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Dienstag, April 21, 2026

Sternsucher

Lesestoff

Dokumentarfilm über den Maler Arnulf Rainer bei Kunstprojekte Leyerseder

(von Tobias Schmidt)

Hauzenberg. „Das Wertvollste an den Bildern ist da, wo es ein Rätsel gibt; wo es so komplex wird, dass man es als Rätsel erlebt, aber nicht lösen kann. Der Bildner kann das in die Realität holen, die Realität des Visuellen.“ So äußerte sich Arnulf Rainer, in Enzenkirchen unweit von Schärding beheimateter österreichischer Maler von Weltrang, einst über seine Kunst.

1994 war das gegenüber dem Dokumentarfilmer Herbert Brödl in dessen Filmessay „Arnulf Rainer – Sternsucher“. Damals gerade 65 Jahre alt geworden, hatte Rainer einen Gehirnschlag erlitten und war aus seinem Schaffensprozess heraus gerissen worden. So wurde der Film auch eine Meditation über Bedeutung bildnerischen Schaffens, körperlichen Verfall und Endlichkeit. Der in seiner Radikalität Rainer artverwandte Aktionskünstler Günter Brus, oder die gegenwärtig in der Wiener Albertina parallel zu Rainer ausgestellte Malerin Maria Lassnig kommen darin ebenso zu Wort wie der frühere Sotheby’s Auktionator und heutige Benediktinerpater Maurus Behrens oder der Kurator Rudi Fuchs.

Im Dezember wird Arnulf Rainer 90 Jahre alt. Viele Museen ehren ihn deshalb gegenwätig mit Werkschauen. Späte Radierungen sind derzeit bei Kunstprojekte Leyerseder, Ausstellungsraum Grubweg 3 in Hauzenberg zu sehen. Begleitend zu dieser Ausstellung wird „Arnulf Rainer – Sternsucher“ dort am Samstag, 02.11. um 18.30 Uhr nochmals gezeigt. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt, Anmeldung daher erbeten bei Galeristin Sigrun Leyerseder unter Tel. 08586 979805 oder info@kunstleyerseder.de.  

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