9.5 C
Hutthurm
Donnerstag, April 2, 2026
Start Blog Seite 1292

Kunst, Musik und Sport: Neue Ideen für die Ästhetische Bildung

0

Mehr als 80 Lehrkräfte, überwiegend aus Grundschulen der Region haben sich an der Universität Passau bei einer fächerübergreifenden Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Kunst, Musik und Sport in Szene gesetzt“ über Herausforderungen und neue Ansätze in der Ästhetischen Bildung ausgetauscht. Veranstaltet wurde der Fortbildungstag im Rahmen des Projekts „Strategien zur Kompetenzentwicklung: Innovative Lehr- und Beratungskonzepte in der Lehrerbildung“ (SKILL) der Universität Passau, das durch die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ gefördert wird.

„Das Symposium bringt Studierende, Lehrkräfte sowie Fachverantwortliche anderer Universitäten zusammen, um die Idee fächerübergreifender Projektarbeit ausgehend von Bilderbüchern zu streuen und in einen kritischen Diskurs zum Stellenwert ästhetischer Bildung in der Gesellschaft zu gehen“, erläutert Mirjam Sigl, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Musikpädagogik. Im SKILL-Teilprojekt „Kunst – Musik – Sport“ entwickelt sie seit 2016 transdisziplinäre Modellseminare und Workshopangebote, die angehende Grundschullehrkräfte auf die Herausforderungen und vielfältigen Möglichkeiten des Lehrens und Lernens im fächerübergreifenden Kontext vorbereiten und für die ästhetischen Fächer begeistern sollen. Diese Formate werden als Ergänzung zu den bestehenden Basisqualifikationen angeboten und zum Teil im Team-Teaching mit Kunstlehrerin Christina Sessler an der Grund- und Mittelschule Passau Neustift durchgeführt.

Keynote-Speaker Axel Horn, emeritierter Professor für Sportpädagogik und Sportdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, betonte in seinem „Plädoyer für Ästhetische Bildung“ die Bedeutung der Ästhetischen Bildung für die eigene Kreativität und Wahrnehmung sowie die Selbst-Bildung. Gegenwärtig „boomten“ zwar Angebote für Ästhetisches Lernen, jedoch meist als Wahlangebote außerhalb der regulären Unterrichtszeit, die weiterhin eine starke „Output-Orientierung“ zeige. Dieses „Mauerblümchen-Dasein“ der Ästhetischen Bildung werde auf Basis freiwilligen und zusätzlichen Engagements einzelner Lehrerinnen und Lehrer gepflegt. Eine ganzheitliche Bildungsauffassung solle hingegen ethische, emotionale und ästhetische Bereiche gleichberechtigt neben kognitives Spezialwissen stellen. „Wenn es in Bildung wirklich um den Menschen gehen soll, dann ist der Beitrag der Ästhetischen Bildung für eine ganzheitliche Bildung unverzichtbar“, so Horn.

Am Beispiel des Bilderbuch-Klassikers „Das kleine Ich bin Ich“ wurde anschließend gezeigt, wie sich unter Einbezug der Fächer Kunst, Musik und Sport ein fächerübergreifendes Theaterprojekt mit einfachen Mitteln realisieren lässt. Im künstlerischen Angebot gestalteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Prof. Dr. Alexander Glas und Theaterpädagoge Gerhard Bruckner bunte Fische an Holzstäben für eine Bewegungsübung unter Vorgabe verschiedener Emotionen. Im Workshop Musik luden Prof. Dr. Gabriele Schellberg und Lehrerin Claudia Haydn die Teilnehmenden ein, ausgewählte Textpassagen klanglich umzusetzen. Zudem erarbeiteten die Teilnehmenden exemplarisch ein Lied mit Boomwhacker-Begleitung. Im Workshop Sport stellte Prof. Dr. Gereon Berschin die gestalterischen Möglichkeiten mit Bewegungsmustern und Körperhaltungen dar. Der Fortbildungstag wurde abgerundet durch Filmbeispiele studentischer Projekte, die deutlich machten, dass – mit Blick auf Bühnenbild und Requisiten – „weniger mehr ist“ und das Zulassen offener Arbeitsformen kreative Ideen sprudeln lässt.

