Aus dem Archiv: Ob gemeinsam Brot backen für Bedürftige bei „Solidarity Bread“ oder sich über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg austauschen bei „10 – 10 – 10“: Für junges Engagement bietet GLL mit „Gemeinsam aktiv“ jetzt noch mehr Möglichkeiten (Foto: Verein „Gemeinsam Leben und Lernen in Europa e.V.“)

„Gemeinsam aktiv“: „Gemeinsam leben und lernen in Europa“ gründet Jugendorganisation

Ziel: Mehr Raum für das Engagement junger Erwachsener, gerade in Zeiten der Pandemie

Passau. Jugendliche und junge Erwachsenen befähigen, sich gesellschaftlich einzubringen: Das ist das Ziel von „Gemeinsam aktiv“, der Jugendorganisation des Vereins „Gemeinsam leben und lernen in Europa“ (GLL). Die Mitgliederversammlung und die Finanzbehörden haben der Neugründung jetzt grünes Licht gegeben.

„Junge Leute haben so viel Energie und Ideen zu geben, aber es gibt nicht viele Plattformen, wo man sich einbringen und wirklich eigene Projekte verwirklichen kann“, sagt Sabrina Kanski. Sie wurde von der Gründungsversammlung einstimmig zur zweiten Vorsitzenden von „Gemeinsam aktiv“ gewählt. Andreas Schrank, erster Vorsitzender, ergänzt: „Gerade in Zeiten des Lockdowns vermissen viele jungen Menschen die Möglichkeit, sich zu engagieren und einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Bei „Gemeinsam aktiv“ wollen wir ihnen die Werkzeuge und die Motivation geben, selbst die Initiative zu ergreifen und einen Unterschied im Leben anderer zu machen.“

Für gesellschaftliches Engagement bietet GLL eine ausgezeichnete Basis. Schon heute sind junge Menschen im Verein zahlreich vertreten, so sind ca. 40 Prozent der aktiven Ehrenamtlichen unter 27 Jahren. „Im Gegensatz zu vielen Vereinen haben wir keine Nachwuchssorgen: Wir haben viele junge Ehrenamtliche, drei davon auch im Vorstand“, berichtet GLL-Geschäftsführerin Perdita Wingerter. Die Pandemie habe den Zulauf weiter verstärkt, so Wingerter: „Seit April letzten Jahres meldeten sich viele junge Menschen, die sich ehrenamtlich bei uns engagieren möchten – trotz oder gerade wegen der Pandemie. Allein letzte Woche haben sich 4 neue gemeldet.“ So konnte der Verein unter anderem den Podcast „Wake UP – Futter fürs Hirn“ starten und Online-Seminare zu unterschiedlichsten Themen anbieten.

(Foto: Verein „Gemeinsam Leben und Lernen in Europa e.V.“ – Archiv)

Die Gründung von „Gemeinsam aktiv“ soll dem Engagement junger Menschen jetzt mehr Raum geben. Sie ist ein Beispiel dafür, dass ehrenamtliches Engagement auch in Corona-Zeiten funktionieren kann. „Wir organisieren uns komplett digital, über regelmäßige Videokonferenzen und Onlinetools zur Zusammenarbeit“, erzählt Schrank. Auch der Wohnort spielt keine Rolle: Das Freiwilligenteam, das aktuell circa zehn Mitglieder umfasst, lebt in ganz Deutschland verstreut – und hat in wenigen Monaten nicht nur die Gründung auf den Weg gebracht, sondern befindet sich aktuell sogar mitten in der Organisation eines Workshops, der im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ im März stattfinden soll – natürlich auch online.

Die neue Jugendorganisation bildet eine Art Jugendabteilung innerhalb von GLL, mit eigenem Vorstand und eigener Kasse. Zu ihren Zielen gehört zum einen, die Persönlichkeit von Jugendlichen zu entwickeln, sodass sie sich aktiv mit ihrer Zukunft auseinandersetzen und sich imstande sehen, ihre Standpunkte und Ideen zur Gesellschaft selbstbewusst zu vertreten. Zum anderen wollen die Jugendlichen den Blick nach außen richten: Welche Themen sind uns wichtig? Und wie können wir dafür ein Bewusstsein schaffen? Hier können die Jugendlichen kreativ werden und sich Projekte ausdenken, die diese Themen adressieren. Neben den klassischen Vereinsthemen wie Chancengleichheit, Inklusion und Integration sind das sind auch Bereiche, in denen GLL bisher noch nicht aktiv war, etwa die Förderung von Nachhaltigkeit, Umwelt- und Tierschutz sowie die Stärkung von LGBTQI-Rechten. „Während meines Bundesfreiwilligendienstes bei GLL habe ich gesehen, wie toll Ehrenamt sein kann“, sagt Felix Röhrner, der die Verantwortung für die Kasse übernimmt. Die Jugendorganisation sei eine großartige Möglichkeit für ihn, sein Engagement fortzusetzen.  „Wir wollen jedem die Chance geben, so viel zu leisten und mitzumachen, wie er oder sie möchte, denn gemeinsam kann man am Ende Großes erreichen“, ist Kanski überzeugt.

(Foto: Verein „Gemeinsam Leben und Lernen in Europa e.V.“, Archiv)

Info: Wer sich bei „Gemeinsam aktiv“ engagieren möchte oder Ideen für Projekte hat, kann sich bei Andreas Schrank (andreas.schrank@gmx.net) oder Sabrina Kanski (sabrina.kanski@gmx.de) melden.

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