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Samstag, April 20, 2024

„Nie wieder“ ist jetzt – Demonstration in Waldkirchen

Lesestoff

Demonstration für Demokratie und Vielfalt am Samstag, 24. Februar auf dem Marktplatz in Waldkirchen

„Nie wieder“ ist jetzt – für Demokratie und Vielfalt: Unter diesem Motto findet in Waldkirchen eine Demonstration am Samstag, 24. Februar, statt. Das Datum ist bewusst gewählt und hat Symbolkraft, denn es ist der zweite Jahrestag des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Nach der Demo im Stadtzentrum ist eine Kundgebung mit mehreren Redebeiträgen geplant, unter anderem von Publizist Stefan Dietl und Kabarettistin Luise Kinseher.

Warum findet die Demo statt? Und warum dieses Motto?

Die Demokratie mit Meinungsfreiheit und Mehrparteiensystem ist das Wertvollste, das die deutsche Gesellschaft hat. Vielen Menschen ist in jüngster Zeit bewusst geworden, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist und dass die Demokrati gegen Nationalismus, völkische Fantasien und faschistische Machtergreifungspläne verteidigt werden muss. Meinungsfreiheit bedeutet, dass jede Person seine persönlichen und politischen Ansichten äußern kann. Und doch gibt es dabei eine klare Einschränkung: Die Grenze des Sagbaren ist erreicht, wenn die Würde von anderen Menschen angegriffen und verletzt wird. Gemäß der freiheitlich-demokratischen Grundordnung hat jeder Mensch einen Anspruch auf Achtung – einfach, weil er ein Mensch ist. Das Grundgesetz garantiert dies ganz bewusst nach den Gräueln des Nationalsozialismus im ersten Satz: Die Würde des Menschen ist unantastbar! Kein Mensch darf wie eine Sache behandelt oder seiner Rechte beraubt werden. Alle Menschen sind wertvoll. Diese gleichberechtigte Vielfalt des Menschseins wird allerdings zunehmend und in besorgniserregendem Ausmaß von rechtsextremistischen Personen und Parteiverbänden sowie faschistischen Netzwerken in Frage gestellt. Für sie sind bestimmte Personen oder Personengruppen weniger wert als andere, weshalb Hass und Hetze geschürt werden und sogar von Massendeportationen fantasiert wird.

Diese Entwicklung hat in Waldkirchen – wie in vielen anderen Orten und Städten auch – eine noch nie dagewesene Solidaritätsbewegung ausgelöst. Mehr als 20 Köpfe aus den verschiedensten gesellschaftlichen und politischen Bereichen haben sich spontan zusammengetan, um eine Demonstration mit Kundgebung auf die Beine zu stellen und allen demokratie- und menschenfeindlichen Tendenzen entgegenzutreten. »“Nie wieder“ ist jetzt – für Demokratie und Vielfalt« ist Motto und Botschaft zugleich.

Wer steht dahinter?

Offizielle Veranstalterin ist die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), Diözesanverband Passau. Weiter stehen hinter der Aktion bisher folgende Mitveranstaltende/Unterstützende:

• Deutscher Gewerkschaftsbund Freyung-Grafenau (DGB)
• Caritasverband für die Diözese Passau e.V.
• Diözesanrat der Katholiken im Bistum Passau
• Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)
• Pfarrverband Waldkirchen
• Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Freyung-Waldkirchen
• SPD Waldkirchen
• Katholischer Deutscher Frauenbund Diözesanverband Passau
• Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau)
• Bündnis 90/Die Grünen Waldkirchen
• Bistum Passau Jugendbüro Freyung
• UCW-FW Waldkirchen
• Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Freyung-Grafenau (KEB)
• CSU Waldkirchen
• Bund Naturschutz in Bayern e.V.
• ödp Waldkirchen
• Emerenz-Meier-Haus-Verein e.V.
• Haus der Natur Kultur Kunst Jugend (HNKKJ)
• Obst- und Gartenbauverein Schiefweg
• Musikfreunde Waldkirchen
• Rauhnacht Waldkirchen
• Helferkreis Waldkirchen
• Senioren AG Waldkirchen
• Waldkirchen PLUS+
• Hausbrennerei Penninger
• Modehaus Garhammer
• Marketingagentur Marktgespür
• Impfärzte Passau
• Bunter Stammtisch Waldkirchen
• Internationale Gesellschaft Orientalischer Christen (IGOC)
• Malteser Hilfsdienst e.V.
• Pallio Ambulantes Palliativteam Bayerwald
• Initiative Mit Krebs leben e.V.
• Gyn-Team Bayerwald
• Ärztenetz FRG
• Hausarztkreis Passau/Freyung-Grafenau
• RSC Waldkirchen
• IG Metall

Programm (Änderungen vorbehalten):

Treffpunkt ist um 11 Uhr auf dem Marktplatz. Nach der Einweisung werden die Teilnehmenden um das Stadtzentrum ziehen und wieder auf den Marktplatz zurückkehren. Nach der Begrüßung durch Nicole Polleichtner (KAB) und Heinz Neff (ver.di) wird die Kundgebung von Publizist Stefan Dietl und Kabarettistin Luise Kinseher eröffnet. Weitere kurze Redebeiträge (von Interessensvertretungen und im Waldkirchner Stadtrat vertretenen Parteien):

• Josef Ilsanker (ver.di), Bettina Blöhm (DGB)
• Johannes Strecker, Michael Nirschl (Kirchen)
• Landrat Sebastian Gruber (angefragt), CSU-Ortsvorsitzender Hans Draxinger
• Bürgermeister Heinz Pollak, MdL Martin Behringer (Freie Wähler)
• MdL Toni Schuberl, MdB Erhard Grundl (Bündnis 90/Die Grünen)
• Stadtrat Erwin Pauli (ödp)
• MdB Rita Hagl-Kehl, MdL Ruth Müller (SPD)
• Dr. Michael Rosenberger (Allgemeinmediziner)
• Stefan Penninger (freie Wirtschaft)
• Nadine Voukantis (Jugendmigrationsdienst)
• Karl Filsinger (Lehrer)

Für das Begleitprogramm auf der Bühne sorgen die Musikerin Christiane Öttl und die Nationalparkband „Woodpecker and the Barkbeatles“. Alle Infos sind auch im Internet unter www.nwij.de zu finden.

Drei Möglichkeiten, die Aktion zu unterstützen:

• An der Demo teilnehmen
• Mit Logo auf der Veranstaltungswebsite dabei sein (Mail an info@nwij.de)
• Eine finanzielle Spende leisten zur Deckung der Kosten (vor allem für Technik und Werbemittel) auf das Konto des Emerenz-Meier-Haus-Verein e.V., Kennwort „Demo Nie wieder ist jetzt“ (IBAN: DE777405123000003421 21)

Alle Informationen finden Sie auch online unter www.nwij.de.

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