Kindergarten St. Nikola besucht den Seniorentreff

0

Passau. Stets gerne gesehene Gäste sind die Kinder des Kindergartens St. Nikola und ihre Betreuerinnen im Seniorentreff am Zwinger. So war denn auch beim kürzlichen Besuch die Stimmung zwischen Jung und Alt heiter und gelöst.

Zum Beginn hat Leiterin Gertraud Reichart zusammen mit den Kleinen das Zauberlied gesungen. Danach erzählte sie die Geschichte vom „Dicken, fetten Pfannkuchen“ und die Kinder hörten gespannt zu. Das Erzählte wurde anschließend noch szenisch dargestellt, wobei sich die Kinder verkleideten. Danach sangen sie das Lied „Die Raupe Nimmersatt“ und bastelten zusammen mit den Senioren einen Schmetterling aus Perlen, was beiden Seiten sichtlich viel Freude machte.

(Foto: Grübl)

Aus für das „Vegane Steak“

0

Leitsätze für vegane und vegetarische Fleischersatzprodukte

Die Angaben „vegetarisch“ und „vegan“ auf Lebensmitteln waren bisher ebenso wenig gere­gelt wie die Bezeichnungen vegetarischer Fleischersatzprodukte, zum Beispiel „Tofu-Burger“ oder „Soja-Schnitzel“. Dies führte zu unterschiedlichen Auslegungen in der Lebensmittel­branche, bei Behörden sowie bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Leitsätze für Fleischer­satzprodukte sorgen jetzt für mehr Klarheit.

Die „Leitsätze für vegane und vegetarische Lebensmittel mit Ähnlichkeit zu Lebensmitteln tieri­schen Ursprungs“ geben seit Dezember 2018 erstmals vor, wann Lebensmittel als „vegan“ bzw. „vegetarisch“ gelten. Demnach sind Lebensmittel „vegan“, wenn auf allen Produktionsstufen keinerlei tierische Bestandteile verwendet wurden einschließlich aller Zusatzstoffe. „Vegetarische“ Lebensmittel dürfen Erzeugnisse von lebenden Tieren wie Milch, Eier oder Honig enthalten. „Damit sorgen die Leitsätze für mehr Klarheit und sowohl Verbraucher als auch Hersteller wissen, welche Anforderungen vegane und vegetarische Lebensmittel erfüllen sollen“, so Eva Kirchberger, Diplom-Ökotrophologin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB).

Auch hinsichtlich der Bezeichnung vegetarischer Fleischersatzprodukte dienen die Leitsätze Herstellern und Lebensmittelüberwachungsbehörden als Orientierung. Bezeichnungen wie „veganes Filet“ oder „veganes Steak“, die sich auf gewachsene Fleischteilstücke beziehen, soll es künftig nicht mehr geben. Dagegen sind Bezeichnungen in Anlehnung an geschnittene oder zerkleinerte Fleischstücke, wie „Schnitzel“, „Gulasch“ oder „Frikadellen“, weiterhin üblich. Diese Lebensmittel heißen dann zukünftig zum Beispiel „veganes Seitan-Gulasch“ oder „vege­tarische Frikadellen aus Eiklar“.

Leitsätze sind rechtlich nicht verbindlich, stellen aber bei rechtlichen Auseinandersetzung eine Entscheidungshilfe dar. „Die Leitsätze finden nur in Deutschland Anwendung. Eine EU-weite gesetzliche Regelung gibt es derzeit nicht“, bedauert Kirchberger.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem VSB-Tipp: Leitsätze für vegane und vegetarische Fleischersatzprodukte

