Dorfjubiläum wirft seine Schatten voraus

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    400 Jahre Herzogsreut: Startschuss der Feierlichkeiten mit Vortrag von Gerhard Pscheidt – Weitere Termine bekannt gegeben

    Herzogsreut. Wir schreiben das Jahr 1618. Der Dreißigjährige Krieg beginnt und wird zahlreiche Opfer fordern. Deutschland ist noch keine Bundesrepublik, sondern gehört zum Heiligen Römischen Reich. Der Goldene Steig führt durch einen Bayerischen Wald, der damals noch eher einem Urwald gleicht. Und um diesen Handelsweg zu sichern, wurde just in diesem Jahr das Dorf Herzogsreut gegründet. Anfangs ließen sich 18 Siedler nieder.

    400 Jahre später hat sich die Ortschaft am Fuße des Haidels zu einer lebendigen Gemeinschaft weiterentwickelt. Vier Jahrhunderte Herzogsreut – Anlass genug, um zu feiern. Deshalb beschäftigt sich das ortsansässige Vereineforum um den Vorsitzenden Christian Schuster bereits seit einiger Zeit mit der Organisation dieses Jubiläums. Innerhalb des dafür gegründeten Arbeitskreises, dem zahlreiche Vereinsvertreter angehören, hat man nun ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Gefeiert wird nicht nur an einem Tag, sondern länger als ein Jahr.
    Los geht’s am 11. November. Um 19.30 Uhr hält Heimatforscher Gerhard Pscheidt beim „Wirt“ einen Vortrag über die Häusergeschichte von Herzogsreut. In mühseliger Fleißarbeit hat der Zwieseler die Hintergründe vieler historischer Gemäuer ausgearbeitet und stellt seine Ergebnisse nun vor. Geschichtlich geht’s am 24. März 2018 weiter. Hannes Burger zeigt dann, ebenfalls im Gasthaus „Zur Alten Post“, seinen Film „Die Leute von Feichtenreut“, der unter anderem in Herzogsreut gedreht worden ist. Am 28. April stellt Dr. Friedemann Fegert in selbiger Lokalität sein Buch vor, das die Auswanderung vieler Herzogsreuter nach Chicago/USA beschreibt. Gleichzeitig wird im Nebenzimmer des Wirtshauses eine Wanderausstellung zu diesem Thema aufgebaut sein.

    Der Höhepunkt, der Festakt zum 400-jährigen Jubiläum, findet dann am 15. Juli 2018 statt. In Zusammenarbeit mit der Blaskapelle Herzogsreut, die 110 Jahre alt wird, wird drei Tage gefeiert. In diesen Tagen wird darüber hinaus ein Gedenkplatz an der Kreuzung Hauptstraße/Liftbergstraße eingeweiht. Dieser soll an die Geschichte von Herzogsreut erinnern. Schirmherr und Bürgermeister Fritz Raab wird dazu einen Gedenkstein stiften, der Gartenbauverein Hinterschmiding-Herzogsreut, sowie die Dorfbevölkerung werden sich um eine ansprechende Gestaltung dieser Gedenkstätte kümmern.

    Den Abschluss des Jubeljahres bilden ein Adventssingen in der Pfarrkirche St. Oswald, sowie Aufführungen der Herzogsreuter Kulissenschieber, deren Raummiete übrigens die Kirchen- und die Gemeindeverwaltung übernehmen werden. Christian Schuster konnte darüber hinaus bekannt geben, dass ein Kalender für 2018 mit alten historischen Bilder erscheinen wird, den man demnächst käuflich erwerben kann. Am Festwochenende im Juli 2018 wird eine Festschrift erscheinen, in der sich sämtliche Dorforganisationen kurz vorstellen.
    Die Herzogsreuter haben sich ordentlich ins Zeug gelegt, um ihren Geburtstag gebührend begehen zu können. Weiterhin gibt es aber einige Dinge, die in dieser Hinsicht auf den Weg gebracht werden müssen. Deshalb appellierte Christian Schuster an die Vereine, zusammen zu helfen. „Da sehe ich aber kein Problem. Das ist ja eigentlich sowieso der Fall.“

    Weitere Termine
    November: Volkstrauertag (19.); Dezember: Weihnachtsfeier VdK (3.) und SC (9.), JHV KRB (10.), Adventssingen (12.), Skifahrt SC (16./17.), Christbaumversteigerung Bayern-Fanclub (30.), Januar: JHV Feuerwehr (6.), Entenausspielen SC (12.), Fahrt nach Antholz (16. bis 23.), Ski-Pokalrennen (27.), Ski-Vereinsmeisterschaft (28.); Februar: Altennachmittag (3.), Er&Sie-Lauf (11.), Rosenmontagsball (12.); März: Trainingslager SC (15. bis 18.)

    (Bild: Die Mitglieder des Vereinsforums, also die Vertreter der Dorfvereine haben sich ordentlich ins Zeug gelegt, um das 400-Jahr-Jubiläum des Dorfes Herzogsreut gebührend feiern zu können – Foto: Weigerstorfer)

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