Passauer Polizeileiter: „Wir wachsen wieder“

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    CSU-Abgeordnete Taubeneder und Waschler tauschen sich mit PI-Passau aus

    Passau. Auch zum Auftakt im neuen Jahr sind die politischen Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie das dominierende Thema beim Austausch zwischen den Landtagsabgeordneten Walter Taubeneder und Prof. Dr. Gerhard Waschler mit Stefan Schillinger, dem Leiter der Polizeiinspektion (PI) Passau sowie dessen Stellvertreter Christian Dichtl.

    „Natürlich sind wir bei Kontrollen im Zusammenhang mit den Infektionsschutzvorgaben immer wieder Diskussionen mit den Bürgern ausgesetzt, aber grundsätzlich werden die Vorschriften ernst genommen, und auch unsere Kontrolltätigkeiten stoßen auf große Akzeptanz“, so Schillinger. Dabei kontrolliert die Polizeiinspektion Passau bis zu 100 Örtlichkeiten pro Woche, teils auch in Absprache gemeinsam mit dem Ordnungsamt: „Nur wenige Probleme haben wir in der Gastronomie. Die Betreiber achten hier sehr auf die Einhaltung der derzeitigen Vorgaben“, betont Christian Dichtl in diesem Zusammenhang.

    Deutlich mehr mache der Inspektion die derzeitige Situation mit den sogenannten ‚Spaziergängen‘ zu schaffen, die in den meisten Fällen unter das Versammlungsrecht fallen würden. Damit die infektionsschutzrechtlichen Vorgaben eingehalten werden, ist in jedem Fall eine polizeiliche Betreuung erforderlich. „Wir haben vermehrt Problemfälle bei den Demonstrationen, und die halten uns sehr auf Trab“, so die Polizisten.

    Alles in allem – eben unter Einbezug der zusätzlichen Aufgaben im Rahmen der Pandemiebewältigung – sei man bei der Polizei einer hohen Arbeitslast ausgesetzt. „Es wird einfach immer mehr Arbeit, und dazu kommt natürlich, dass auch die Polizei selbst von Corona betroffen sein kann und wir mit Ausfällen rechnen müssen“, so Schillinger, der jedoch in diesem Zusammenhang auf die insgesamt hohe Impfquote von über 90 Prozent an der Dienststelle und das umfangreich ausgearbeitete und strikt angewandte Hygienekonzept bei der PI Passau verweist.

    Es sei auch die Anzahl an Fällen von häuslicher Gewalt oder die grundsätzliche Zunahme von Schwertransporten, die für eine größere Arbeitslast sorge. Schließlich landet alles, jede Büroanfrage, jeder Einsatz, jede Demonstration oder auch Abschiebeaktivität zunächst auf dem Schreibtisch der PI Passau.
    Auch deswegen blicke man höchst erfreut auf die Personalentwicklung in den nächsten Wochen. So weiß Stefan Schillinger schon jetzt, was an neuem Personal im März komme. „Wir wachsen wieder und bekommen damit auch das Minus der letzten Jahre abgedeckt. Heißt auch, dass wir im zweiten Quartal 2022 so aufgestellt sind, dass wir noch besser als bisher arbeiten können – auch wenn sich die Situation im Jahresverlauf auch wieder verschärfen kann.“

    Der Blick auf die Kriminalstatistik gebe keine besonderen neuen Erkenntnisse. Die Aufklärungsquote gestalte sich ähnlich wie die Jahre zuvor, und auch die Einbruchszahlen würden sich weiterhin stabil im unteren Segment bewegen – „Wir sind eine sichere Gegend, was sicherlich auch auf die starke Polizeipräsenz zurückzuführen ist“, betont Dichtl, der hier aber auch die gute Zusammenarbeit mit der Sicherheitswacht erwähnen möchte. Diese habe sich als wertvoller Partner und wichtige Institution erwiesen und sich auch im Sinne der Ansprache für die Bürger etabliert.

    Auffälligkeiten würden sich vor allem im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität abzeichnen. „Die Verkehrsdelikte gehen nach dem harten Lockdown im letzten Jahr wieder nach oben, das merken wir schon. Und darunter sind auch mehr Unfälle unter Alkohol und Drogen zu verzeichnen“, so Dichtl weiter. Der Betäubungsmittelbereich sei derzeit ein Problemfeld in der Region. Aufgriffszahlen und Sicherstellungsmengen würden sich leicht nach oben entwickeln. „Wir sehen eine Legalisierung von Betäubungsmitteln ganz klar als falsches Signal“, meinen die Polizisten dazu.

    Jetzt freue sich die Insepktion zunächst über den anstehenden Umzug in das neue Polizeigebäude: „Es gibt Stimmen, die mit dem Wegzug aus dem bisherigen Gebäude den Rückgang der Polizeipräsenz im Innenstadtbereich befürchten – das wird aber nicht der Fall sein“, so Stefan Schillinger. Erste Bereiche würden in den nächsten Wochen bereits ihre Sachen packen – die Polizeiinspektion Passau wird dann im Frühjahr den Umzug fix machen. „Es ist jetzt wirklich an der Zeit. Künftig sind wir dann mit den besten Rahmenbedingungen für all unsere Aufgaben ausgestattet – sowohl im Sinne eines guten Arbeitsumfelds als auch die tatsächliche Ausstattung an Mann und Frau“, so die Polizisten abschließend.

    „Innere Sicherheit ist ein hohes Gut, daher sind wir alle dankbar, dass wir uns in unserer Heimat sicher fühlen dürfen. In diesem Sinne danken wir für Ihre Arbeit für unsere Bevölkerung“, so die beiden Landtagsabgeordneten zum Schluss.

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