Ein „Sozialarbeiter par excellence“ sagt Servus

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    Caritas verabschiedet Abteilungsleiter „Soziale Sicherung und Integration“ Reinhold Url: „Vergesst die Menschen am Rande nicht!“

    Passau. Fast 39 Jahre war Reinhold Url bei der Caritas beschäftigt. Jetzt sagte der „Sozialarbeiter par excellence“, wie ihn Caritasvorstand Diakon Konrad Niederländer nannte, offiziell Servus. Er geht in den Ruhestand. Am Mittwoch, 15. Dezember verabschiedete der Bischöflich Beauftragte für die Caritas den Abteilungsleiter „Soziale Sicherung und Integration“ mit einem großen Danke und würdigte den persönlichen Einsatz.

    1983 kam der 65-jährige Sozialpädagoge zum Diözesan-Caritasverband, war aber zunächst in der Allgemeinen Sozialberatung beim Kreis-Caritasverband Deggendorf eingesetzt, ehe er 1986 für die Straffälligenhilfe in Passau zuständig wurde. „Im Gefängnis bin ich daheim“, sagte er einmal. Es zeigt, wie intensiv er sich um die Straffälligen und deren Angehörigen gesorgt hat. Der Sozialdienst in der JVA Passau und auch in Landshut war sein Berufswunsch, sein persönliches Anliegen. Nach dem Sozialpädagogik-Studium war er kurze Zeit in einer Einrichtung für schwererziehbare Jugendliche in Glonn tätig. Dann zog es den gebürtigen Hauzenberger zurück nach Niederbayern.

    Hier setzte er Ausrufezeichen in der sozialen Beratung. Ob beim Wohnungsprojekt für Strafentlassene von 1989 bis 2008 oder mit der Gründung der Beratungsstelle für Straffällige Passau zusammen mit dem Landesverband für Gefängnisfürsorge und Bewährungshilfen 2020. Ab dem Jahr 2011 leitete Reinhold Url die Abteilung „Soziale Sicherung und Integration“ beim Diözesan-Caritasverband. Damit war er auch für die Psychosoziale Beratung und Behandlung der Caritas zuständig, für die Migrationsberatung, für die Dienste der Passauer Tafel und der Bahnhofsmission.

    „Menschen, die Hilfe brauchen weit über rein materielle Not hinaus, die am Rande der Gesellschaft stehen, dürfen nicht vergessen werden.“

    Reinhold Url

    Dieses – sein – Credo ist auch sein persönliches Vermächtnis an die Caritas. Denn „an der Caritas hängt mein Herz“. Der das sagt, ist sicher kein Mann der großen Worte gewesen. Dafür ein verlässlicher Partner im Handeln. Er wirkte mit seiner ruhigen und besonnenen Art umso wirkungsvoller. Sei es bei den großen Flutkatastrophen von 2013 und 2016 oder bei der Flüchtlingswelle im Jahr 2015. Und viel früher schon, als 1989 viele Flüchtlinge aus der damaligen DDR über Ungarn nach Passau kamen.

    Beim Caritasverband für die Stadt Passau war er ab 2013 ehrenamtlicher Vorsitzender, bis der Verein 2016 mit dem Kreis-Caritasverband Passau-Land zusammenging. Sozial engagiert wird Reinhold Url auch im Ruhestand bleiben. Inzwischen ist er im Ehrenamt Vorstand der Christlichen Arbeiterhilfe im Bistum Passau. Da plant er bereits ein neues Projekt für Auszubildende. Für andere Menschen da sein und ihnen helfen, endet für ihn nicht mit dem letzten Tag im Dienst. Langweilig wird es dem Ruheständler sicher nicht. Wenn er dann noch Zeit findet, wird er sich mit seiner riesigen Schallplattensammlung von Klassik bis Punk Stunden der Muse gönnen. Oder beim Wandern und Radeln unterwegs sein.

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