Wirbelsäule, Hüft-, Knie- und Fußgelenke und kann zu Fehlhaltungen und Muskelverspannungen führen.

    Ein Arbeitsplatz ist dann ergonomisch gestaltet, wenn ein angenehmes Arbeiten möglich ist und keine Gesundheitsbelastungen verursacht werden. Ein wichtiger Aspekt für gute Körperhaltung beim Eier-Sortieren bzw. Abpacken ist die richtige Arbeitshöhe. Die Arbeiten müssen in aufrechter und nicht gebeugter Haltung durchgeführt werden können. Grundsätzlich sind zwar die sich möglicherweise entwickelnden Fehlhaltungen zunächst funktional und damit reversibel. Aber auf lange Zeit gesehen können sich auch chronische Probleme des Bewegungsapparates entwickeln.

    Ein guter Prüfansatz beim Eiersortierplatz ist, darauf zu achten, dass während der meisten Zeit die Armbeugen zu 90 Grad abgewinkelt sind bei gleichzeitig hängenden Schultern.

    Daher ist der Arbeitsplatz individuell je nach Körpergröße einzurichten und für kleinere Personen ggf. zu erhöhen, zum Beispiel mit einem Podest. Somit kann eine empfohlene mittlere Arbeitshöhe von 105 cm +/- 5 cm eingestellt werden.

    Von Vorteil ist auch, wenn die Arbeitshaltung regelmäßig gewechselt werden kann. Zum Beispiel, indem man zwischendurch auch eine Stehhilfe in Anspruch nimmt oder abwechselnd die Beine auf ein Trittpodest stellt. Arbeitgeber haben dabei laut Betriebssicherheitsverordnung darauf zu achten, dass sie ergonomische Arbeitsmittel zur Verfügung stellen, die in geeigneter Arbeitshaltung verwendet werden können. Durch genug Bewegungsräume muss auch ein Wechsel zwischen Stehen, Sitzen und Gehen möglich sein, der zur Entlastung beitragen kann.

    Auf die Haltung kommt es an: Die Außendienst-Mitarbeiterin prüft den Eiersortierplatz auf Ergonomie (Foto: SVLFG)

    Neben der richtigen Arbeitshöhe und genug Bewegungsabwechslung spielt auch die Bodenbeschaffenheit eine Rolle. Anti-Ermüdungsmatten können eingesetzt werden. Damit werden zusätzlich auch Beine und Füße geschont. Die rutschfesten Kunststoffmatten sind antistatisch und ermöglichen bequemeres – und im Winter auch warmes – Stehen auf den oft harten, kalten Hallenböden. Der Einsatz dieser ergonomischen Matten erfüllt damit laut Arbeitsstättenverordnung und nach den Technischen Regeln für Arbeitsstätten die Anforderung an Arbeitsräume und Arbeitsstätten in Arbeitgeberbetrieben. Bei stehenden Tätigkeiten über einen Zeitraum von länger als vier Stunden sind wärmedämmende und elastische Fußböden vorzusehen.

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