Südbayerns SimRacer rücken weiter vor

Durch saubere Fahrmanöver und nervenaufreibende Zweikämpfe konnten die Rennen der Ligen 3 bis 1 im italienischen Imola bei den Fans punkten (Screenshot: ADAC)

Weniger Crashs und mehr Zweikämpfe beim 2. Event des ADAC SimRacing Cups

Zwei erste adrenalingeladene Rennen haben die SimRacing Piloten der fünf Ligen im ADAC SimRacing Cup auf einer nicht einfachen, aber sehr spannenden Strecke im Oulton Park hingelegt. Dort konnten die Fahrer des Cups ihren Rhythmus noch nicht richtig finden. Doch ganz anders sah das in der vergangenen Woche im italienischen Imola aus. Dort konnten sich die SimRacer mit wesentlich weniger Crashs und Abflügen auf saubere Überholmanöver und Positionskämpfe konzentrieren.

Marcel Paula kämpft sich in Liga 3 vor

Nach dem unglücklichen Aus bereits im ersten Rennen der Saison in Oulton Park konnte der einzige südbayerische Vertreter, Marcel Paula (Scuderia Lechfeld), der Liga 3 in Imola ein solides Rennen abliefern. Er startete als Vorletzter, was sein Glück war, denn so konnte er den beiden Unfällen direkt beim Start auf den vorderen Rängen entgehen und landete auf Rang 23 hinter dem Safety Car. Beim Re-Start kann er seine Position verteidigen und kommt als 21. ins Ziel.
Im zweiten Rennen startet Paula als 26. und kann innerhalb des Rennens noch zwei Positionen weiter nach vorne fahren. In den letzten fünf Minuten verliert er jedoch einige Ränge und wird 31. In der Gesamtwertung findet er sich nun auf der 32 wieder.

Spannende Überholmanöver in Liga 2

Am Mittwochabend gingen die 33 Starter der Liga 2 ins Rennen. Bereits beim Qualifying wurde klar: Den drei Südbayern Nikolas Uenzen (Scuderia Lechfeld), Sebastian Burkhart (AC Babenhausen) und Johannes Wittenbeck (RG Rosenheim) liegt die Strecke dieses zweiten Events um einiges besser als die des ersten. Beim rollenden Start bricht zuerst Chaos aus und endet sogar mit einem Überschlags-Crash, doch Uenzen und Burkhart können dem entgehen und gewinnen dadurch sogar jeweils zwei und vier Ränge. Wittenbeck legt einen Traum-Start hin und kann so einige Plätze gewinnen. Nikolas Uenzen und Kevin Klein liefern sich einen spannenden und nervenaufreibenden Kampf um den zehnten Platz, aber der südbayerische Pilot kann sich behaupten und sogar etwas später den vor ihm liegenden Franz-Josef Neekamp überholen. Er landet so auf dem achten Platz und kann dort auch das Rennen zu Ende bringen. Nach einem souveränem Rennlauf steht Burkart am Ende auf der 14 und Wittenbeck auf 27.

Durch die umgekehrte Startreihenfolge der ersten zehn SimRacing Piloten startet Uenzen im zweiten Rennen als Vierter. Sein Spitzen-Start verhilft ihm zum Podiumsplatz und auch die anderen aus der Südbayern-Riege verbessern ihre Positionen. Uenzen liefert sich schließlich mit Mittendorfer einen spannenden Zweikampf um den dritten Platz, wobei er sich gegen den späteren Rennsieger geschlagen geben muss. Er verliert weitere zwei Positionen an den Gewinner und den Zweitplatzierten des ersten Rennens Gunnar Miesen und Carsten Gieseler und bringt sein Auto als Siebter über die Ziellinie.

Burkhart kann sich bis auf den neunten Rang vorkämpfen, wird dann in ein Fünfer-Pulk gedrängt, kann sich dort aber stark behaupten und verliert nur eine Position. Letztendlich kommt er als 13. ins Ziel. Wittenbeck kommt ohne größere Vorfälle als 29. über die Ziellinie.
Mit diesem Ergebnis schiebt sich Nikolas Uenzen bis auf den elften Platz in der Meisterschaft nach vorne. Burkhart verbessert sich ebenfalls um sechs Plätze und ist Fünfzehnter. Wittenbeck ist weiterhin auf dem Rang 30.

In allen Ligen verliefen die Rennen in Imola um einiges ruhiger als vor ein paar Wochen im Oulton Park. Durch weniger Crashs konnten sich die Fahrer voll und ganz auf die Positionskämpfe konzentrieren (Screenshot: ADAC)

Rennentscheidende Boxenstopps

Das 2. Event des ADAC SimRacing Cups 2021 in Imola beendete die Liga 1 am Donnerstag. Schon im Qualifying zeigt der Unterschied von gerademal 1,1 Sekunden zwischen dem Erstplatzierten und dem 24., wie nah die Fahrer zusammenliegen. Erik Enders (MC Diessen) kann sich im Qualifying den achten Startplatz sichern. Uenzen geht als 25. und Peter Anderl (AC Bavaria) als 31. in das erste Rennen.

Enders liefert sich schon kurz nach Rennbeginn einen spannenden Zweikampf mit Hubertus Vier, muss jedoch seine achte Position aufgeben und gerät dann in ein sehr dichtes Fahrerfeld. Nach einem Fahrfehler kann er das Auto zwar noch abfangen, kurz darauf wird er jedoch in einem dreier-Pulk von der Strecke geschoben und landet mit einem Vollschaden im Kiesbett. Uenzen kann das Rennen beenden und Anderl kämpft sich bis zum Rennende zwei Positionen nach vorne.

Auch das zweite Rennen ist nicht minder spannend. Uenzen kann nach dem Start direkt 4 Positionen aufholen und arbeitet sich vom dortigen Rang 19 weiter vor. Anderl kommt ebenfalls auf die 22 nach vorne und auch Enders rollt direkt zu Anfang das Feld von hinten auf. Er legt bereits nach knapp 15 Minuten den Pflichtboxenstopp ein, kommt als letzter ins Feld und hat damit freie Fahrt. Seine Früh-Stopp-Strategie zahlt sich aus, denn er kann damit als Elfter die Ziellinie überqueren. Uenzen ist einer der letzten in der Box und setzt sich damit auf den 16. Platz. Er behauptet zu Rennende einen sehr guten 15. Rang für sich und Anderl schließt das zweite Rennen in Imola als 26. ab.

Damit erlangen Uenzen und Enders die Plätze 13 und 14 in der Gesamtwertung. Anderl ist nach diesem 2. Event auf der 29.

(Quelle: ADAC)

Weitere Informationen zum ADAC SimRacing Cup finden Sie auf der offiziellen Webseite unter adacsimracing-cup.de.
Alle Rennen live und zum Nachschauen gibt es auf dem ADAC Youtube Kanal.