„Kommunal? Digital!“: Deggendorf ist dabei

Drei der Teilnehmer (v.l.): Franz Kaiser, Andreas Kürschner und Carina Haller bilden das Schnittstellenteam (Foto: Stadt Deggendorf)

Mit dem Vorschlag für ein innovatives Parkleitsystem schaffte es die Stadt Deggendorf in die zweite Auswahlphase des Wettbewerbs

Deggendorf. Mit der Idee vom innovativen Parkleitsystem der Zukunft bewarb sich die Stadt Deggendorf Anfang des Jahres beim Wettbewerb des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales mit dem Titel „Kommunal? Digital!“. Ziel ist es, digitale Lösungen zur Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität in Städten und Gemeinden zu entwickeln und dabei möglichst nachhaltige Best-Practice-Projekte in die Wege zu leiten. Hierzu sagt die Bayerische Digitalministerin Judith Gerlach: „Von dem Erfindungsreichtum der kreativsten Kommunen in Bayern sollen alle anderen auch profitieren können. Wir wollen eine nachhaltige Entwicklung der Kommunen mithilfe der Digitalisierung erreichen.“

Um die Vorstellung vom intelligenten Parkleitsystem für Deggendorf zu konkretisieren und in ein Konzept zu gießen, machten sich 20 schlaue Köpfe aus der Deggendorfer Start-Up-Szene im Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern am ITC1 während eines Ideenwochenendes in Kleingruppen eifrig an die Ausarbeitung eines innovativen Systems, das dem Verkehrsteilnehmer echtne Mehrwert bieten soll. Vertreten waren dabei sowohl technikaffine Experten, als auch Marketing-Asse sowie kreative Ideengeber, die gemeinsam an einer realistisch umsetzbaren Lösung arbeiteten. Hierzu wurden mehrere Teams mit unterschiedlichen Schwerpunkten gebildet, wie etwa ein Innovationsteam, das sich mit dem Nutzen eines neuen, interaktiven Systems beschäftigte oder aber ein Hardware- sowie ein Schnittstellen-Team, die vor allem die technische Umsetzbarkeit eines vernetzten Parkleitsystems fokussierten.

Schnell war klar, dass das Ziel sein muss, das Parken in Deggendorf so einfach und angenehm wie möglich zu gestalten. Dabei sollen neuste Technologien, wie etwa die Sensorik, KI oder Floating Car Data unterstützen. Letztlich darf der Parkvorgang nicht isoliert gesehen werden. Vielmehr geht ihm ein schematischer Prozess der Vorbereitung, der Navigation sowie der Verkehrs- und Parkleitung vor Ort voraus, bevor der Autofahrer bzw. die Autofahrerin an sein oder ihr Ziel gelangt. Er oder sie muss zielgerichtet und effizient durch die Stadt gelenkt werden.

Auf diese Weise soll der Parksuchverkehr verringert werden und der Fahrer oder die Fahrerin sich vollumfänglich informiert und gut geleitet fühlt. Schließlich soll das Parken im Parkhaus, den Parkgaragen oder entlang der Fahrbahn entspannt ablaufen. Auch eine vorherige Parkplatzreservierung wurde dabei diskutiert. Nach dem Parkvorgang soll ein einfaches, einheitliches Bezahlsystem für ober- und unterirdische Parkplätze für Gebührentransparenz und einen reibungslosen Bezahlvorgang sorgen. Dabei spielt insbesondere Handyparken eine große Roolle für die Digitalisierung der oberirdischen Parkplätze. Nicht umsonst sprechen die Teilnehmer des Ideenwochenendes bei ihrem Konzeptentwurf von einem „innovativen Parkerlebnis“ für Deggendorf.