DGB-Pendleraktionstag in Passau: Die gesetzliche Rente stärken!

DGB-Pendleraktionstag auch in Passau (v.l.): Gerhard Allmesberger, Bettina Blöhm und David Tabach (Foto: DGB)

Passau. Mit einem bundesweiten Pendleraktionstag (21.09.) forderte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kurz vor der Bundestagswahl eine starke gesetzliche Rente. So informierten Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter in ganz Deutschland Beschäftigte an Bahnhöfen und zentralen Plätzen unter dem Motto „ECHT GERECHT: Die gesetzliche Rente stärken!“.

„Wer sein Leben lang gearbeitet hat, der muss im Alter auch gut von der Rente leben können“, fordert der DGB Kreis- und Stadtverbandsvorsitzende David Tabach. „Diese Leistungszusage war und ist ein zentrales Sicherheitsversprechen unseres Sozialstaats und enorm wichtig für seine Legitimation und Akzeptanz bei den arbeitenden Menschen. Zu diesem Versprechen gehört aber auch, dass die Menschen eine realistische Chance haben, überhaupt das Rentenalter zu erreichen. Deswegen darf in einer älter werdenden Gesellschaft nicht einfach das Rentenalter hoch- und das Rentenniveau runtergeschraubt werden. Unsere Forderung bleibt: Die nächste Koalition muss die gesetzliche Rente stärken. Das Rentenniveau muss dauerhaft stabilisiert und perspektivisch wieder erhöht werden – gerade auch über das Jahr 2025 hinaus“, so DGB Regionssekretärin Bettina Blöhm. Deutlich sprachen sich die Gewerkschafter:innen gegen ein steigendes Rentenalter aus. „Länger arbeiten, weniger und kürzer Rente beziehen – die Zeche dafür zahlt insbesondere die heute junge Generation; das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit.“

So sei die Frage nicht, ob wir uns eine gute Altersversorgung leisten können, sondern wer sie auch bezahle. Die Antwort des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften darauf laute: Mehr Solidarität. „Wir brauchen eine Weiterentwicklung der gesetzlichen Rente hin zu einer umfassenden Erwerbstätigenversicherung. Wir brauchen mehr Menschen in Arbeit, die unter den Schutz von Tarifverträgen fallen und anständige Löhne bekommen – denn dem Niedriglohn folgt unmittelbar die Armutsrente. Gute Arbeit, gute Tariflöhne, gute Rente. Das Versprechen, Menschen im Alter nicht vom Wohlstand abzukoppeln, muss weiter gehen“, forderte David Tabach abschließend.