Mütter-Schulen helfen bei der Erziehung für den Frieden

Team 'MotherSchools" (Screenshot: Gemeinsam leben und lernen in Europa e.V.)

Passau. Mütter sind der Schlüssel, um Kinder zu friedvollen Menschen zu erziehen. Sie zu stärken und zu unterstützen ist die beste Prävention vor Radikalisierung. Aus diesem Grund gibt es die „MotherSchools: Parenting for Peace“, die 2012 ins Leben gerufen wurden. In der Schulung lernen Mütter mehr über die psychologische Entwicklung ihrer Kinder. Sie bekommen Tipps, wie sie mit ihren Kindern gut kommunizieren und sie positiv beeinflussen können. Sie erfahren, wie die Erziehung besser klappt, wie sie ihre Kinder erreichen, wenn diese sich abkapseln und gefährliche Einstellungen entwickeln. Insgesamt sollen Mütter gestärkt werden, ihre Kinder vor radikalen oder extremen Ideen und Einflüssen zu schützen. Die MotherSchools bieten zudem den Müttern die Gelegenheit, sich mit anderen Müttern auszutauschen, sich gegenseitig zu unterstützen und voneinander zu lernen.

Entwickelt wurden die MotherSchools von der gemeinnützigen Organisation „Frauen ohne Grenzen“ (wwb.org) mit Sitz in Wien und München. Die Mütter-Schulen gibt es mittlerweile in 16 Ländern weltweit. Das Bayerische Sozialministerium hat das Projekt 2017 nach Deutschland geholt und fördert seither dessen Umsetzung an mehreren Standorten im Freistaat. Seit diesem Jahr werden die MotherSchools auch in Passau und der Region angeboten. Sie werden vom gemeinnützigen Verein „Gemeinsam leben und lernen in Europa e.V.“ organisiert. Die erste Schulungsreihe soll schon Ende Juni starten. Die Schulungen werden von den Trainerinnen Petra Ueberham, Lisa Schachner und Charlotte Klaster geleitet und von Zahra Lalzad dokumentiert.

„Mütter, die stark sind, sind gut für unsere Welt!“, ist Petra Ueberham überzeugt. „Und Mütter werden stärker, wenn sie sich gemeinsam an ihre Fähigkeiten und Kraft erinnern“, ergänzt sie ihre Kollegin Charlotte Klaster. Für das Organisatorische sind Perdita Wingerter und Patricia Vásquez Covarrubias verantwortlich, die aktuell noch von Veronika Lehmann unterstützt werden. „Wenn es interessierte Mütter gibt oder wenn sie eine Mutter kennen, für die diese Schulung interessant ist, dann melden Sie sich bei mir“, bietet Patricia Vásquez an. „Ich erkläre dann alles ganz genau in einem persönlichen Gespräch.“

Insgesamt gibt es 10 Schulungstermine mit 2 bis 3 Stunden. „Wir richten uns da ganz am Bedarf der Mütter, wann die Schulungen konkret stattfinden. Zudem organisieren wir Kinderbetreuung und bei Bedarf können wir auch Reisekosten zu den Schulungen übernehmen bzw. den Transport organisieren. Auch Übersetzerinnen könnten wir bei Bedarf einsetzen, wobei die Mütter schon etwas Deutsch verstehen und sprechen können sollten“, erläutert Perdita Wingerter das Angebot.

Das Angebot richtet sich an Mütter mit und ohne Migrations- bzw. Fluchthintergrund, die Kinder im Alter zwischen 12 und 27 haben. Es ist für die Teilnehmerinnen kostenlos. „Friede beginnt im Herzen. Und die MotherSchools tragen einen wertvollen Teil dazu bei, dass Familien ihren Frieden finden“, ist sich Trainerin Lisa Schachner sicher. Da stimmt ihr auch Zahra Lalzad zu: „Es ist ein Schritt in die Richtung einer Welt, in der unsere Kinder glücklich zusammenleben.“

Kontakt
Verein „Gemeinsam leben und lernen in Europa e.V.“
Patricia Vásquez
Leopoldstr. 9
94032 Passau
Telefon 0851 21327 38
info@gemeinsam-in-europa.de