„Betreutes Wohnen mitten in der Stadt – ehrwürdiges altes Haus gewinnt an neuer Bedeutung“

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    Landtagsabgeordnete Taubeneder und Waschler begutachten Baustelle am Rindermarkt – ehemaliges Altenheim wird umfunktioniert

    Passau. Tatsächlich ist es eine ungewohnt hohe Summe, die die Bayerische Landesstiftung für eine einzelne Sanierungsmaßnahme aussteuert – immerhin fließen 766.500 Euro an das St. Johannis-Spital-Stift Passau, um den Um- und Teilneubau des ehemaligen Altenheims am Rindermarkt zu vollziehen.

    „Die Gesamtkosten liegen bei knapp 15,5 Millionen Euro. Das ist eine große Maßnahme mitten in der Stadt, und wir sind für jede Förderung dankbar“, bringt es Oberbürgermeister Jürgen Dupper bei einem Ortstermin mit den CSU-Landtagsabgeordneten Walter Taubeneder und Prof. Dr. Gerhard Waschler auf den Punkt.

    „Wenn solche Summen fließen, möchte man sich doch gerne ein Bild von den laufenden Entwicklungen machen“, freut sich MdL Waschler über detaillierte Informationen zu dem Vorhaben mitten in der Altstadt.

    Das ehrwürdige Haus wurde zuletzt in den späten 70er Jahren saniert und hergerichtet: „Um das alte Seniorenheim zu einer Einrichtung des Betreuten Wohnens umzufunktionieren, wird sich hier einiges ändern; Teilweise fallen Baukörper komplett weg, teils wird im Bestand umgebaut. Letztlich entstehen hier 46 Wohnungen unterschiedlicher Größen, für maximal 68 Personen“, erklärt Thomas Bahle, Leiter der Stiftungsverwaltung der Stadt Passau. So erhalte das ehemalige Seniorenheim einen idealen neuen stiftungsgerechten Zweck. Immerhin reiche die Geschichte des St. Johannis-Spitals am Rindermarkt bis in die Zeit der Kreuzzüge zurück: Es wird von einer Gründung im Jahr 1200 ausgegangen. „Das genaue Datum ist nicht bekannt, aber die Stiftung zählt tatsächlich zu den ältesten in ganz Bayern. Das Hospital wurde damals vom Domkapitel zunächst für Pilger gegründet, dann für die Armen und Hungernden genutzt und hatte sich über die Jahre zu einer der einflussreichsten Stiftungen der Stadt entwickelt, auch mit entsprechendem Waldbesitz und Einnahmen von weiteren Anwesen. Die Spitalverwaltung wurde später der Stadt selbst anvertraut, die sie bis heute innehält“, erklärt Bahle weiter.

    Nun soll im Jahr 2025 an dieser Stelle eine Einrichtung für rüstige ältere Bürgerinnen und Bürger entstehen. „Eigentlich klassisches Betreutes Wohnen; für Menschen mit Pflegegrad 1 bis 2“, erläutert der Oberbürgermeister weiter. Das bei gestaffelten Mietpreisen, angefangen bei sechs bis sieben Euro pro Quadratmeter gelte es, eine Einrichtung für ‚Jedermann‘ zu schaffen: „Wir errichten hier qualitativ hochwertige Wohnräume für ältere Menschen mitten am Puls des Lebens – direkt in der Fußgängerzone. Das ist wirklich etwas Außergewöhnliches. Das haben uns auch die Fachstellen der Regierung von Niederbayern bestätigt“, so Jürgen Dupper weiter. Sicherlich gingen auch deswegen schon jetzt erste Mietanfragen bei der Stadt ein – „Und wir stecken noch mitten im Bau, der sich nicht einfach gestaltet, auch wegen der Lage und den entsprechenden Anforderungen des Landesamts für Denkmalpflege“, erläutert Thomas Bahle.

    Letztlich entstehe hier ein echter Mehrwert für die Passauer Bürgerinnen und Bürger. „Eine erfreuliche und spürbare Zuwendung aus Mitteln der Landesstiftung, für eine noch erfreulichere Maßnahme im Zentrum von Passau. Wir sind gespannt, wenn man in einigen Monaten mehr sehen kann – das wird eine vorbildliche Einrichtung“, sind sich die Abgeordneten einig und danken für die Einblicke. „Die Zuwendungen der Bayerischen Landesstiftung für sämtliche Maßnahmen sind stets segenreich und wertvoll für unsere Region“, so Abgeordneter Taubeneder abschließend.

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