„Blühendes Ilzer Land“ – Die Ansaat von einem Hektar Blühflächen kann beginnen

Die Gemeindevertreter holen das Regio-Saatgut ab, um es in den kommenden Tagen auf ihren Flächen ausbringen zu können. Im Bild von links: Martin Geier (Bgm. Schöfweg), Tobias Windmaißer (BUND Naturschutz), Christian Grünberger (Bgm. Hutthurm), Leonhard Meier (Bgm. Röhrnbach), Erwin Liebl (Bauhof Grafenau), Corina Molz (Geschäftsführerin ILE Ilzer Land), Katharina Hobelsberger (Projektmanagerin Öko-Modellregion Ilzer Land), Gerhard Poschinger (Bgm. Perlesreut), Max Riedl (2. Bgm. Stadt Grafenau). Nicht im Bild: Dr. Carolin Pecho (Bgm. Ringelai), Peter Schmid (Bgm. Eppenschlag), Lena Schandra (Projektmanagerin Öko-Modellregion Ilzer Land) - Foto: ILE Ilzer Land e.V.

Ein Projekt der Öko-Modellregion Ilzer Land zur Aussaat von mehrjährigem Regio-Saatgut

Perlesreut. Die Ilzer Land-Gemeinden Röhrnbach, Eppenschlag, Ringelai, Perlesreut, Hutthurm, Schöfweg und Grafenau bringen in den kommenden Tagen auf ihren Flächen mehrjähriges Regio-Saatgut aus. Das Saatgut wurde in diesen Tagen zum Bauhhof in Perlesreut geliefert und konnte dort von Bürgermeistern, Gemeindevertretern sowie Bauhofmitarbeitern abgeholt werden. Somit kann die Aussaat auf einer Fläche von insgesamt rund einem Hektar – verteilt auf die sieben Gemeinden – in den nächsten Tagen beginnen, und die Beteiligten sind sich einig: Die Öko-Modellregion Ilzer Land will ein nachhaltiges Zeichen zum Erhalt und zur Steigerung der Artenvielfalt in der Region setzen und hat sich deshalb bewusst für die Aussaat einer mehrjährigen und heimischen Gräser- und Kräutermischung entschieden. Diese spezielle Mischung besteht zu 70 Prozent aus Gräsern, wie beispielsweise dem Goldhafer, dem Rotschwingel oder dem roten Straußgras. Einen Anteil von 30 Prozent machen heimische Kräuter, wie die Schafgarbe, die Margerite, die Lichtnelke oder die kleine Braunelle, aus. Im Gegensatz zu den oft verwendeten einjährigen Blühmischungen ist dieses Saatgut für den dauerhaften Flächenbewuchs vorgesehen und bietet heimischen Insektenarten langfristigen Lebensraum sowie eine zuverlässige Nahrungsquelle.

Bereits im Dezember 2020 liefen die Planungen für das Projekt „Blühendes Ilzer Land“ an. Neben den finanziellen Fragen waren viele organisatorische, genehmigungspflichtige und logistische Herausforderungen zu bewältigen. Fachliche Unterstützung erhielten die Projektmanagerinnen der Öko-Modellregion Ilzer Land, Lena Schandra und Katharina Hobelsberger, bei Finanzierungsfragen und der Auswahl des Saatgutes voon Fabian Rupp (Sachgebiet Landespflege am Amt für Ländliche Entwicklung in Landau), sowie bei Fragen zur praktischen Umsetzung der Aussaat und der Flächenpflege von Tobias Windmaißer (BUND Naturschutz in Bayern e.V.; Projektmanagement Quervernetzung Grünes Band).

Die großen und langfristigen Ziele des Projekts erfordern auch weiterhin die Arbeit und das Engagement aller Beteiligten. Auf lange Sicht sollen sich die angesäten Flächen nämlich als Lebensraum und Nahrungsquelle für Insekten und kleine Tiere etablieren, die Biodiversität steigern und nicht zuletzt auch das Landschaftsbild optisch aufwerten. Um dies an die Öffentlichkeit zu tragen, werden demnächst Infoschilder auf den Flächen aufgestellt.

„Wir bedanken uns bei allen beteiligten Gemeinden für die Bereitschaft, aktiv bei diesem Projekt der Öko-Modellregion Ilzer Land mitzuwirken und hoffen auf ein gutes Gelingen!“, so die Geschäftsführerin der ILE Ilzer Land, Corina Molz.