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Montag, Juli 22, 2024

Nachfolger gesucht, um Erfolgreiches weiterzuentwickeln

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37.000 Betriebe, mehr als 200.000 Mitarbeiter, ein Drittel aller Lehrlinge – das ostbayerische Handwerk steht gut da und ist ein attraktiver Arbeitgeber. Damit es auch in Zukunft erfolgreich sein kann, braucht es Fachkräfte und Unternehmer, die einen Betrieb führen und weiterentwickeln können. Denn von den rund 37.000 Handwerksbetrieben in Niederbayern und der Oberpfalz stehen in den nächsten zehn Jahren bis zu 11.000 potentiell zur Übergabe an. In diesen 30 Prozent aller Betriebe sind die Inhaber 55 Jahre und älter. Das geht aus dem „Nachfolgereport für das Handwerk in Ostbayern“ hervor, den die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz veröffentlicht hat. Für den Nachfolgereport wurden die Mitglieder der Handwerkskammer unter anderem gefragt, ob sie in nächster Zeit eine Betriebsübergabe planen, wie sie sich darauf vorbereiten und welche Hürden einer erfolgreichen Übergabe im Weg stehen.

Das am häufigsten genannte Problem bei einer Betriebsübergabe ist die Suche nach einem geeigneten Nachfolger. Als weitere Hürde bezeichneten die Unternehmer beispielsweise die Ermittlung des Unternehmenswerts. Finanzierungsprobleme gibt es dagegen nur sehr selten. „Nicht immer kann ein Betrieb innerhalb der Familie übergeben werden. Was sich für die Betriebe oft als große Herausforderung herausstellt, kann für Menschen mit entsprechendem Know-how eine verantwortungsvolle Chance sein“, sagt Andreas Keller, Bereichsleiter Beratung von der Handwerkskammer. Gerade jungen Meistern oder Quereinsteigern eröffneten sich bei einer Betriebsübernahme zukunftsträchtige Potentiale.

Von den befragten Betrieben plane jeder vierte demnächst eine Übergabe oder die Schließung. Dabei habe die Mehrheit der Betriebe noch keine konkreten Maßnahmen zur Übergabe geplant oder eingeleitet. „Insbesondere sehr kleine und größere Betriebe haben hier Nachholbedarf“, so Keller. Am besten vorbereitet seien mittelgroße Betriebe. Hauptinformationsquelle sei für die meisten Unternehmer der Steuerberater, gefolgt von den Beratern der Handwerkskammer. Größere Betriebe nutzten dagegen eine breitere Informationsbasis. Nur ein Viertel der Betriebe hat eine konkrete Vorstellung, in welcher Form eine Übergabe vonstattengehen soll. „Verkauf des Gesamtbetriebs und Schenkung sind die am häufigsten gewählten Übergabeformen, wobei Kleinstbetriebe in der Regel verkaufen wollen und größere Betriebe überwiegend die Schenkung und damit die Übergabe innerhalb der Familie bevorzugen“, sagte der Bereichsleiter.

„Grundsätzlich gilt: Steht eine Übergabe oder Übernahme an, ist guter Rat gefragt“, weiß Andreas Keller und bietet Übergebern und Nachfolgern die kostenfreie und umfassende Beratung durch die Handwerkskammer an. Auch die kammereigene Betriebsbörse, die Übergeber und Übernehmer zusammenbringt und dabei kostenfrei, neutral, unverbindlich sowie auf Wunsch vertraulich ist, kann dabei helfen, dass erfolgreiche Betriebe gut weitergeführt werden können. Weitere Infos zur Betriebsbörse im Internet unter www.hwkno.de/betriebsboerse.

Der ausführliche Nachfolgereport online unter www.hwkno.de/nachfolgereport.

(Mitteilung, Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz)

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