Der ÖPNV soll besser werden

Die Landtagsfraktion der FREIEN WÄHLER hat am 23.10.2019 einen von MdL Manfred Eibl initiierten Dringlichkeitsantrag ins Plenum des Bayerischen Landtags eingebracht. Unter dem Titel „Zukunft der Mobilität in ländlichen Regionen“ wird die Staatsregierung aufgefordert, „Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die Integration der freigestellten Schülerverkehre (FSV) in den allgemeinen ÖPNV vereinfacht, Anreize für die kommunale Zusammenarbeit der Aufwandsträger geschaffen und die kommunale Selbstverwaltung gestärkt werden kann.“

Was so kompliziert klingt, ist eigentlich ganz einfach. Durch die Integration des Schülerverkehrs in den allgemeinen öffentlichen Nahverkehr ist es möglich, bei geringerem Fahrzeugeinsatz und gleicher Laufleistung bessere Verkehrsangebote zu schaffen. Kurz: Der ÖPNV wird besser, und das ohne Mehrkosten.

Im Landkreis Freyung-Grafenau wird dies bereits erfolgreich praktiziert. Durch das von Landkreis und Gemeinden gemeinsam getragene Modellvorhaben der Mobilitätsoffensive „FRGmobil“ wurde der Grundstein für einen dauerhaft finanzierbaren und für weite Kreise der Bevölkerung attraktiven Nahverkehr gelegt, der die Erreichbarkeit von  Schulen und Einrichtungen der Daseinsvorsorge verbessert und zusätzliche Fahrtmöglichkeiten eröffnet.

Was bislang ein Modellvorhaben war, soll nun durch Zusammenführen der unterschiedlichen Förderstränge und Abbau von Bürokratie vereinfacht und für alle Kommunen, Landkreise und Städte praktizierbar werden, auch die Busunternehmer vor Ort erhalten somit eine bessere Finanzausstattung, so der Antrag.

Dieser fand im Landtag breite Zustimmung. Lediglich die FDP-Fraktion stimmte dagegen. In der Aussprache bezog auch der für Verkehr zuständige Staatsminister Dr. Hans Reichardt Stellung. Er kündigte weitere und erhöhte Förderung des Freistaats für den öffentlichen Nahverkehr an, auch in ländlichen Regionen.

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