Rudertinger Freizeitgelände in Fischhaus um den „Lebensraum Hecke“ erweitert

Gotthard Schwingenschlögl vom Verband für Ländliche Entwicklung leitete die Pflanzaktion. Mit dabei waren auch Gabi Bergmann und Barbara Messerer, Projektmanagerinnen der Öko-Modellregion Passauer Oberland sowie Rudertings Bürgermeister Rudolf Müller. Foto: MuW.m.wagner

Ruderting/Fürstenstein. Mit einer außergewöhnlichen Pflanzaktion setzt sich die Gemeinde Ruderting für die biologische Vielfalt und den Artenschutz ein. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Gartenbauvereins und des Passauer Oberlands pflanzte man eine Hecke, die eine Vielzahl verschiedenster Sträucher beinhaltet, wie Eberesche, Holunder, Schlehe, Roter Hartriegel und Berberitze. Durch die direkte Nähe zur Ilz ist auch die Wasserversorgung, die die Pflanzen besonders in der Phase des Anwachsens brauchen, gesichert. Die Pflanzung der Hecke ist das erste von verschiedenen Projekten im Zuge des „Regionalbudgets“, das bis in den Herbst dieses Jahres läuft. Es handelt sich dabei um ein Förderprogramm für Kleinprojekte, das den ILE-Verbünden, somit auch dem Passauer Oberland, zur Verfügung steht. Hierbei werden vom Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern finanzielle Mittel bereitgestellt. Auch die Öko-Modellregion Passauer Oberland begleitete die Heckenpflanzung. Weitere Gemeinden des ILE-Gebiets werden aufgerufen, selbst eine Förderung zu beantragen und damit weitere Hecken oder Blühflächen anzulegen. Der ökologische Mehrwert von Hecken umfasst unter anderem beispielsweise die Bereitstellung von Nahrung in Form von Beeren für verschiedenste Vogelarten. Außerdem werden Lebensräume für zahlreiche Tier- und Insektenarten geschaffen. Umso wichtiger ist es, wieder vermehrt Hecken zu pflanzen, nachdem diese vielfach aus der Landschaft verschwunden sind. Am der Fischhauser Hecke werden nun noch Schautafeln aufgestellt, welche den wichtigen Lebensraum „Hecke“ verdeutlichen. Einen weiteren Mehrwert erfährt das Gelände an der Ilz durch die Erweiterung des Bewegungsparcours um Spielgeräte für Kinder. Somit haben künftig alle Generationen die Möglichkeit, das Naherholungsgebiet in Fischhaus zu nutzen – inklusive Bewusstseinsbildung der ökologischen Zusammenhänge.

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