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    16 Dachdecker bestehen Meisterprüfung

    Waldkirchen. Sie erschaffen aus Ziegel, Schiefer, Schindel und Platten für Menschen ein sicheres Dach über dem Kopf. Rund 50.000 Dachdecker in Deutschland sind die Allround-Experten für Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik und machen Häuser wind- und wetterfest. 16 von ihnen haben sich kürzlich in Waldkirchen (Landkreis Freyung-Grafenau) zum Meister weitergebildet. Dort bietet das Kompetenzzentrum Dachtechnik in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz und dem Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks den bayernweit einzigen Meisterkurs an.

    Zweimonatige Kursunterbrechung durch Corona

    In 1.176 Unterrichtsstunden bereiteten sich die Teinehmenden seit Januar in Vollzeit auf die Meisterprüfung vor. Aufgrund der Pandemie war die Flexibilität der Teilnehmenden besonders gefordert. So musste der Kursbeginn von Januar ins Frühjahr verschoben werden. Die Prüflinge waren gefordert, ihre Motivation über einen langen Zeitraum aufrechtzuerhalten. Im Theorieteil widmeten sie sich der Bemessung von Dachstühlen, Auftragsabwicklung, Fachkalkulation, Arbeitssicherheit, Betriebsorganisation, Materialkunde sowie Regelwerken und Verordnungen. In der Praxis verbesserten die Prüflinge ihr Können bei verschiedensten Abdichtungs- und Deckungsarten, wie etwa der komplizierten Schieferdeckung.

    Umfangreiches Fachwissen gefordert

    Der stellvertretende Ausbildungsleiter am Kompetenzzentrum Alfons Hartl hob den hohen Anspruch an die jungen Meister hervor: „Dachdecker ist ein umfangreiches Berufsbild. Es gibt unglaublich viele Materialien, viele verschiedene Techniken sowie Abdichtungs- und Deckungsarten.“ Neben großem Fachwissen brauchten Dachdecker daher ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und eine große Portion Flexibilität, um Probleme auf der Baustelle spontan und fachgerecht lösen zu können, erklärte Hartl. Dass die Prüfungsanforderungen hoch sind, bestätigte auch der Vorsitzende des Prüfungsausschusses Lothar Fuchs: „Die Teilnehmer müssen zeigen, dass sie sowohl technisch und handwerklich als auch betriebswirtschaftlich fit sind. Schließlich sollen sie anschließend in der Lage sein, Führungspositionen oder die Leitung eines eigenen Betriebs zu übernehmen.“

    Kursteilnehmer aus ganz Bayern

    Als praktische Meisterprüfungsarbeit erstellten die Prüflinge eine Dachdeckung mit Schiefer oder Dachziegeln inklusive Planung, Kalkulation und Dokumentation. In einer Situationsaufgabe zeigten sie abschließend ihre handwerkliche Vielseitigkeit.

    Der nächste verfügbare Meisterkurs zum Dachdecker findet von Januar 2023 bis August 2023 in Waldkirchen statt. Nähere Informationen findet man unter www.hwkno-bildung.de.

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