Weltgebetstag 2021

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    Beispiel-Gottesdienst zeigt, wie stimmungsvolle Feier möglich ist

    Der Weltgebetstag der Frauen wird alljährlich am ersten Freitag im März – in diesem Jahr also am 5. März 2021 – in mehr als 150 Ländern rund um den Globus gefeiert. Frauen, Männer und Kinder verbinden sich im Gebet und zeigen sich solidarisch. Auch in diesem Jahr findet der Weltgebetstag statt – trotz Corona.

    Passau. Doch wie genau können die Feiern, die normalerweise intensiv gemeinschaftlich vorbereitet werden und bei denen das Miteinander im Fokus steht, aussehen? Das ökumenische Vorbereitungsteam im Bistum Passau hat es vorgemacht. Im Rahmen eines Beispielgottesdienstes in der Kirche St. Nikola in Passau konnten die teilnehmenden Frauen erleben, dass auch unter Einhaltung aller nötigen Schutzmaßnahmen ein schön gestalteter Gottesdienst möglich ist, der tiefe Einblicke in das diesjährige Schwerpunktland Vanuatu gibt. „Vieles ist anders. Wir können nicht gemeinsam singen, tanzen, uns an den Händen fassen oder zum Schluss beim Segen der Vorderfrau die Hand auf die Schulter legen“, sagte Tanja Kemper, Bildungsreferentin beim Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) in der Diözese Passau, zur Einführung. Dennoch sei es von großer Bedeutung, den Weltgebetstag hoch zu halten. „Unsere Solidarität ist wichtiger denn je. Wir dürfen jetzt nicht aus- und nachlassen – für die Frauen auf Vanuatu und auf der ganzen Welt, denen die Spenden des Weltgebetstags zu Gute kommen. Ein Spendeneinbruch wäre eine Katastrophe“, sagte Kemper. Zudem stellte sie heraus, dass es vielfältige Möglichkeiten für Engagement zum Weltgebetstag gibt, die auf der offiziellen Homepage unter www.weltgebetstag.de zu finden seien. „Natürlich hoffen wir aber, dass Sie vor Ort Gottesdienste feiern können – so wie wir das nun gemeinsam machen“, so Kemper weiter.

    Das Motto des diesjährigen Weltgebetstags lautet „Worauf bauen wir?“ Damit wird Bezug zum Bibeltext aus Matthäus 7, Vers 24 bis 27, der am Ende der Bergpredigt steht, hergestellt. Nur das Haus, das auf festem Grund stehe, würden Stürme nicht einreißen, heißt es darin. Die Christinnen aus Vanuatu rufen dazu auf, Hören und Handeln in Einklang zu bringen. „Wo wir Gottes Wort hören und danach handeln, wird das Reich Gottes Wirklichkeit. Wo wir uns daran orientieren, haben wir ein festes Fundament – wie der kluge Mensch im biblischen Text. Unser Handeln ist entscheidend“, folgern die Frauen. Zentrales Element eines jeden Weltgebetstags ist es auch, Land und Leute vorzustellen und für spezifische Problemlagen zu sensibilisieren. Dank Bilder und Erzählungen lernten die Teilnehmerinnen des Beispiel-Gottesdienstes das Schwerpunktland detailliert kennen. Sie erfuhren unter anderem, dass Frauen auf dem pazifischen Inselstaat Vanuatu keineswegs gleichberechtigt leben können. Zudem ist Vanuatu extrem vom Klimawandel betroffen. Die steigenden Wassertemperaturen gefährden Fische und Korallen. Durch deren Absterben treffen die Wellen mit voller Wucht auf die Inseln und tragen sie Stück für Stück ab. Steigende Temperaturen und veränderte Regenmuster lassen Früchte nicht mehr so wachsen wie früher. Zudem steigt nicht nur der Meeresspiegel, sondern auch die tropischen Wirbelstürme werden stärker. So zerstörte zum Beispiel 2015 der Zyklon Pam einen Großteil der Inseln, 24 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Wirbelsturm. Um dem entgegenzuwirken, gilt seit zwei Jahren auf Vanuatu ein rigoroses Plastikverbot. Die Nutzung von Einwegplastiktüten, Trinkhalmen und Styropor ist verboten. Auch hier in Deutschland will der Weltgebetstag in diesem Jahr für das Klima tätig werden. Als kleines Geschenk an die Mitfeiernden sind deshalb bienenfreundliche Samen im Sortiment, die dazu beitragen sollen, Lebensraum für Bienen zu schaffen und die Artenvielfalt zu erhalten. Diese wurden auch beim Beispiel-Gottesdienst verteilt – selbstverständlich kontaktlos. Da gemeinsames Singen nicht möglich ist, wurde die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes vom Ehepaar Kabuyé übernommen. Eine weitere Möglichkeit ist die Einspielung von Musik vom Band. So kann beispielsweise die traditionelle Wassermusik, die auf Vanuatu für Lebensfreude und Gemeinschaft steht, in den Feiern integriert werden.

    Am Ende des Beispiel-Gottesdienstes waren sich alle Beteiligten einig: Trotz der derzeit geltenden Corona-Regeln ist es möglich, eine würdige Weltgebetstags-Feier zu organisieren. Damit sich auch Frauen, die nicht teilnehmen konnten, vom Beispiel-Gottesdienst inspirieren lassen können, würde dieser mitgefilmt. Unter www.frauenbund-passau.de kann die Aufzeichnung abgerufen werden.

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