MdL Max Gibis informiert sich bei der PI Freyung

0

Austausch mit Polizeipräsident Herbert Wenzl

Freyung. Der Landtagsabgeordnete Max Gibis hat sich bei der Leiterin der Polizeiinspektion Freyung, Polizeirätin Ingrid Grötzinger über die aktuelle Sicherheitslage vor Ort informiert. „Als Mitglied des Innenausschusses des Bayerischen Landtags, in dem die Polizeithemen behandelt werden, ist es für mich unerlässlich, mich vor Ort bei den Praktikern zu erkundigen, ob die von uns beschlossenen Regelungen auch umsetzbar und hilfreich sind“, so MdL Max Gibis. Beim vereinbarten Termin mit Frau Inspektionsleiterin Grötzinger waren auch der Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Niederbayern, Herr Herbert Wenzl, sowie Polizeivizepräsident Manfred Jahn, in der Polizeiinspektion Freyung zugegen. Der Abgeordnete Max Gibis nutzte dieses Treffen deshalb auch gleich für einen Erfahrungsaustausch mit der Polizeispitze in Niederbayern.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die ausgezeichnete Sicherheitslage im Landkreis Freyung-Grafenau und im gesamten Regierungsbezirk Niederbayern, die durch niedrige Fallzahlen und eine überdurchschnittliche Aufklärungsquote gekennzeichnet ist. „Unser Ziel ist es, das hohe Sicherheitsniveau weiterhin zu gewährleisten und dies offensiv in der Öffentlichkeit darzustellen. Neben der objektiven Sicherheit kommt der gefühlten Sicherheit der Bevölkerung eine entscheidende Bedeutung für das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger zu“, betonten Polizeipräsident Herbert Wenzl und Vizepräsident Manfred Jahn.

MdL Max Gibis diskutierte mit seinen Gesprächspartnern darüber hinaus auch aktuelle Entwicklungen im Polizeibereich. Man war sich einig, dass sich die Bayerische Polizei insbesondere hinsichtlich rechtlicher Rahmenbedingungen, Personalstärke und Ausrüstung in einem ausgezeichneten Zustand befinde. „Ich freue mich, dass die Unterstützung aus der Politik vor allem hinsichtlich Equipment und Ausstattung, aber auch hinsichtlich neuer Stellen, außerordentlich hoch ist“, bekräftigte Polizeipräsident Herbert Wenzl seinen Dank an den Landtagsabgeordneten.

Im Anschluss an das Gespräch mit der Behördenleitung des Polizeipräsidiums Niederbayern tauschte sich der Abgeordnete Max Gibis noch mit der Leiterin der Polizeiinspektion Freyung, Ingrid Grötzinger, über die Situation vor Ort aus. „Ein großer Pluspunkt der Dienststellen im ländlichen Raum ist der Zusammenhalt der Kolleginnen und Kollegen, durch den die Herausforderungen der täglichen Polizeiarbeit bestmöglich bewältigt werden können“, freut sich die Dienststellenleiterin. „Auch die Zusammenarbeit mit der Polizeistation Waldkirchen, die der Polizeiinspektion Freyung nachgeordnet ist, funktioniert ausgezeichnet.“ Positiv bewertete Polizeirätin Grötzinger die Verstärkung der in ihrer Dienststelle integrierten Einheit der neuen Bayerischen Grenzpolizei. MdL Max Gibis zeigte sich erfreut darüber, dass die neue Bayerische Grenzpolizei positiv aufgenommen wird und dadurch auch die Dienststellen im ländlichen Raum gestärkt werden. Der Polizeiinspektion Freyung versprach Gibis seine Unterstützung bei allen Anliegen.

Des wird a Gaudi!

0

Der Förderverein Volksmusikakademie in Bayern e.V. lädt am 25. Mai ab 19:00 Uhr zur Wirtshaustour in Hauzenberg ein

Freyung. Seit vier Jahren organisiert der „Förderverein Volksmusikakademie in Bayern e.V.“ mittlerweile musikalische Wirtshaustouren.

„Bayerischer Bauer- und Beamtengesang (Foto: Donaubauer)

Dieses Mal gastiert die Wirtshaustour in Hauzenberg. Am 25. Mai ab 19:00 Uhr marschieren die Musikanten durch Hauzenberg und lassen sich in folgenden vier Wirthäusern zum Musizieren nieder: Gasthaus Gottinger, Gasthof Falkner, Kai´s Bistro und Stemplinger Hansl.

