Sie freuen sich auf eine weitere gute Zusammenarbeit: die Schulleiter der Caritas-Förderzentren St. Severin-Schule, Thomas Deschner (v.l.), und der Don-Bosco-Schule, Karl Bischof, Malteser Bezirksgeschäftsführer Rainer F. Breinbauer und Malteser Fahrdienstleiter Bernhard Kilger (Foto: Krenn)

25 Jahre Malteser-Fahrdienst für Caritas Förderschulen

„Verbesserungsprozess, der nicht zum Stillstand kommt“

Passau. Im März 1996 fand die erste Linienfahrt statt, bei der die Malteser Schülerinnen und Schüler zur Caritas-Behindertenhilfe St. Severin brachten, wie sie damals noch hieß. Damit ist die Hilfsorganisation seit 25 Jahren für die Caritas-Förderzentren Don Bosco-Schule und St. Severin-Schule, so die heutigen Namen, bei der Schülerbeförderung im Einsatz.

Die Zahl der Touren, Fahrzeuge und Mitarbeiter hat sich im letzten Vierteljahrhundert kontinuierlich gesteigert. 2004 waren es 67 Touren, 27 Fahrzeuge und 62 Mitarbeiter, 2014 schon 154 Touren und 176 Mitarbeiter. Aktuell sind auf 176 Touren 101 Fahrzeuge im Einsatz, davon 43 rollstuhlgerecht ausgebaut, und es sind 244 Mitarbeiter im Fahrdienst beschäftigt. Unterwegs sind diese an jedem Schultag in der ganzen Diözese, von Zwiesel bis Simbach am Inn und von Wegscheid sogar bis nach Deggendorf in der Diözese Regensburg.

Die Verantwortlichen, Bezirksgeschäftsführer Rainer F. Breinbauer und Fahrdienstleiter Bernhard Kilger auf Malteserseite, und die Schulleiter Karl Bischof von der Don Bosco-Schule und Thomas Deschner von der St. Severin-Schule, betonen die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Diese funktioniere nicht zuletzt deshalb, weil sich beide Seiten regelmäßig zu Jour Fixe-Terminen treffen.

„Ich möchte vor allem das gegenseitige Vertrauen hervorheben. Von Beginn an wurden bei jeder Aufgabenstellung gemeinsam Lösungen erarbeitet und umgesetzt. Durch diese Vorgehensweise konnte im Laufe der Jahre ein qualitativ sehr hohes Niveau des Fahrdienstes erreicht werden. So ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess zu beobachten, der nicht zum Stillstand kommt“, erklärt Bernhard Kilger.

Dies bekräftigt Rainer F. Breinbauer: „Diesen Prozess erlebe ich auch in den zwölf Jahren, in denen ich bei den Maltesern bin. Über die Jahre hinweg hat die Zusammenarbeit wirklich gut funktioniert. Ein hohes Qualitätsniveau ist uns sehr wichtig. Aber es gibt immer noch Möglichkeiten, sich zu verbessern und weiter zu entwickeln. So sind unsere Fahrzeuge jetzt mit Klimaanlage ausgestattet und mit dunklen Scheiben, um die Privatsphäre der Schülerinnen und Schüler besser zu wahren. Es ist schön, dass wir als Fachverband der Caritas hier in beiden Caritasschulen so verlässliche Partner haben.“

Auch Bernhard Kilger weist auf die hohen Qualitätsstandards hin, die die Malteser sich selbst stellen: „Wir unterziehen uns jährlich internen und externen Audits, in denen wir uns nach den Richtlinien des TÜV/DEKRA-Zertifikats ‚sichere Beförderung von Kranken und Menschen mit Behinderung‘ prüfen lassen. So werden unsere Mitarbeiter ständig geschult. Erste Hilfe Schulungen, Fahrerschulungen oder auch Präventionsschulungen sind nur als Beispiele genannt. Unser Fuhrpark entspricht ausnahmslos den vorgeschriebenen Vorgaben nach DIN 75078 Teil 1 und Teil 2 für Fahrzeuge zur Beförderung mobilitätseingeschränkter Personen. Beides – Schulungen der Mitarbeiter und Ausbau des Fuhrparks – bedeutet natürlich höhere Kosten. Das ist uns die Sicherheit unserer Fahrgäste und Mitarbeiter wert.“

Der Fahrdienstleiter lobt die tägliche Präsenz der Ansprechpartner an den Schulen. Diese sei eine große Hilfe bei den täglichen Herausforderungen für das Fahrpersonal. „Es hat so immer einen direkten Ansprechpartner vor Ort und kann alle eventuellen Vorkommnisse während den Fahrten sofort mit den Betreuern der Schule besprechen“, sagt Bernhard Kilger. Ebenso erkenne im Gegenzug die Schule sofort eventuell auftretende Mängel und könne diese zusammen mit den Maltesern abstellen. „Dieser wertvolle Grundstock hat allen Beteiligten vor allem in der Pandemie sehr geholfen. Die Hygienekonzepte konnten innerhalb kürzester Zeit aufeinander abgestimmt und umgesetzt werden. So konnte der Fahrbetrieb nach jedem Lockdown bzw. auch nach den Ferien reibungslos starten“, so Bernhard Kilger weiter. Dies kann Thomas Deschner bestätigen: „Ich bin oft am Schulhof, wenn die Fahrzeuge die Kinder bringen oder abholen. Das wissen die Fahrer zu schätzen. Hier können wir viel gleich vor Ort auf dem kleinen Dienstweg klären.“

„Zwischen Kindern und Fahrern hat sich eine jahrelange Verbindung aufgebaut. Es ist ein großes Vertrauensverhältnis“, sagt Karl Bischof. Auch er weiß und schätzt: „Wir haben hier ein Höchstmaß an Sicherheit und pädagogischer Verantwortung für behinderte Kinder erreicht, die in dieser Situation Hochrisiko-Kinder sind. Das sieht man jetzt, wo wir tagtäglich neu planen müssen. In diesem Jahr gab es keine einzige Infektion in den Schulbussen. Bei den Maltesern gelten höchste Hygieneregeln und die werden auch eingehalten. Das alles zeichnet sie aus.“

Rainer F. Breinbauer betont: „Durch die hohen Hygieneanforderungen können wir Eltern und Fahrern Ängste nehmen. Ein großer Vorteil ist hier, dass wir mit dem Rettungsdienst die Kompetenz im Haus haben und ich mit meinem Stellvertreter und Rettungsdienst-Leiter Werner Kloiber hier vieles schnell und unkompliziert klären kann.“