Mit einfachen Tipps zum nachhaltigen Arbeitsplatz

Klimafreundlich im Homeoffice

Der Büroalltag wird immer digitaler. Virtuelle Teamsitzungen ersetzen die Besprechung vor Ort und das Gespräch mit dem Kollegen im Homeoffice erfährt durch Videotelefonie eine persönlichere Note. Doch die krisenbedingte Digitalisierung verbraucht enorme Datenmengen und damit weltweit Ressourcen. Mit einfachen Maßnahmen entgegenwirken? Der VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB) erklärt, wie der Schritt zum klimafreundlicheren Arbeitsplatz gelingt.

Videokonferenzen sparen gegenüber Dienstreisen in den meisten Fällen enorme Mengen Kohlendioxid ein. Gerade wenn die Teilnehmer von verschiedenen, weit entfernten Orten anreisen, ergeben sich bei einem Online-Meeting Umweltvorteile. Allerdings verursachen digitale Dienste durch den Betrieb global vernetzter Rechenzentren auch einen CO2-Fußabdruck, der sich leicht reduzieren lässt. „Schalten Sie die Kamera bei einer Online-Besprechung öfter mal aus“, rät Marianne Wolf, Umweltexpertin beim VSB: „Videoübertragung verursacht einen dreimal höheren Kohlendioxidausstoß als ein digitales Meeting mit deaktivierter Kamera.“ Die gute alte Telefonkonferenz hat also auch Vorteile – auf jeden Fall spart sie Daten und somit Strom.

Sowohl im Unternehmen als auch im Homeoffice sollte Ökostrom der Standard sein. Beim Neukauf von Elektrogeräten lohnt es sich, auf energieeffiziente Rechner, Drucker und Co. zu achten. Am wenigsten Strom braucht der PC, wenn er komplett ausgeschaltet ist – nämlich keinen. Über Nacht oder am Wochenende ist also das Herunterfahren des Computers die beste Option. Der Energiesparmodus empfiehlt sich, wenn Sie sich nur kurz vom Arbeitsplatz entfernen. Offene Apps werden in ein „Nickerchen“ versetzt und sind sofort wieder einsatzbereit. Für die Mittagspause und bei mehrstündiger Abwesenheit sollten Sie den Ruhezustand wählen. Dieser benötigt weniger Energie als der Energiesparmodus.