Neue Tablets und CO2-Messegeräte für die Volksschule in Wegscheid

Bei der Übergabe der technischen Geräte überzeugte sich Lothar Venus selbst über die Qualität des digitalen Unterrichts. Jonas Kaspar gefällts (Foto: Marktgemeinde Wegscheid)

Wegscheid. Der Markt Wegscheid investiert in die digitale Weiterentwicklung der Adalbert-Stifter-Schule Wegscheid und stattet diese mit 13 Tablets und 19 CO2-Messgeräten aus. Man stellte im Herbst 2020 den Förderantrag „Sonderbudget für Leihgeräte“ und erhielt den Zuschlag. Im Nachgang wurden weitere Finanzmittel des Landes zugesagt, so dass sich mit der Nachbewilligung eine Gesamtförderhöhe von 12.453,62 Euro ergab. Es handelt sich hierbei um ein Förderprogramm des Bundes, vertreten durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, sowie zusätzlich um die Förderung durch den Freistaat Bayern, vertreten durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus.

Ausgestattet wurde die Grundschule mit modernen Tablets, die als Leihgeräte für die Schüler dienen. In der ersten Förderrunde hat der Markt Wegscheid bereits neun Leihgeräte ordern können. Da die Förderung auf Antrag aufgestockt wurde, konnte die Rathausverwaltung erneut vier Leihgeräte bestellen. Die Leihgeräte, die sich im Eigentum des Marktes Wegscheid befinden, können auf Grundlage eines Vertrages über die Schulleitung der Adalbert-Stifter-Schule ausgeliehen werden. Somit ist es allen Schülerinnen und Schülern möglich, am Home-Schooling teilzunehmen. Schulleiterin Monika Berg bedankte sich bei Bürgermeister und Rathausverwaltung für den Einsatz, die Fördergelder nach Wegscheid gebracht zu haben.

„Wir sind Ihnen für Ihre Unterstützung sehr dankbar“, so die Schulleiterin. „Kinder aus sozialschwachen Familien oder auch Familien, mit mehreren schulpflichtigen Kindern, haben nun die gleichen Möglichkeiten wie die Schülerinnen und Schüler, die bereits Tablets oder Laptops zu Hause haben.“ Venus bestätigte dies: „Der digitale Unterricht, der auch bedingt durch die Corona-Pandemie abverlangt wird, muss für alle Schülerinnen und Schüler in unserer Marktgemeinde möglich sein. Es kann nicht sein, dass Kinder auf das wichtige Gut `Schulbildung` verzichten müssen, da es finanzielle oder digitale Einschränkungen im Elternhaus gibt. Man muss den Familien aus dieser Situation heraushelfen und dies ist nur eine kleine, aber dennoch essentielle Möglichkeit.“ Die technischen Voraussetzungen sind somit geschaffen. Auch ist der Markt seit Jahren bestrebt, die „digitalen Datenwege“ auszubauen. Neben diesen Geräten sind auch verlässliche und leistungsfähige Datenleitungen notwendig. Die technische Umsetzung des Breitbandausbaus in „Glasfaser“ ist auf den Weg gebracht. Insbesondere das Thema Home-Schooling hat die Wichtigkeit und schnelle Umsetzung des Breitbandausbaus gezeigt. Daher setzt hier der Markt auf „zweigleisigen Ausbau“, zum einen in Glasfaser. Da der Bau einiges an Zeit in Anspruch nehmen wird, wird andererseits versucht, zeitnahe Zwischenlösungen über Funk zu ermöglichen, wo dies technisch möglich ist. Bezüglich der ausgegebenen „Leihgeräte“ wurden bereits sieben Verträge mit den Eltern geschlossen. Die Schulleitung bestätigte, dass dadurch inzwischen alle 180 Schülerinnen und Schüler der Adalbert-Stifter Schule am digitalen Unterricht teilnehmen können.

Auch die Grundschule Wegscheid leidet unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie. „Unsere Lehrer meistern dies sehr gut. Sie geben den Schülern Hausaufgaben digital auf, verteilen Arbeitsmaterial und legen eine pädagogische Meisterleistung ab, denn auch zu Hause ist es wichtig, dass die Kinder die notwendige Disziplin aufbringen und dem Unterrichtsgeschehen zu folgen und vor allem aktiv mitzuwirken.“ Konrektor Martin Hofbauer bestätigte, dass vor allem die ersten Klassen darunter leiden, es sei sehr wichtig mit den Kindern den Zusammenhang der einzelnen Buchstaben zu üben und dafür ist die Schule verantwortlich.“ Die Faschingsferienwoche die diese Woche als Schulunterricht genutzt wird, läuft genauso ab, wie alle anderen Wochen, nur etwas spielerischer. „Den Kindern muss Schule Spaß machen“, so die Schulleitung weiter, „Die Lehrer und Schüler sind am Rosenmontag und Faschingsdienstag verkleidet und die Kinder die in der Notbetreuung bei uns in der Schule sind, dürfen auch zwischendurch spielen.“ Die Notbetreuung wird für diejenigen Kinder angeboten, die nicht zu Hause betreut werden können, da die Eltern berufstätig sind. Hier hat die Schule die Laptops aus den EDV-Räumen auf die einzelnen Klassenzimmer verteilt, sodass die Kinder genauso am Home-Schooling teilnehmen können. Mit nötigem Abstand und unter Aufsicht des Personals. Zusätzlich wurde die Schule mithilfe der Förderung durch den Freistaat Bayern, vertreten durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus, mit sogenannten „CO2-Sensoren“ ausgestattet. Diese sind beim, hoffentlich bald wieder eintretenden „Präsenzunterricht“, zur Raumhygiene notwendig.

Die Fördersumme für die Sensoren betrug 1.308,60 Euro, bei einer Investitionssumme von 2.894 €. Die Klassenzimmer werden mit diesen Sensoren ausgestattet um die Luft im Unterrichtsraum zu überwachen. Wenn der vorgeschriebene Wert überschritten wird, meldet das Gerät mithilfe eines Warnsignals und die Lehrkräfte und Schüler wissen dann, dass gelüftet werden muss. Bei diesem Termin wurde bereits die weitere Digitalisierung der Wegscheider Schule besprochen. Der nächste Schritt ist die Umsetzung des Projekts „Digitales Klassenzimmer“, um den Unterricht auch weiter auf moderne Lehrmethoden auszurichten. Bürgermeister Lothar Venus bedankte sich bei den Lehrkräften und der Schulleitung für das Engagement für unsere Schülerinnen und Schüler in dieser schwierigen „Corona-Zeit“.