v.l. Walter Kandlbinder, Leiter des Zustellstützpunktes Passau; Hugo Scheuenpflug, Politikbeauftragter Deutsche Post Bayern; Bernhard Roos, MdL

Vorbild in Sachen Elektromobilität

Seit Mai dieses Jahres sind sie in Passau im Einsatz: 14 elektrisch angetriebene Zustellfahrzeuge der Deutsche Post DHL Group in Passau. Damit übersteigt das Unternehmen sogar die Zahl der E-Fahrzeuge, die zu Beginn des Jahres in ganz Passau angemeldet waren. Von einer „Vorreiterrolle in Sachen Elektromobilität“ spricht daher der SPD-Landtagsabgeordnete Bernhard Roos, der sich im Rahmen eines Firmenbesuchs ein Bild von der neuen Flotte gemacht hat.

Unter dem Namen „StreetScooter“ entwickelte die Deutsche Post seit 2010 in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen die E-Fahrzeuge. Dabei wurden die Post-Zusteller miteinbezogen, um die praktische Einsetzbarkeit und die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten. Im Gespräch mit Hugo Scheuenpflug, dem Politikbeauftragten der Deutschen Post Bayern, und Walter Kandlbinder, dem Leiter des Zustellstützpunktes Passau, erfuhr Roos unter anderem von dem Außenkamera-System, um auch den toten Winkel zu überblicken. Seit 2014 laufen die StreetScooter, die eine Reichweite von etwa 50 bis 80 Kilometern an den Tag legen, nun im bundesweiten Flottentest. Bis Ende des Jahres sollen insgesamt 2000 E-Postautos in Deutschland eingesetzt werden, davon 350 in Bayern. „Elektromobilität muss in allen Bereichen stärker ausgebaut werden. Ich hoffe, dass auch andere Fuhrparks dem Beispiel der Deutschen Post folgen.“, so der Abgeordnete. Er lenkt aber auch ein: „Nachhaltigkeit ist nur dann vollständig gewährleistet, wenn auch der Strom aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird.“ Erfreut zeigte sich Roos über die regionale Zusammenarbeit, etwa der Wartungsvertrag mit VW Röhr in Passau.

Langfristig will die Deutsche Post DHL Group alle Zusteller mit E-Fahrzeugen ersetzen. Dazu sind bereits neue Fahrzeug-Typen in Planung und Vorbereitung.