Rückgang bei Gülle und Jauche auf den Feldern

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    Bewässerte Flächen nehmen um 86 Prozent zu

    Fürth. Wie die Experten des Bayerischen Landesamts für Statistik mitteilen, wurden nach den endgültigen Ergebnissen der Landwirtschaftszählung 2020 in Bayern zwischen März 2019 und Februar 2020 etwa 45 493 800 Kubikmeter flüssiger Wirtschaftsdünger (Gülle, Jauche oder flüssige Biogasgärreste) auf die Felder gebracht. Das sind 15,0 Prozent weniger als im Jahr 2010 mit 53 528 000 Kubikmetern. Im Durchschnitt entfallen auf jeden Hektar Acker- und Dauergründland rund 14,7 Kubikmeter flüssiger Wirtschaftsdünger.

    2019/2020 beläuft sich die ausgebrachte Menge an festem Wirtschaftsdünger auf bayerischen Flächen auf 4 037 000 Tonnen.

    Breitverteiler verlieren an Bedeutung

    Die Techniken zur Ausbringung von Dünger haben sich in den letzten zehn Jahren verändert: Wurden 2010 in Bayern noch 87,3 Prozent (46 700 000 Kubikmeter) der flüssigen Wirtschaftsdünger mit sogenannten Breitverteilern breitflächig auf den Boden ausgebracht, sind es 2019/20 nur noch 51,1 Prozent (23 246 000 Kubikmeter). Aufgrund gesetzlicher Einschränkungen kommen heute vermehrt andere Verfahren wie Schleppschuhe und -schläuche, Schlitzverfahren oder Injektionstechniken zum Einsatz, die eine emissionsärmere Einbringung in die Böden ermöglichen. Auch die Zeit zwischen der Ausbringung und der Einarbeitung des Düngers in den Boden verkürzte sich seit der letzten Landwirtschaftszählung im Jahr 2010 deutlich. So wurden 2010 noch 62,0 Prozent (8 800 000 Kubikmeter) des flüssigen Wirtschaftsdüngers auf Stoppeln oder unbearbeiteten Flächen nach mindestens einer Stunde eingearbeitet. 2019/20 liegt dieser Anteil bei 14,1 Prozent (1 728 500 Kubikmeter). Auch dies trägt zu einer Reduktion gasförmiger Emissionen bei.

    Bewässerte Flächen nehmen deutlich zu

    Vermehrte Hitze- und Dürrephasen führen dazu, dass immer mehr bayerische Landwirte ihre Felder bewässern. So verfügten 2 216 landwirtschaftliche Betriebe im Jahr 2009 über technische Bewässerungsanlagen und Zugang zum Wasser. Im Jahr 2019 sind es 2 884 Betriebe mit insgesamt 55 674 Hektar Fläche, auf der Bewässerung möglich wäre. Davon wurden 26 742 Hektar, das entspricht einem Flächenanteil von 48,0 Prozent, tatsächlich bewässert. Zum Vergleich: Zehn Jahre zuvor lag dieser Anteil bei 37,6 Prozent und die bewässerte Fläche bei 14 378 Hektar. Die bewässerte Fläche hat somit binnen zehn Jahren um 86,0 Prozent zugenommen.

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