Menüservice-Leiterin Susanne Höfler (r.) bedankte sich ganz herzlich bei Tanja Petzi für die tolle Spendenaktion (Foto: Krenn)

„Menschen nicht vergessen, die bedürftig sind“

700 Euro für die Malteser Mahlzeiten-Patenschaften

Passau/Bad Birnbach. Tanja Petzi ist die Leiterin der sozialpflegerischen Ausbildung bei den Maltesern. Vor einiger Zeit hat sie sich einen Traum erfüllt. In ihrem Heimatort Bad Birnbach bietet sie im „Petzis“ unter anderem selbst kreierte Objekte aus Treibholz, Kunsthandwerk und Second Hand-Artikel an. Immer wieder gibt es dort auch soziale Aktionen.

Früher hätte sie nie gedacht, dass es auch bei uns Menschen gibt, die Probleme damit haben, sich eine warme Mahlzeit am Tag zu leisten, sich Lebensmittel von der Tafel holen müssen oder die selbst nicht mehr in der Lage dazu sind, für sich zu kochen, weil sie alt und gebrechlich geworden sind, sagt Tanja Petzi betroffen.

Das alles habe sie erfahren, weil sie gute Verbindungen zu den Kolleginnen des Menüservice der Malteser hat. Diese sind immer auf der Suche nach Spendern, die im Rahmen der Mahlzeiten-Patenschaften finanzielle Mittel für eben diesen Personenkreis zur Verfügung stellen, der damit in den Genuss eines warmen Essens am Tag kommt. „Dieses Wissen war für mich letztlich der Beweggrund dafür, eine Spendenaktion für die Mahlzeiten-Patenschaften ins Leben zu rufen. Auch, weil ich weiß, dass hier wirklich jeder Euro beim Bedürftigen ankommt“, betont Tanja Petzi.

Nun konnte sie ihrer Kollegin Susanne Höfler, Leiterin des Malteser Menüservice, 700 Euro überreichen. „Mit diesem Erfolg hätte ich niemals gerechnet. In meinen Augen ist es herzergreifend, dass es doch immer wieder Menschen gibt, und so viele Menschen gibt, die aus freien Stücken geben“, strahlt Tanja Petzi.

Ihre Spendenbitte ging über die Facebook-Seite des Ladens. Knapp 2.000 Aufrufe hatte das Video. Mit der Aktion wollte sie „die Menschen abholen, sie berühren und sie dazu bringen, ihre Scheuklappen zu öffnen, über die nachzudenken und die nicht zu vergessen, denen es schlechter geht als ihnen selbst, die bedürftig sind und Not leiden.“

Das sei ihr ein Herzensanliegen in Zeiten, in denen wir alle durch Corona sehr eingeschränkt sind, sagt Tanja Petzi. Jeder habe zum großen Ganzen beigetragen. „Die einen haben mehr gegeben, weil sie es haben. Aber es gab auch Spenden von drei Euro von Menschen, für die dieser Betrag ein echtes Opfer bedeutete“, fährt Tanja Petzi fort. Sie berichtet auch bewegt von einer Person, die selbst von Grundsicherung lebt und einen größeren Betrag beigetragen habe. „Sie hat das unbedingt gewollt. Ich finde das sehr bemerkenswert.“ Viele Freunde und Bekannte hätten gespendet, aber auch fremde Menschen. Und weil sie viele Dinge selbst herstellt, hat jeder der 29 Spender als Dankeschön ein Giveaway bekommen: kleine Holz- oder Glasanhänger, Energiesprays oder handbemalte Steine.

Von der Aktion zeigte sich bei der Spendenübergabe an der Diözesangeschäftsstelle in Passau auch Susanne Höfler beeindruckt. „Tanja Petzi kann stolz auf das sein, was sie da auf die Beine gestellt und erreicht hat. Dies in einer Zeit, in der auch ihr Laden geschlossen bleiben musste. Unter diesen Umständen hätten wir nie mit einer so hohen Spende gerechnet“, freut sie sich. Es sei immer schön, wenn jemand bei Spendenaktionen auch an die Mahlzeiten-Patenschaften denke. „Durch den Aufruf von Tanja Petzi wird für uns die Wertschätzung für die Patenschaften spürbar.“