MdL Walter Taubeneder betont Bedeutung der geriatrischen Rehabilitationseinrichtung für die Region

Aidenbach. „Die Corona-Pandemie führt uns die Schwachstellen unseres Gesundheitssystems jeden Tag aufs Neue deutlich vor Augen“, so die Verwaltungsleiterin des geriatrischen Rehabilitations- und Pflegezentrums der Asklepios-Gruppe in Aidenbach, Nina Strasser, im Gespräch mit MdL Walter Taubeneder. Von der ständigen Aktualisierung des Hygienekonzepts, über die Abwägungen im Bereich der Belegung und Auslastung bis zur Planung und Vorhaltung des Fachpersonals stellt die Corona-Pandemie den Klinik-Betrieb tagtäglich vor neue Heraus-forderungen, wie auch Chefarzt Dr. Stefan Trill unterstreicht.

Mit ihren 102 geriatrischen Betten, 30 Pflegeplätzen und einer Belegabteilung des Vilshofener Klinikums stellt die Einrichtung der privaten Asklepios-Kliniken-Gruppe eine zentrale Säule der medizinischen Versorgung in der Region dar und ist bei rund 180 Mitarbeitern zudem ein wichtiger Anbieter qualifizierter Arbeitsplätze. „Im Bereich der Reha arbeiten wir heute verstärkt mit Einzelbehandlungen oder in kleineren Therapiegruppen“, erklärt Dr. Trill. Dies sei jedoch sowohl personal- als auch materialintensiver und verursache damit deutlich erhöhte Kosten. Auch verschärfe es den ohnehin grassierenden Mangel an Pflegekräften, weshalb letztlich auch eine Erhöhung der Pflegesätze unausweichlich sein dürfte, so Strasser.

Für die Corona-Politik der Staatsregierung, allen voran die Ausgleichszahlungen für die Vorhaltung von Betten und Behandlungskapazitäten, aber auch für die Arbeit der Behörden in der Region fanden die Verantwortlichen in Aidenbach äußerst lobende Worte. Lediglich gegenüber der stärkeren Zentralisierung von Entscheidungsbefugnissen zeigte man sich skeptisch.

„In der Pandemiebekämpfung hat sich nach unserer Ansicht eine möglichst individuelle Handhabung anhand örtlicher Gegebenheiten am ehesten bewährt“, bewertet Dr. Trill die Lage. Auch MdL Walter Taubeneder teilte diese Einschätzung und fügte an, dass die Bewertung und Auslegung der Allgemeinverfügungen, die gerade in der Frühphase der Pandemie zu vielerlei Irritationen geführt hatte, wieder verstärkt im Ermessen der lokalen Gesundheitsämter angesiedelt werden sollte. Weiter erläuterte er den schwierigen Balanceakt zwischen bestmöglichem Bevölkerungsschutz einerseits und geringstmöglichen Einschränkungen andererseits, in welchem sich die politischen Entscheidungsträger tagtäglich befinden.

Chefarzt Dr. Trill zeigte gegenüber dem Landtagsabgeordneten auf, dass die Gesundheitseinrichtung stets an der Fortentwicklung ihres Hygienekonzepts arbeite. „Für die Aufnahme in unser Rehabilitationszentrum setzen wir derzeit einen negativen Corona-Test voraus und nehmen weitere Testungen von Patienten und Personal im Haus vor“, so Dr. Trill. Die Frage Taubeneders nach der derzeitigen Zimmerbelegung beantwortete der Chefarzt mit der stetigen Abwägung zwischen möglicher Vereinsamung von älteren Patienten im Einzelzimmer und der immerwährenden Ansteckungsgefahr im Doppelzimmer. „Derzeit halten wir eine Belegung von Doppelzimmern im Regelfall für vertretbar; wir bewerten die Lage jedoch täglich neu“, so Dr. Trill.

Am Rande des Gesprächstermins blieb sodann noch etwas Zeit, um in Erinnerungen zu schwelgen. Schließlich war Walter Taubeneder während seiner 18 Jahre als Bürgermeister in Aidenbach maßgeblich an der Ansiedlung und Entstehung des Gesundheitszentrums beteiligt. Der heutige Chefarzt, Dr. Stefan Trill, war seinerzeit als angehender Geriater am Haus tätig und absolvierte hier seine praktische Ausbildung. Die heutige Verwaltungschefin Nina Strasser ist wiederum eine ehemalige Schülerin von Walter Taubeneder, der in seiner Zeit vor der Berufspolitik als Lehrer und Konrektor an der Hauptschule in Aidenbach tätig war. „Es ist schön zu sehen, welchen Werdegang Frau Strasser, Herr Dr. Trill und viele weitere Bekannte und Wegbegleiter aus Aidenbacher Zeiten letztlich eingeschlagen haben“, freut sich Taubeneder anlässlich des Wiedersehens und betont weiter, dass deren berufliche Entfaltung und Verwurzelung in der Region ihm eine besondere Freude darstelle.

Wenige Wochen vor dem 25. Gründungsjubiläum des Asklepios-Gesundheitszentrums Aidenbach unterstrich Taubeneder im Rahmen des Ortstermins die herausragende Bedeutung der Einrichtung für die Marktgemeinde und die gesamte Region. „Ich sehe heute, dass unsere damalige Strukturentscheidung die Richtige war und die Privatinitiative um Ernst von Kopfstein und die weiteren Gründerväter ein Erfolgsmodell wurde“, zeigt sich Taubeneder erfreut. In diesem Zusammenhang begrüßte der Abgeordnete auch die Initiative zur Umbenennung des Vorplatzes der Klinik nach Ernst von Kopfstein. „Ich hoffe auf Umsetzung“, so Taubeneder.

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