Starke Preiserhöhungen bei Heizöl und Kraftstoffen

Inflationsrate in Bayern im Mai 2021 bei 2,6 Prozent

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik lag die Inflationsrate, gemessen als prozentuale Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat, im Mai 2021 bei 2,6 Prozent. Ursächlich für diese deutliche Zunahme waren auch im Mai die hohen Preissteigerungen am Energiemarkt. Die sogenannte Kerninflationsrate, also der Gesamtindex ohne Nachrungsmittel und Energie, betrug 2,0 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Preise für Nahrungsmittel um 2,7 Prozent. Die Preise für Fleisch und Fleischwaren (+3,1 Prozent) sowie für Gemüse (+3,7 Prozent) erhöhten sich deutlich, während diese Entwicklung bei Obst etwas weniger stark ausgeprägt war (+1,4 Prozent).

Am Energiemarkt zogen im Mai 2021 die Preise für Heizöl (+26,3 Prozent) und Kraftstoffe (+27,3 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr sehr deutlich an. Die Preise für Strom sanken leicht (-0,4 Prozent), während sie für Gas anstiegen (+1,2 Prozent).

Die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten) verlief im Vergleich zum Gesamtindex unterdurchschnittlich. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sie sich im Mai lediglich um 1,4 Prozent.

Bei den technischen Produkten veränderten sich die Preise im Vergleich zum Vorjahr in unterschiedliche Richtungen. So mussten die Verbraucher insbesondere für tragbare Computer etwas mehr als im Mai 2020 bezahlen (+0,4 Prozent). Die Preise für Fernsehgeräte sanken hingegen deutlich um 3,0 Prozent.

Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Vergleich zum Vormonat April insgesamt um 0,5 Prozent. Binnen Monatsfrist stiegen die Preise bei Heizöl deutlich (+4,8 Prozent), bei Kraftstoffen hingegen erhöhten sie sich nur leicht (+1,2 Prozent). Die Preise für Nahrungsmittel blieben im Vergleich zum April mit +0,3 Prozent nahezu konstant.

Aufgrund der hohen Corona-Fallzahlen und der damit einhergehenden Ausgangsbeschränkungen und Ladenschließungen kam es auch im Mai 2021 zu Einschränkungen bei der Preiserhebung vor Ort. In vielen Fällen musste bei der Preiserhebung auf alternative Erhebungswege wie telefonische Befragungen oder Online-Erhebungen ausgewichen werden. Ein Großteil der Güter des Warenkorbs konnte aber auch im Mai 2021 wie üblich erhoben werden.

Es wurden mit dem Statistischen Bundesamt und Eurostat Regelungen für den Umgang mit den Preisausfällen festgelegt. Ausfälle bestimmter Artikel sind in der Preisstatistik grundsätzlich nicht unüblich, weshalb es bewährte Verfahren im Umgang mit Preisausfällen gibt.