Richtfest in kleinem Rahmen

Beim Neubau des Bildungszentrums in Passau sind der Rohbau und die Rohinstallationen abgeschlossen (Foto: Fotoatelier Kaps)

Neubau des Bildungszentrums der Handwerkskammer in Passau bald abgeschlossen

Passau. Im März letzten Jahres startete der Neubau des Bildungszentrums der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Passau. Zeitgleich mit dem deutschlandweiten Ausbruch des Coronavirus. Dennoch kann die Handwerkskammer in Sachen Baufortschritt bis dato ein positives Resümee verkünden: „Der Rohbau und die Rohinstallation sind abgeschlossen, die Ausbauarbeiten angelaufen“, so HWK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Kilger erfreut. Derzeit werde der Estrich und die Fußbodenheizung verlegt und die Fassade montiert. Um sich ein Bild davon zu machen, trafen sich die HWK-Spitzenvertreter gestern mit den Bauhauptverantwortlichen in kleiner Runde vor Ort. Dabei betonte HWK-Präsident Dr. Georg Haber: „Natürlich hätten wir Sie und alle am Bau beteiligten Firmen und ihre Mitarbeitenden heute lieber zu einem großen Richtfest eingeladen, um diesen Erfolg zu würdigen.“ Da Veranstaltungen in diesen Größendimensionen aktuell noch nicht möglich sind, die Kammer aber an den Handwerkstraditionen festhalten wolle, war Zimmerermeister Siegfried Piske eingeladen, er sprach den traditionellen Richtspruch. Der HWK-Vizepräsident und Vorsitzende des Planungs- und Vergabeausschusses, Richard Hettmann, lobte vor Ort ausdrücklich die hervorragende Zusammenarbeit der am Bau Beteiligten. „Nur deshalb verlaufe alles, Corona zum Trotz, „so zügig und verzögerungsfrei“. Beim Treffen war sich die HWK-Spitze einig: „Unsere Hochachtung gilt allen Baubeteiligten. Für Sie war Homeoffice die letzten Monate keine Option. Im Gegenteil, Sie haben unter erschwerten Bedingungen Höchstleistungen vollbracht. Unseren größten Dank und Respekt dafür.“

Trafen sich in kleiner Runde, um den Baufortschritt zu begutachten (v. li. n. re.): Richard Hettmann, HWK-Vizepräsident und Vorsitzender des Planungs- und Vergabeausschusses, Siegfried Piske und Karl-Heinz Knaus, beide Mitglieder des Planungs- und Vergabeausschusses, Jürgen Kilger, HWK-Hauptgeschäftsführer, Helmut Witzlinger, Architekt vom Architekturbüro Witzlinger und Dr. Georg Haber, HWK-Präsident (Foto: Fotoatelier Kaps)

Neue Maßstäbe in puncto Aus- und Weiterbildung setzen

Die nächsten Schritte am Simmerlingweg werden die Trockenbau- und Malerarbeiten sein. Insgesamt liege man voll im Zeit- und Kostenplan, so Jürgen Kilger: „Wenn es so gut weiterläuft, und davon gehen wir momentan aus, ist der Neubau zum Jahreswechsel fertig gestellt und kann bezogen werden.“ Anfang 2022 will die Handwerkskammer den Bildungsbetrieb im neuen Gebäude aufnehmen. Dieser verlaufe im alten Gebäude weiterhin störungsfrei, da der Neubau so konzipiert sei, dass die Kursteilnehmer keinerlei Einschränkungen aufgrund der Bauarbeiten in Kauf nehmen müssten. Mit dem Bauvorhaben in Passau stellt die Handwerkskammer große Teile ihres Bildungszentrums komplett neu auf. Ganz im Sinne eines zeitgemäßen und bedarfsgerechten Aus- und Weiterbildungsstandards für das Schreiner-, Zimmerer- und Kfz-Handwerk, wie die Kammervertreter beim gestrigen Treffen mehrfach betonten. Schon jetzt sei das Passauer Bildungszentrum das Drittgrößte der insgesamt elf Bildungseinrichtungen der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz. Jährlich werden dort 373 Kurse abgehalten, die von rund 4 400 Teilnehmern besucht werden.

Regionales Handwerk überzeugt mit Qualität

Die Gesamtausgaben für das neue Bildungszentrum belaufen sich auf 18,5 Millionen Euro. Aufgrund dieser hohen Summe musste europaweit ausgeschrieben werden, dennoch konnten alleine 22 Aufträge an Handwerksbetriebe aus Niederbayern und der Oberpfalz vergeben werden, was den HWK-Präsidenten besonders freut: „Das zeigt wieder einmal, dass die ostbayerischen Handwerksbetriebe beste Arbeit abliefern, mit höchster Qualität überzeugen und im europäischen Vergleich hervorragend mithalten können“, ist sich Georg Haber sicher. Das Bauvorhaben wird von der Europäischen Union über den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung sowie mit Bundes- und Landesmitteln gefördert.