Kompass für die nächsten fünf Jahre

Bgm. Walter Bauer (li) und Bgm. Stephan Gawlik (re) mit Gabriele Bergmann, die mit dem Entwicklungskonzept der künftigen Zusammenarbeit in der ILE-Gemeinschaft des Passauer Oberlandes beauftragt worden war (Foto: ILE Passauer Oberland e.V.)

ILE Passauer Oberland e.V. beschließt neues Handlungskonzept

Fürstenstein. Das zehnjährige Bestehen im letzten Jahr nahm die ILE-Gemeinschaft im Passauer Oberland zum Anlass, ihr Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept (ILEK) zu überarbeiten. Das ILEK dient als Grundlage für die interkommunale Zusammenarbeit in verschiedenen Handlungsfeldern. Daher ist eine Anpassung nach einem gewissen Zeitraum sinnvoll und notwendig.

Denn: Viel hat sich in den letzten zehn Jahren getan, sowohl innerhalb des aus elf Mitgliedsgemeinden bestehenden ILE-Verbundes als auch außerhalb dessen. So ist dem Passauer Oberland beispielsweise im Jahr 2017 der Markt Windorf beigetreten, 2019 erhielten die ILE-Gemeinden die Auszeichnung als Öko-Modellregion und im letzten Jahr ging die bis dahin als Arbeitsgemeinschaft organisierte ILE in einen eingetragenen Verein über. Darüber hinaus rückten national wie global gesehen Themen wie die Digitalisierung oder der Klimawandel verstärkt in den Fokus. Diesen Entwicklungen der letzten Jahre muss Rechnung getragen und die künftige Zusammenarbeit der Gemeinden entsprechend angepasst oder neu ausgerichtet werden.

In Abstimmung mit dem Amt für Ländliche Entwicklung wurde daher im Frühjahr 2020 entschieden, die damalige ILE-Projektmanagerin und mittlerweile Geschäftsführerin des Vereins Passauer Oberland, Gabriele Bergmann, mit der Konzeptfortschreibung zu betrauen. Sie erarbeitete ein rund 50 Seiten umfassendes Strategiepapier. Bei der letzten Mitgliederversammlung stellte sie es nun den Bürgemeistern und Geschäftsleitern der ILE-Gemeinden ausführlich vor. Diese hatten bereits im Vorfeld Exemplare der Ausarbeitung erhalten. Sie fassten einstimmig den Beschluss, das neue Konzept umsetzen zu wollen. Die Schwerpunkte und Prioritäten sollen im Einzelnen im Rahmen des gemeinsamen Seminars möglichst zeitnah erörtert werden.

Einig ist man sich darin, dass Bewährtes bestehen bleiben und allenfalls ergänzt oder weiterentwickelt werden soll. Andererseits gibt es Themen und Ansätze, die der Zusammenarbeit untereinander neuen Schwung verleihen werden.

Wichtig wird dabei sein, vermehrt den Nutzen und den Mehrwert für die Gemeinden und ihre Bürgerschaft im Blick zu haben.

ILE-Vorsitzender Bürgermeister Stephan Gawlik bedankte sich bei Gabriele Bergmann für ihre engagierte Arbeit und bat zusammen mit dem zweiten Vorsitzenden, Bürgermeister Walter Bauer, um ein gemeinsames Foto.