Die Volksmusikgruppen „Anna und Franzi“, der „Bayerischer Bauern- und Beamtengesang“, die „Geschwister Möckl“, die „Hinterbauernmusi“ und „Schmierdienst“ sorgen dabei dafür, dass die traditionelle Kultur des „Aufspielens im Wirtshaus“ wieder belebt wird.

„Geschwister Möckl (Foto: Rudi Möckl)
„Schmierdienst“ (Foto: Andrea Bauer)

Es empfiehlt sich frühzeitig einen Platz im Wirtshaus Ihrer Wahl zu reservieren. Der Eintritt ist wie immer bei den Wirtshaustouren des Fördervereins frei.

„Hinterbauernmusi“ (Foto: Anita Mörtelbauer)

Weitere Informationen rund um die Wirtshaustour und die Musikgruppen sind ab sofort auf den Seiten des Fördervereins https://www.volksmusikakademie.de/foerderverein.html und www.facebook.com/Volksmusikakademie einsehbar.

Fahraderlebnistag an der Donau: Beginn bereits um 9.30 Uhr

Windorf. Als Partner im europaweiten Projekt der vernetzten Schutzgebiete entlang der Donau („DANUBEparksCONNECTED“) will der Landkreis Passau am 16. April Zeichen setzen: Mit einem Radltag auf der Strecke Windorf-Jochenstein („Haus am Strom“). Denn die Donau verbindet mehr unterschiedliche Lebensräume als jeder andere Strom in Europa. Diese Botschaft soll vom Aktionstag ebenso ausgehen wie die Bedeutung des Donauabschnittes im Landkreis Passau für den europäischen Naturschutz.

Um für die Fahrt entlang der Donau von Windorf nach Jochenstein genug Zeit zur Verfügung zu haben, ist der offizielle Beginn nun bereits um 9.30 Uhr. Stellvertreter des Landrats Raimund Kneidinger wird die Teilnehmer begrüßen. Die Abfahrt ist für 10.15 Uhr geplant. Treffpunkt ist in Windorf am Rondell an der Uferpromenade, Parkplätze sind vorhanden. Der Treffpunkt ist vor Ort ausgeschildert.

Für Kurzentschlossene sind noch einige Restplätze verfügbar, bis Montag, 15. April, 12 Uhr sind Anmeldungen bei Claudia Schreder, Tel. 0851 397-294 oder email: claudia.schreder@landkreis-passau.de möglich. Die Radtour ist auch für Familien mit größeren Kindern geeignet. Es besteht ebenso die Möglichkeit, nur die Hälfte der Tour mitzufahren. Eine Zustiegsmöglichkeit gibt es um 12.30 Uhr in Passau am Bschütt. Für Proviant während der Fahrt werden die Teilnehmer gebeten, selbst zu sorgen.

Den Abschluss bildet um 17 Uhr eine Brotzeit mit Musik am „Haus am Strom“. Dort gibt es Gelegenheit, mit den Projektbeteiligten ins Gespräch zu kommen. Ab 18 Uhr bringt ein Shuttlebus die Teilnehmer und ihre Fahrräder wieder zurück nach Windorf.

Den Ernstfall realitätsnah simulieren!

0

Kinderklinik-Mitarbeiter trainieren Kindernotfälle im Rahmen hausinterner Simulationstrainings

Passau. „Herzfrequenz bei 220/min, Patient bewusstlos, kein Puls. Jetzt aber schnell. 1,2,3,4… Pedals kleben, laden – und: Weg vom Patienten.“ Es herrscht Anspannung auf Station 2, im ersten Stock der Kinderklinik Dritter Orden Passau – dennoch kein Grund zur Panik: Denn es ist kein echter Notfall, der Patient ist eine Puppe – zum Glück nur eine Simulation.

