Ministerpräsident Dr. Markus Söder eröffnet feierlich die Bayerische Landesausstellung „Musik in Bayern“
Freyung. Mit einem festlichen Auftakt wurde die Bayerische Landesausstellung 2026 „Musik in Bayern“ offiziell eröffnet – und damit beginnt für Freyung eine außergewöhnliche Zeit. Vom 25. April bis 8. November wird die Kreisstadt zum Zentrum bayerischer Klangkultur. Ministerpräsident Dr. Markus Söder eröffnete gemeinsam mit zahlreichen Ehrengästen die Ausstellung im neu gestalteten TonYversum-Gebäude und machte deutlich, welchen Stellenwert dieses kulturelle Großereignis für ganz Bayern besitzt.
Musik als Teil der bayerischen DNA
„Musik berührt die Seele. Sie begleitet die Menschen in den schönsten, aber auch in den traurigsten Momenten des Lebens“, sagte Ministerpräsident Markus Söder bei der Eröffnung. Für ihn sei die Bayerische Landesausstellung weit mehr als eine klassische Ausstellung: Sie symbolisiere ein Stück bayerische Identität. „Die bayerische DNA wird hier sichtbar und hörbar. Bei dieser Ausstellung ist wirklich für jeden etwas dabei. Nach der Landesgartenschau ist Freyung jetzt auch im kulturellen Bereich mit vorne dran. Für die nächsten 199 Tage ist Freyung ganz klar die Musikhauptstadt Bayerns“, so Söder.
Auch der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Markus Blume zeigte sich begeistert: „Hier schlägt das musikalische Herz Bayerns.“ Die Landesausstellung sei „Bayerns längstes und genialstes Festival“ und zugleich ein neuer Erlebnisort für Bayerische Geschichte und Musik. Bereits im Vorfeld hatte Blume die Bayerischen Landesausstellungen als „echte Highlights im bayerischen Kulturkalender“ bezeichnet.
TonYversum als neuer kultureller Mittelpunkt
Schauplatz der Ausstellung ist das TonYversum, das ehemalige Pröbstlhaus in Freyung. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde in den vergangenen Jahren umfassend saniert und zu einem modernen Erlebnisort umgestaltet. Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich sprach von einem ambitionierten Projekt: „Es war ein sportlicher Zeitplan, aber alles ist gut gelaufen.“
Für ihn ist die Landesausstellung weit mehr als ein Prestigeprojekt. „Sie ist eine tolle Werbung für die gesamte Region und ein gutes Beispiel dafür, was ländliche Räume mit der richtigen Unterstützung durch die Landespolitik schaffen können“, betonte Heinrich. Gleichzeitig sei das Projekt eine langfristige Investition: „Das ist keine temporäre Lösung für eine Ausstellung, sondern eine nachhaltige Investition in die kulturelle Infrastruktur Freyungs.“
Ein Leuchtturm für Kultur im ländlichen Raum
Das Haus der Bayerischen Geschichte präsentiert gemeinsam mit der Stadt Freyung eine musikalische Reise durch die Jahrhunderte – von Gregorianik und höfischen Opern über Volksmusik und Jazz bis hin zu Rock, Pop, Rap und Techno. Besucher erleben multimediale Inszenierungen, ein Kinoerlebnis, große Bühnenshows und zahlreiche Mitmachstationen.
Dr. Richard Loibl, Leiter des Hauses der Bayerischen Geschichte, bezeichnete Landesausstellungen als „Leuchttürme des kulturellen Lebens“. Freyung sei dabei ein ganz besonderes Beispiel: „Freyung ist ein Musterbeispiel für unkomplizierte und tolle Lösungen. Im Kleinen liegt oft der Wille, Großes zu zeigen.“
Loibl sprach von einem Festival bayerischer Klänge, Rhythmen und Melodien, das Musik nicht nur sichtbar, sondern spürbar mache. Familien mit Kindern erwartet ein eigener Kinderpfad, Schulklassen profitieren von einem umfangreichen Workshop-Programm gemeinsam mit der Bayerischen Volksmusikakademie.
199 Tage Livemusik in der ganzen Region
Ein besonderes Highlight ist das tägliche Liveprogramm: An allen 199 Ausstellungstagen erklingt in Freyung Livemusik. Konzipiert wurde dieses außergewöhnliche Kulturprogramm von Roland Pongratz, musikalischer Leiter der Volksmusikakademie in Bayern. Große Klangkörper treffen dabei auf regionale Ensembles, Volksmusik auf Jazz, Klassik auf Pop, Sakrales auf Wirtshausmusik.
„Dieses Programm zeigt, wie lebendig Musikkultur in Bayern und auch in unserer Region ist“, sagte Pongratz. „199 Tage lang wird es täglich irgendwo klingen – von der Kirchenorgel über die Wirtshausmusi bis zum Gipfelglück. Ein über sechsmonatiges Musikfestival – das ist für den ländlichen Raum wirklich einzigartig.“
Von Sonntag bis Donnerstag sind viele Konzerte kostenfrei zugänglich, an Freitagen und Samstagen ergänzen besondere Konzert-Highlights das Programm. Mit Veranstaltungsorten in Kirchen, Wirtshäusern, Dorfplätzen und auf Konzertbühnen wird die gesamte Region zur Bühne.
Freyung klingt weit über Bayern hinaus
Mit der Landesausstellung wird Freyung weit über die Grenzen des Bayerischen Waldes hinaus hörbar. Musik wird hier nicht nur Thema einer Ausstellung, sondern zum täglichen Erlebnis – mitten in der Stadt, mitten im Leben. Oder wie Markus Blume es zusammenfasste: „Hier schlägt das musikalische Herz.“ Und wie Ministerpräsident Söder betonte: „Das Pröbstlhaus wird zu Bayerns größtem Klangerlebnisraum.“














