„Eine Aufgabe, die große Freude macht“

Sehen sich als Team für gute Seniorenarbeit im Landkreis Passau (v.l.), Landrat Raimund Kneidinger, Daniela Schalinski (Leiterin Fachstelle Senioren) und die Seniorenbeauftragte des Landkreises Gerlinde Kaupa (Foto: Landratsamt Passau)

Seniorenbeauftragte Gerlinde Kaupa und Fachstellen-Leiterin Daniela Schalinski informieren Landrat über Situation der Seniorenarbeit

Passau. „Volles Programm, großartige Arbeit, super Ideen“ – die Bewertung von Landrat Raimund Kneidinger für die Seniorenarbeit im Landkreis Passau war eindeutig, nachdem ihn die Seniorenbeauftragte des Landkreises Gerlinde Kaupa und die Fachstellenleiterin Daniela Schalinski über den aktuellen Stand der Projektarbeit informiert hatten.

Seit Herbst 2020 im Amt, hat Gerlinde Kaupa bereits eine Vielzahl von Terminen absolviert und Anfragen bearbeitet. Im Mittelpunkt der Anliegen von Seniorinnen und Senioren und deren Angehörigen stehen nach ihrer Erfahrung eindeutig die Themen Alterseinsamkeit, Altersarmut und Mobilität. Hier sieht die frühere stellvertretende Landrätin auch die Schwerpunkte ihrer Arbeit. Dass sie dabei in Teamarbeit mit der Leiterin der Senioren-Fachstelle am Landratsamt vieles bewirken könne, würdigte Kaupa ausdrücklich. Dies zeige sich unter anderem bei den gut besuchten Regional-Konferenzen.

Sowohl sie selbst als ehrenamtliche Beauftragte wie Daniela Schalinski als Aufgabenverantwortliche im Landratsamt könnten dabei deutlich machen, welch hohen Stellenwert die Seniorenarbeit im Landkreis Passau habe. Angesichts der „statistischen Tatsache, dass knapp die Hälfte der Wahlberechtigten in Bayern 60 Jahre und älter sind, ist Seniorenarbeit politisch eine Pflichtaufgabe“, so Kaupa. Und mit Daniela Schalinski war sich die Seniorenbeauftragte einig: „Wir haben eine Aufgabe, die uns große Freude macht.“

„Es geht um konkrete Angebote, die landkreisweit gelten und die Lebenssituation von Seniorinnen und Senioren verbessern“, umriss die Fachstellen-Leiterin ihr Aufgabenfeld. Dabei dürfe die ältere Generation nicht nur auf Themen wie Pflege und Betreuung reduziert werden, sondern ganz im Gegenteil: „Seniorinnen und Senioren wollen aktiv am Leben teilhaben und ihren Alltag soweit als nur möglich selbst gestalten.“ Darum gehe es unter anderem bei der Digital-Offensive der Fachstelle gemeinsam mit dem BayernLab in Vilshofen. Digitale Kompetenz im Alter heiße nicht nur, „wie bediene ich mein Handy, sondern wie nutze ich etwa digitale Hilfsmittel im Haus.“ ‚Smart Home‘ sei hier laut Schalinski das Stichwort: Wie funktioniert der Haus-Notruf, wie die automatische Kochplatten-Abschaltung, wie macht ein modernen Sensor-Teppich die Wohnung sicherer.“ Das seien u.a. die Inhalte spezieller Digital-Kurse für Senioren (siehe Übersicht).

Landrat Kneidinger bestätigte mit Nachdruck, dass die Hilfestellung zu einem selbstbestimmten Wohnen im Alter von größter Bedeutung sei. Und zum Stichwort Wohnen fand die Forderung Kaupas nach mehr sozialem Wohnungsbau für ältere Menschen die volle Unterstützung des Landrats.

Was macht die Fachstelle Senioren am Landratsamt Passau?

Als Koordinierungs- und Servicestelle für die Seniorinnen und Senioren im Landkreis leistet die Fachstelle unter anderem…

•           Unterstützung der Seniorenbeauftragten des Landkreises

•           Organisation von Schulungen für Seniorenbeauftragte

•           Broschüren (u.a. Seniorenwegweiser, Notfallmappe, Notfallausweis, Info-Flyer)

•           Individuelle Beratung

•           Monatlicher Infobrief

•           Pflege des Veranstaltungskalenders für Senioren

•           Mitwirkung u.a. bei  Gesundheitsregion plus

•           Zusammenarbeit mit Wohlfahrtsverbänden

•           Zusammenarbeit mit LichtBlick Seniorenhilfe e.V. gegen Altersarmut und Alterseinsamkeit

•           Initiieren von neuen Projekten wie Digitallotsen oder Kulturbegleiter für Senioren