Nach mehreren Probeläufen im vergangenen Jahr hat das neu eingerichtete Simulationszentrum an der Kinderklinik Dritter Orden Passau in diesem Jahr den Regelbetrieb aufgenommen – technisch dabei auf höchstem Niveau ausgestattet. „Wir haben eine Sim-Station, ein Video- und Tonsystem, das die Trainings aufzeichnet und Möglichkeit zur idealen Nachbesprechung gibt. Trainiert wird mit unserer Frühchenpuppe Paul und Max, einer Simulationspuppe, die einem fünfjährigem Kind entspricht“, erklärt Ärztin Hannah Berger, Leiterin des Simulationsteams, beim Gang durch das Zimmer. Ein Patientenzimmer auf Station 2 wurde nämlich extra für die Trainingseinheiten ausgestattet und eingerichtet – „hier können wir Ernstfälle realitätsnah simulieren und die Mitarbeiter aus- und fortbilden“, betont Chefarzt Prof. Dr. Matthias Keller. So könne die Theorie immer wieder aufgefrischt und mit Praxisbeispielen unterlegt werden. „Jeder muss auf Notfälle so gut wie möglich vorbereitet sein. Mit unseren Puppen haben wir hier an der Kinderklinik das perfekte Werkzeug, ohne direkt am Patienten zu sein.“

Das Simulationsteam an der Kinderklinik Dritter Orden Passau: (v.l.) Ärztin Hannah Berger, Julia Löw, Simon Schönbrunner, Katrin Gellner und Susen Trembecki (Foto: Stefanie Starke)

Wo früher noch alle Mitarbeiter, egal ob Arzt, Pflegekraft oder Verwaltungsmitarbeiter, dasselbe Schulungsprogramm durchlaufen haben, wird heute genau unterschieden und zielgerichtet trainiert. „Es gibt die Basisreanimation, die jeder Mitarbeiter drauf haben muss und spezielle Trainingseinheiten, beispielsweise für die Notaufnahme oder Intensivtrainings für Neugeborenennotfälle. So wird niemand unter- oder überfordert und zugeschnitten auf sein Einsatzfeld geschult“, erklärt Hannah Berger weiter. Ob Patienten mit Krampfanfällen, Atemnot oder auch Wiederbelebungsmaßnahmen – „in Stresssituationen muss das Fachwissen abrufbar sein und perfekt angewendet werden können. Genau das wird hier trainiert.“ Jeder Mitarbeiter ist daher verpflichtet pro Jahr an zwei Schulungseinheiten teilzunehmen. „Wir denken uns immer wieder neue Szenarien aus. Erst werden ein Theorieteil und die sogenannte ‚familiarisation‘ durchlaufen, also das Vertrautwerden mit dem Equipment, danach stehen die Simulationen an“, so Berger, die gemeinsam mit ihrem 5-köpfigen Team die Fallbeispiele ausarbeitet und die Simulationen durchführt (siehe Foto 2).

Das Feedback ist durchwegs positiv: „Auch unser Team war natürlich total nervös vor den ersten Trainingseinheiten, ob auch wirklich alles klappt. Aber das hat es und die Mitarbeiter wollen mehr davon“, freut sich sich die Ärztin. Und auch Pflegekraft Julia Löw vom Simulationsteam kann bestätigen: „Die Simulationen werden immer sehr ernst genommen. Wir alle haben Spaß an der Arbeit und so eine Simulation vergeht wie im Flug.“

Übrigens: Ab Herbst werden in der Kinderklinik Dritter Orden Passau nicht nur hausinterne Simulations-Trainings abgehalten – „wir öffnen sozusagen unsere Türen und wollen auch anderen Fachkräften die Möglichkeit geben, mit unserem wertvollen technischem Equipment zu trainieren. So wird es unter anderem Einheiten für den Rettungsdienst geben“, erklärt Keller und freut sich über das externe Interesse.

Florian Kohl; ein junges Talent in der Stadtkapelle Waldkirchen

0

Am 20.1.2019 fand der Verbandsentscheid des Solo/-Duo-Wettbewerb „Concertino“ (vom Musikbund Ober- und Niederbayern) in Mitterfels statt. Florian Kohl startete bei den jüngsten in der Altersgruppe 1a (bis Jahrgänge 2010). Am Klavier wurde er von seiner Mama, Birgit Kohl begleitet. Mit 93 von 100 Punkten erreichte er das Prädikat „mit ausgezeichnetem Erfolg teilgenommen“ und bekam eine Weiterleitung zum Landesentscheid.

