Mitgestaltung zentraler Arbeitsbedingungen für rund 740.000 Beschäftigte
Passau. In der neuen Amtsperiode 2026 bis 2029 ist die Diözese Passau in der Regionalkommission Bayern der Arbeitsrechtlichen Kommission (AK) des Deutschen Caritasverbandes vertreten. Das Gremium gestaltet das kirchliche Arbeitsvertragsrecht (AVR) für mehr als 25.000 Einrichtungen und Dienste sowie rund 740.000 Beschäftigte der Caritas in Deutschland.
Die AK beschließt verbindliche Regelungen zu zentralen Arbeitsbedingungen wie Vergütung, Arbeitszeit und Urlaub. Sie ist paritätisch besetzt und setzt sich aus einer Bundeskommission sowie sechs Regionalkommissionen zusammen.
Für die Diözese Passau wirken in der Regionalkommission Bayern mit:
Auf Dienstgeberseite:
- Alexandra Aulinger-Lorenz, Vorständin des Kreis-Caritasverbandes Freyung-Grafenau
- Thomas Furthmeier, Personalleiter im Diözesan-Caritasverband Passau
Auf Mitarbeiterseite:
- Susanne Borger, Mitarbeiterin der Don-Bosco-Schule Passau
- August Bastl, Mitarbeiter der Senioren- und Pflegeeinrichtung St. Helena in Zwiesel
Die Arbeitsrechtliche Kommission arbeitet nach dem sogenannten „Dritten Weg“. Dieses kircheneigene System basiert auf gleichberechtigter Mitwirkung von Dienstgeber- und Dienstnehmerseite und verzichtet auf Streik und Aussperrung. Entscheidungen werden im Konsens getroffen; für Änderungen der Arbeitsvertragsbedingungen sind in der Regel qualifizierte Mehrheiten erforderlich. Bei nicht auflösbaren Meinungsverschiedenheiten greift ein verbindlicher Schlichtungsmechanismus.
Die Regionalkommission Bayern hat die Aufgabe, das Arbeitsvertragsrecht innerhalb vorgegebener Rahmenbedingungen regional auszugestalten. Dabei kann sie in tariflichen Fragen innerhalb bestimmter Bandbreiten von den Vorgaben der Bundeskommission abweichen und – nach Antrag – auch eigene Regelungszuständigkeiten übernehmen. In ihren Sitzungen befasst sich die Kommission insbesondere mit der Weiterentwicklung der Arbeitsvertragsrichtlinien aus bayerischer Perspektive. Dabei spielen aktuelle gesetzliche, bildungspolitische und arbeitsmarktbezogene Entwicklungen eine zentrale Rolle.




