Wanderungsbilanz Bayern 2020

Bayern. Im Jahr 2020 zogen erneut deutlich mehr Personen nach Bayern als abwanderten. Der Saldo aus Zu- und Fortzügen betrug von Anfang Januar bis Ende Dezember insgesamt 33 238 Personen. Damit lag der Wanderungsgewinn jedoch unter dem des Vorjahres, als noch 58 548 Personen mehr zu- als fortzogen. Den größten Teil des Wanderungsgewinns erzielte der Freistaat gegenüber dem Ausland mit einem Plus von 30 993 Personen. Aus dem restlichen Bundesgebiet sind im Jahr 2020 2 245 Personen mehr nach Bayern zu- als fortgezogen.

Aus dem Ausland zogen im abgelaufenen Berichtsjahr 208 217 Personen nach Bayern, aus dem restlichen Bundesgebiet 114 784 Personen. Von den Fortziehenden verließen 177 224 Personen den Freistaat in Richtung Ausland, während 112 539 ins restliche Bundesgebiet zogen. Gegenüber dem Ausland erzielte Bayern im Jahr 2020 somit einen Wanderungsgewinn in Höhe von 30 993 Personen, gegenüber dem restlichen Bundesgebiet in Höhe von 2 245 Personen. Insgesamt lag der Wanderungsgewinn im Jahr 2020 knapp 25 000 Personen unter dem des Vorjahres, als noch 55 548 Personen (Ausland: +55 245, restliches Bundesgebiet: +3 303) mehr zu- als fortgezogen sind.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, entfielen 76 Prozent des Wanderungsüberschusses gegenüber dem Ausland auf Personen mit einer europäischen Staatsangehörigkeit (+23 647), darunter 40 Prozent mit einer EU-Staatsangehörigkeit (+9 552). Gut ein Fünftel (+5 587) des positiven Wanderungssaldos mit dem Ausland ist auf Personen mit einer asiatischen Staatsangehörigkeit zurückzführen, knapp drei Prozent (+803) auf Personen mit nord- oder südamerikanischer Staatsangehörigkeit und etwas über vier Prozent (+946) auf Personen mit einer afrikanischen Staatsangehörigkeit.

Betrachtet man einzelne Staatsangehörigkeiten, so gab es im Jahr 2020 die höchsten positiven Auslandswanderungssalden bei Personen aus Rumänien (+7 307), gefolgt von Personen aus Kroatien (+3 264), dem Kosovo (+3 239), aus Bosnien Herzegowina (+3 106) sowie bulgarischen (+2 688) und syrischen (+2 232) Staatsangehörigen.

Auf Regierungsbezirksebene konnten trotz Pandemie alle Bezirke ein Wanderungsplus verbuchen.