Florian Kohl ist 9 Jahre alt und geht in die 3. Klasse der Grundschule Holzfreyung. Er spielt seit September 2016 bei Pöschl Carola Tenorhorn.

Der Landesentscheid fand am 24.3.2019 in Marktoberdorf dann statt. Ausgerichtet wurde er vom Bayrischen Blasmusikverband. Insgesamt durften dort 148 Solisten und Duos aus ganz Bayern starten. Florian war einer davon. Wieder in der Altersgruppe 1a erreichte er dieses mal 91 von 100 Punkten und durfte sich nochmal über das Prädikat „mit ausgezeichnetem Erfolg teilgenommen“ freuen.

Ein großer Erfolg für den jungen Musiker. Seit November ist er zudem festes Mitglied der Stadtkapelle Waldkirchen und verstärkt das Tenorhornregister.
Die Stadtkapelle Waldkirchen freut sich über jeden jungen aber auch älteren Musiker der mitspielen möchte. Die Proben finden jeweils am Sonntag von 18:00 – 20:00 Uhr im Bürgerhaus statt.

Staunenswerte Artenvielfalt durch Weidewirtschaft

1

Kapellenhof

Es ist schon erstaunlich was eine extensiv bewirtschaftete Weide an Artenreichtum aufweisen kann. Davon konnten sich die zur Naturwanderung auf den Weideflächen am Kapellenhof in der Gemeinde Ringelai gekommenen Gäste mit eigenen Augen überzeugen.

Gerhard Falter von der Ökomodellregion Ilzer Land führte die Gruppe zusammen mit Karel Kleijn vom Bund Naturschutz und Gisela Thuringer über die Weideflächen des Kapellenhofs, welcher 2008 von der Zeitschrift „Pegasus“ mit dem Preis „Artenreichste Pferdeweide Deutschlands“ ausgezeichnet wurde. Über 180 verschiedene Gräser, Kräuter und Blumen wurden von den Biologen auf den extensiven Weiden gefunden, die von Frau Thuringer nach den Richtlinien des bayerischen Kulturlandschafts- und Vertragsnaturschutzprogrammes bewirtschaftet werden.

Die Teilnehmer der Naturerlebniswanderung am Kapellenhof bei der Erkundung der „artenreichsten Pferdeweide Deutschlands“ (Foto: Ilzer Land e.V.)

Naturnahe Weidewirtschaft ist das Erfolgsgeheimnis

Die unglaubliche Vielfalt liegt neben der extensiven Beweidung und dem Verzicht auf frühe Mähtermine sowie zugekauften Dünger und chemischen Spritzmitteln. Zwanzig Pferde leben auf dem rund 20 Hektar großen, idyllisch gelegenen, früheren Milchviehbetrieb, an den Hängen des Ohetals zwischen Ringelai und Perlesreut, den Gisela Thuringer seit vielen Jahren mit großem Engagement als Reiterhof bewirtschaftet.

Vielfalt durch Bewirtschaftung 

Bei der Erkundung der Weideflächen zeigte Karel Kleijn die vorhandene Pflanzenvielfalt in dem Mosaik von trockenen und feuchten Bereichen sowie an den Randbereichen zu Gebüschen, Feldgehölzen, Wildrosen, Schlehen und verstreut vorhandenen Einzelbäumen wie Walnuss oder Obstbäumen auf. Anhand vieler Beispiele erklärte Kleijn die Zusammenhänge von natürlich vorkommenden Pflanzen und den darauf angewiesenen Schmetterlingen, Bienen und anderen Insekten auf. Die hier vorkommende üppige Pflanzen- und Insektenvielfalt, ergänzte Falter, komme von der naturnahen, extensiven Bewirtschaftung der Flächen. Die Sicherung und Förderung einer extensiven Weidewirtschaft durch Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde und mehr seien außerdem mögliche, interessante  Zukunftsperspektiven, sowohl als Hobby als auch als Zusatzeinkommen, die es künftig wieder zu erkennen und zu nutzen gelte.

