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Freitag, Juli 19, 2024

Nordtangente, Innpromenade und Umweltschutz

Lesestoff

Passaus OB-Kandidaten/-innen diskutierten zu vielfältigen Themenbereichen

Eine spannende Diskussion erwarteten die rund 260 Zuhörerinnen und Zuhörer bei der OB-Podiumsdiskussion im großen Saal der Redoute. Und sie wurden nicht enttäuscht.

Die vorgegebene Zeit von zwei Stunden war denkbar knapp für die acht OB-Kandidaten/-innen, da natürlich jeder seine eigenen Ziele und Visionen verdeutlichen wollte. Nachdem sich jeder kurz vorgestellt hatte, ging es auch schon zu den für Passau wichtigen Fragen wie Hochwasserschutz, Nordtangente, Wohnungsbau oder Umweltschutz.

Hochwasserschutz

Was den Hochwasserschutz an der Innpromenade und die jüngsten Pläne dazu anbelangt, so sind Urban Mangold und Matthias Koopmann dagegen. Mangold befürchte, dass es „problematisch“ werden und eine Verschlechterung des Erscheinungsbildes bedeuten würde. Koopmann, der auf ein durchschnittliches Hochwasservorkommen alle 300 Jahre an der Innpromenade hinwies, stellte sich ebenfalls gegen die neuen Pläne, denn diese seien zu kostenintensiv. Josef Ilsanker erklärte, dass die Anwohner selbst gegen den geplanten Hochwasserschutz seien. Er fände die Einstellung der Pläne somit für sinnvoll. Kapfer hingegen wolle, dass die Planungen weitergehen. Auch Amtsinhaber Jürgen Dupper ist für eine Weiterarbeitung an Lösungen, da er sich an drei große Hochwasser in den vergangenen 30 Jahren erinnern könne. Christa Tausch wolle sich ebenfalls die weiteren Planungen anschauen. Stefanie Auer verwies auf eine transparente Diskussion, sie hielt die aktuellen Darstellungen als „beschönigt“.

Nordtangente

Beim vieldiskutierten Thema Verkehr waren sich dann alle einig: keine Nordtangente, dafür aber ein LKW-Verbot am Anger. Amtsinhaber Jürgen Dupper wies jedoch dar- auf hin, dass es hier nicht „die eine Lösung“ gebe, die alle Probleme aus der Welt schaffe. Er schlug vor, man solle die 60 Millionen aus dem Bundeshaushalt für die Nordumfahrung dazu nutzen, den Autobahnzubringer zwischen Hutthurm und Aicha vorm Wald vierspurig auszubauen. Siegfried Kapfer, Josef Ilsanker und Georg Steiner wollen den ÖPNV künftig weiter stärken. Für ein funktionierendes Park-and-Ride-System waren Siegfried Kapfer und Josef Ilsanker. Christa Tausch sprach von einer Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Stadt beim Thema ÖPNV. Hier stimmte Stefanie Auer ebenfalls zu.

Umweltschutz

Dass Umweltschutz vor allem in den kommenden Jahren immer wichtiger wird, da waren sich alle OB-Kandidaten/-innen einig. Doch in welcher Form soll dies vonstatten gehen? Stefanie Auer möchte Pas- sau bis 2035 klimaneutral machen, die Stadt müsse grüner werden. Eine Begrünung der Häuser und Fassaden schlug Matthias Koopmann vor. Zudem sollten mehr großkronige Bäume gepflanzt werden. Für eine Zusammenarbeit im Klimaschutz plädierte Christa Tausch, dem auch Jürgen Dupper zustimmte. Klimaschutz sei eine Daueraufgabe. Josef Ilsanker appellierte an die soziale Gestaltung des Klimaschutzes. Wenn beispielsweise der Strom teurer werde, müsse man Sozialschwache unterstützen und die energetische Sanierung vorantreiben.

Georg Steiner meinte, einen „ordentlichen Klimaschutz“ gebe es nur mit der CSU. Er wolle Passau bereits bis 2030 klimaneutral machen.

Kultur

Eine Zuschauerfrage richtete sich an das künftige Kulturangebot der Dreiflüssestadt. Wird es internationaler werden war die Frage. Dieses Thema rannte bei Christa Tausch „offene Türen“ ein. Sie wolle das kulturelle Leben unbedingt stärken. Für mehr Akzente setzte sich Georg Steiner ein. „Passau kann mehr“, meinte der CSU-Mann. Auch die anderen wollten künftig mehr Angebote schaffen. Jürgen Dupper beschrieb das aktuelle Angebot als „vielfältig“. Er wolle den Fokus nun auf die einzelnen Stadtteile richten.

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