Vernetzte Geräte schützen Menschen im Alter

Passau. Zum bundesweiten Tag des Rauchmelders am 13. November weisen die Malteser darauf hin, dass dieses Hilfsmittel sehr segensreich sein kann. Sehr wichtig ist es dabei, unbedingt vernetzte Rauchmelder zu nutzen. Diese bieten die Malteser in Kombination mit ihren Hausnotruf-Geräten an.

„Stellen Sie sich vor, der Rauchmelder schlägt Alarm, aber niemand informiert die Feuerwehr!“ Mit diesen Worten appelliert Stefanie Weber, Malteser-Mitarbeiterin in den Sozialen Diensten, an die Bevölkerung, sich ersthafte Gedanken über das Thema zu machen. Denn ein Rauchmelder, der nicht vernetzt ist, gibt zwar im Notfall Alarm. Aber dadurch wird niemand alarmiert oder Hilfe herbeigeholt.

„Vernetzte Rauchmelder geben den Alarm weiter und können insbesondere für Senioren und Menschen mit körperlichen Einschränkungen lebensrettend sein“, betont Stefanie Weber. Rauchmelder warnen bei der Entwicklung von gefährlichem Brandrauch sofort mit einem lauten akustischen Signal. Bei einer Vernetzung mit dem Malteser Hausnotrufsystem wird die Warnung automatisch an die rund um die Uhr besetzte Servicezentrale weitergeleitet, die im Ernstfall ohne weitere Zeitverzögerung die Feuerwehr alarmiert.

„So kann ganz schnell Hilfe kommen, auch wenn der Bewohner körperlich nicht dazu in der Lage ist, selbst jemanden zu informieren, wenn er wegen gefährlicher Brandgase bewusstlos oder gar nicht zuhause ist“, so Stefanie Weber weiter. „Viele Situationen lassen sich schnell per Telefon klären, doch wenn es eindeutig einen Brand gibt oder wir Zweifel haben, ob unsere Kunden die Situation im Griff haben, melden wir das sofort der örtlichen Feuerwehr“, sagt Stefanie Weber. Und die rücke lieber einmal zu viel aus, als einmal zu wenig.

Seit einigen Jahren gilt bundesweit für alle Neubauten und – mit Ausnahme von Sachsen – auch für Bestandsbauten die Pflicht, Rauchmelder in Fluren, Schlaf- und Kinderzimmern zu installieren. Dennoch haben viele Eigentümer in selbstgenutzten Immobilien keine oder zu wenige Rauchmelder. Darauf macht die bundesweite Initiative „Rauchmelder retten Leben“, die seit 2006 jährlich an einem Freitag, dem 13. den Tag des Rauchmelders ausruft, aufmerksam. Besonders fatal ist diese Tatsache bei Senioren, denn für Menschen im höheren Lebensalter steige das Risiko, bei einem Wohnungsbrand ums Leben zu kommen: Laut Statistischem Bundesamt sind 61 Prozent der Brandtoten in Deutschland über 60 Jahre alt.

Menschen im Alter sind aus verschiedenen Gründen überdurchschnittlich oft von Wohnungsbränden betroffen, so die Initiative „Rauchmelder retten Leben“. Die Sinneswahrnehmung nimmt ab, vor allem nachts „schläft“ der Geruchssinn und auch Rauchmelder werden schlechter gehört. Außerdem benötigen ältere Menschen mehr Zeit, um auf unvorhergesehene Situationen zu reagieren. Das Gedächtnis lässt nach, weshalb öfter elektrische Geräte wie Herd, Heizdecke, Bügeleisen oder Wasserkocher nicht ausgeschaltet werden. Wenn die Mobilität eingeschränkt ist, können sich ältere Menschen nicht mehr so schnell in Sicherheit bringen. Das gilt auch für viele Menschen mit Behinderung.

Senioren und Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen empfehlen die Malteser daher die Kombination von Hausnotruf und Rauchmeldern. Das Hausnotrufsystem selbst bietet rund um die Uhr schnelle Hilfe im medizinischen Notfall. Auf Knopfdruck wird eine Sprechverbindung zu den Mitarbeitern in der Servicezentrale aufgebaut, die mit Blick auf die gespeicherten persönlichen Daten umgehend die notwendige Hilfe in die Wege leiten: Je nach Bedarf wird eine Kontaktperson, ein Malteser Mitarbeiter oder direkt der Rettungsdienst informiert. Für die ergänzenden Rauchmelder übernehmen die Malteser neben der Installation an der Zimmerdecke auch die jährliche Wartung und den Batteriewechsel.

Weitere Informationen zum Hausnotruf gibt es unter Tel. 0851/95666-14 oder www.malteser-passau.de

×

(Anzeige)

 

×