(v.l.) Ordnungsamtsleiter Erik Linseisen, Polizeidirektor Stefan Schillinger, Kriminaldirektor Michael Krickl, EPHK Jürgen Sälzer (stv. Leiter der Verkehrspolizeiinspektion Passau), Oberbürgermeister Jürgen Dupper (Foto: Stadt Passau)

Gute Sicherheitslage auch im Pandemiejahr 2020

Polizei Passau übergibt aktuellen Sicherheitsbericht für die Stadt Passau

Passau. Nachdem bereits im vergangenen Jahr das sehr gewährte jährliche Sicherheitsgespräch zwischen der Polizei und der Stadt Passau pandemiebedingt in einem kleinen Rahmen durchgeführt werden konnte, hat Polizeidirektor Stefan Schillinger als Leiter der Polizeiinspektion Passau im Beisein des Leiters der KPI Passau, Kriminaldirektor Michael Krickl sowie dem stellvertretenden Leiter der Verkehrspolizeiinspektion Passau, EPHK Jürgen Sälzer, an Oberbürgermeister Jürgen Dupper auch heuer den Sicherheitsbericht 2020 erläutert. Trotz des Pandemiejahrs und der damit verbundenen Herausforderungen konnte wiederholt eine grundsätzlich sehr gute Sicherheitslage im Stadtgebiet festgestellt werden.

OB Dupper nahm dieses erfreuliche Ergebnis zum Anlass, sich bei der Polizei für die gute Zusammenarbeit in allen Sicherheitsbereichen zu bedanken:

Nachdem Corona nahezu alle Lebensbereiche beeinflusst hat, ist es nicht verwunderlich, dass sich das Pandemiejahr auch im Sicherheitsbericht von 2020 widerspiegelt. Dass die Passauerinnen und Passauer trotz der besonderen Situation und der sich ständig ändernden gesetzlichen Regelungen ein gutes und verlässliches Sicherheitsgefühl haben konnten, ist dem guten Miteinander zwischen allen Sicherheitsbehörden zu verdanken.

Jürgen Dupper, Oberbürgermeister Stadt Passau

Polizeidirektor Stefan Schillinger: „Der Sicherheitsbericht 2020 zeigt, dass das Coronajahr auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizeiinspektion Passau vor viele ergänzende Herausforderungen gestellt hat. Dennoch konnten sich die Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Passau nach wie vor sicher fühlen. Hervorzuheben ist die sehr gute, teilweise deutlich über dem Schnitt vergleichbarer Städte liegende Aufklärungsquote, die der Inspektionsbereich im vergangenen Jahr erreichen konnte.“

Die Einschränkungen der Sozialkontakte und das zeitweise Erliegen nahezu des gesamten gesellschaftlichen Lebens hatte neben anderen Faktoren sicherlich auch Auswirkungen auf die Kriminalitätslage. So ist die Gesamtkriminalität (ohne ausländerrechtliche Verstöße) in der Stadt Passau mit einem Rückgang von 330 Fällen auf 3.604 ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres geblieben. Die Aufklärungsquote konnte dagegen um weitere 1,1 Prozent auf 70,8 Prozent nochmals angehoben werden.

Sehr erfreulich ist der teilweise deutliche Rückgang in nahezu allen Deliktsbereichen. So wurden im Bereich der Gewaltkriminalität im vergangenen Jahr 121 Fälle (-18 % zum Vorjahr), im Bereich der Straßenkriminalität 476 Fälle (-9,3% zum Vorjahr) und im Bereich der Diebstahlskriminalität 720 Straftaten (-27,2% zum Vorjahr) festgestellt.

Dass viele Menschen im letzten Jahr Corona-bedingt zu Hause waren und auch zum Teil ihre Wohnungen besser gegen Einbruch gesichert haben, hatte u.a. auch deutliche positive Auswirkungen auf die Fallzahlen der Wohnungseinbrüche. Auch hier konnte ein erneuter starker Rückgang um 23 auf 7 Delikte ≙ -76,7% (einschließlich ggf. Versuchstaten ohne Vollendung) verzeichnet werden.

Im Bereich der Rauschgiftkriminalität hat sich 2020 nahezu das gleiche Niveau eingestellt wie bereits 2019. Ein erheblicher Anstieg wurde beim Rauschgifthandel und –schmuggel von 63 auf 122 Fälle ermittelt. Die Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität steht deshalb nach wie vor im besonderen polizeilichen Fokus, insbesondere durch weiterhin forcierte Ermittlungs- und Kontrolltätigkeit aller Passauer Polizeidienststellen. Darüber hinaus musste ein enormer Anstieg an Sexualstraftaten (z. B. durch versendete einschlägige Nachrichten, oder auch durch Stalkinghandlungen) von 46 auf 71 Fälle verzeichnet werden.

Neben der Kriminalitätslage wurde auch die Verkehrsunfallstatistik für 2020 erörtert. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle in der Stadt Passau (einschließlich der BAB A3) ging um 28,24% auf 1.504 Unfälle zurück. Da pandemiebedingt insgesamt weniger Personen im Straßenverkehr unterwegs waren, ist davon auszugehen, dass dieser Umstand für diesen großen Rückgang mitursächlich ist. Erneut ist kein Mensch im vergangenen Jahr an den Folgen eines Verkehrsunfalles im Stadtgebiet verstorben.

Abschließend fasste Polizeidirektor Schillinger zusammen, dass die niederbayerische und insbesondere auch die örtliche Polizei weiterhin alle Maßnahmen ergreifen werden, die gute Sicherheitslage in der Stadt Passau sowie das aufrecht zu erhalten. Oberbürgermeister Jürgen Dupper kündigte hierfür die weitere gute und fruchtbare Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Passau an.