Ökonomie und Ökologie verbinden

Für Gerhard Falter den Projektmanager der Ökomodellregion sind sowohl der landwirtschaftliche Pachtbetrieb von Frau Thuringer als auch die Hotelpension „Kapellenhof“, hervorragende Beispiele von engagierten Menschen für eine gelungene Verbindung zwischen Ökonomie und Ökologie sowie für neue Wege in der Vernetzung von Landwirtschaft, Gastronomie und Tourismus, die auch andere Menschen inspirieren können.

Der Naturerlebnisspaziergang endete zu aller Freude mit der Sichtung eines über der Gruppe kreisenden Rotmilan, einem seltenen imposanten Greifvogel, sowie bei einer leckeren Biobrotzeit oder Kaffee und Kuchen im Hotelgasthof von Hannelore Hopfer.

Kanalsanierungsarbeiten starten in Hacklberg

0

Beginn am Donnerstag, 11.04.2019

Passau. Nachdem der Ausschuss für Bauen und Liegenschaften das Kanalsanierungskonzept für den Stadtteil Hacklberg beschlossen hat, kann nach erfolgter öffentlicher Ausschreibung am Donnerstag, 11.04.2019, mit dem 1. Sanierungsabschnitt begonnen werden.

Die TV-Inspektion der insgesamt 35,5 Kilometer Kanal im Stadtteil Hacklberg hat ergeben, dass bei 23 Prozent der Haltungen unmittelbarer Handlungsbedarf besteht. Bei den entsprechenden Reparaturarbeiten sollen in bebauten Bereichen angesichts der Zunahme von Starkregenereignissen auch hydraulische Sanierungen vorgenommen werden, die mehr als 50 Prozent der Gesamtkosten von rund 2,4 Millionen € ausmachen.

Die Umsetzung des Konzepts erfolgt in mehreren Bauabschnitten. Der 1. Abschnitt kann mit Hilfe des Inlinersanierungsverfahrens durchgeführt werden. Die Kosten der Maßnahme betragen ca. 200.000 €.

In folgenden Bereichen werden im 1. Sanierungsabschnitt Arbeiten durchgeführt:

  • Ferdinand-Wagner-Str. ab Ilzbrücke bis Niederhaus
  • Oberhaus ab Thingplatz bis Haus der Jugend
  • Eggendobl & Parkstr.
  • Neue Rieserstr., Alte Rieserstr., Ludwigshöhe & Teufelsweg
  • Neue Rieser Str., Kr PAs 1
  • Alte Rieser Str. auf Höhe Rennweg
  • Bockhofweg
  • Sturmbergweg im Bereich von Hausnr. 2 – 6
  • Sturmbergweg im Bereich von Hausnr. 24
  • Angertstr. (B12) zwischen Hausnr. 27 – 51
  • Angerstr. im Bereich von Hausnr. 55

Während der Sanierungsarbeiten kann es zu geringen Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs kommen. Übersichtslagepläne zu den jeweiligen Gebieten können auf der Homepage der Stadt Passau eingesehen werden. Ebenso stellt die Stadt Passau unter https://bit.ly/2G3721T einen Leitfaden mit Tipps und Ansprechpartnern der Stadt Passau für die Bürger bzgl. ihrer Hausanschlussleitungen bereit.

Bei den Sanierungsarbeiten am öffentlichen Kanal sind auch Privatgrundstücke betroffen.

Diese Notwendigkeit hat eine zusätzlich durchgeführte, rechnerische Überprüfung ergeben. Abhilfe wird durch größere Durchmesser geschaffen, die die Leistungsfähigkeit der Kanäle steigern. Aufgrund der zunehmenden Starkregenereignisse wurde aus Vorsorgegründen bei der Sanierungsplanung für Hacklberg die Empfehlung des Bayerischen Landesamtes für Umwelt berücksichtigt, die Häufigkeiten für die Modellregengruppen zu verringern.

Die Stadt Passau ist als Betreiberin der Entwässerungsanlage für die Dichtheit der öffentlichen Kanäle verantwortlich. Das gesamte Kanalnetz mit einer Länge von 450 km wird in hydraulisch zusammenhängende Abschnitte gegliedert und schrittweise saniert.