MdL Heisl holt Staatssekretär Kirchner zum WSV Rastbüchl
Rastbüchl, der traditionsreiche Standort für den Skisprung- und Nordischen Kombinationssport, könnte bald einen bedeutenden Meilenstein erreichen: Der WSV-DJK Rastbüchl strebt an, als Landesstützpunkt anerkannt zu werden. Bei einem Ortstermin auf Einladung von MdL Josef Heisl kamen nun Mandatsträger und Sportfunktionäre zusammen, um den Antrag des Vereins auch an Sandro Kirchner, Staatssekretär des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration, heranzutragen.
Die Schanzen in Rastbüchl bieten eine einzigartige Trainingsmöglichkeit für junge Athleten und werden ganzjährig von vielen Vereinen, Landesverbänden, Bundeskadern und internationalen Sportlern genutzt. „Zudem ist die Anlage ein wichtiger Austragungsort für Wettkämpfe wie den Bayerischen Schülercup, den Deutschen Schülercup und die Deutsche Schülermeisterschaft im Skisprung und der Nordischen Kombination. Die Anlage nimmt für den deutschen Skisprungnachwuchs einen hohen Stellenwert ein; und auch der Deutsche Skiverband hat die Bedeutung des Standortes Rastbüchl bereits herausgestellt“, führt die WSV-Vereinsvorsitzende Margit Uhrmann gegenüber dem Staatssekretär aus. Die schwierige finanzielle Lage des Vereins und der Gemeinde Breitenberg, zu der die Anlage gehört, werde allerdings zunehmend zur Belastung.
„Die Gemeinde sieht sich nicht in der Lage, die Betriebskosten sowie anstehende Investitionen in die Zukunft zu übernehmen“, erklärt Breitenbergs Bürgermeister Adolf Barth. Auch der Verein selbst hat bereits zahlreiche Mittel in die Sanierung der Schanzen gesteckt, doch die finanziellen Ressourcen reichen nicht mehr aus, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. „Die Skisprungschanze in Rastbüchl ist ein Aushängeschild für den gesamten Landkreis und ein bedeutender Touristenmagnet. Diese einmalige Anlage darf nicht verloren gehen“, betont der stellvertretende Landrat Hans Koller. Der CSU-Stimmkreisabgeordnete Josef Heisl verwies ebenfalls auf die hervorragende Unterstützung des Landkreises Passau, ohne die der Betrieb der Schanzen in den letzten Jahren nicht möglich gewesen wäre. Weiter hob er die ehrenamtliche Arbeit der Vereinsmitglieder hervor: „Die unermüdliche Arbeit der ehrenamtlichen Helfer und die Leidenschaft, mit der sich die Vereinsmitglieder für den Skisprungsport einsetzen, sind unverzichtbar für den Erfolg der gesamten Region – und damit eine tragende Säule des Vereins.“
Staatssekretär Sandro Kirchner zeigte Verständnis für die Herausforderungen und appellierte an die Gemeinde Breitenberg, sich um Stabilisierungshilfen zu bemühen. Dabei ergänzte Kirchner, dass auch der Freistaat die Skisprungschanze Anfang der 2010er Jahre mit Mitteln in Höhe von 250.000 Euro unterstützt hat.




